Das nervt!

Radfahren in München: ADFC-Experte beantwortet die Fragen der Hallo-Leser

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Dieses Schild zeigt: Hier muss der Radweg nicht benutzt werden – ein Hinweis für Autofahrer, „dass Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt ist“, erklärt Johannes Mayer vom KVR. Nach sechs Monaten wird es entfernt.

Nachdem Hallo-Leser verraten haben in welchen Stadtteilen, an welchen Kreuzungen und vor welchen Einmündungen es zwickt, erklärt ein ADFC-Experte, die Lage und schlägt Verbesserungen vor.

Radentscheid, E-Scooter und Radschnellwege: Bei der Mobilität verändert sich vieles. Läuft bald alles rund? Diese Frage haben wir in der Ausgabe vom 29. Juni gestellt – verbunden mit dem Aufruf an die Leser, mit zu diskutieren. 

Andreas Groh vom ADFC ordnet die Forderungen und Wünsche der Leser ein. Sabina Kläsener

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Radwege in schlechtem Zustand

Hochstehende Steinplatten, schlechte Asphaltierung und Schilder mitten im Weg sind nicht nur den Hallo-Lesern ein Dorn im Auge. 

Andreas Groh vom ADFC erklärt: „Das fordern wir auch im Radentscheid, beispielsweise eine durchgehend ebene Oberfläche ohne Bordsteinkanten.“ Sein Rat: Bei konkreten Punkten an den Bezirksausschuss wenden.

Besseres Miteinander der Verkehrsteilnehmer

ADFC-Experte Andreas Groh klärt die wichtigsten Fragen der Hallo-Leser.

Radler, die den Radweg in der falschen Richtung befahren, Fußgänger auf Radwegen und dann auch noch E-Roller – mehrere Leser richteten sich mit einem Appell an uns: Mehr gegenseitige Rücksichtnahme! 

„Rücksichtnahme und ein wenig Gelassenheit muss von den Bürgern gelebt werden. Gut ausgebaute Radinfrastruktur entzerrt aber das Gedränge und entschärft Gefahrensituationen, sodass Aggressionen gar nicht erst entstehen“, ordnet Groh ein.

Diskriminierende Ampelschaltung

Hallo-Leser forderten eine geänderte Ampelschaltung als Zeichen für mehr Schnelligkeit und Sicherheit für Radler. 

„Aus rechtlichen Gründen kann so eine Forderung nicht Teil des Radentscheids sein. Dieser fordert aber eine bauliche Gestaltung der Kreuzung, sodass eigene Fahrradampeln rechtlich möglich sind“, erklärt Groh.

Vorrang an Autobahneinmündung

Ein Leser wünscht sich an einigen Übergängen Vorrang für Radfahrer. Beispielsweise hier, an der Einmündung Autobahnanschlussstelle München-Langwied Süd/Eschenrieder Straße.

Vorrang auf Radwegen an Einmündungen von Straßen ohne Ampelschaltungen: Das wünschte sich ein Leser für Orte wie die Einmündung Autobahnanschlussstelle München-Langwied Süd/Eschenrieder Straße. Zwei Mal in der Kreuzung zwinge ein „Vorfahrt achten“-Schild die Radler dem Autoverkehr Vorrang zu gewähren. 

Das sei sehr ärgerlich, erklärt Andreas Groh vom ADFC. Aber: „Vorfahrt für den Radverkehr an einer solchen Stelle würde wohl regelmäßig zu schweren (Abbiege-) Unfällen führen. Viele Autofahrer rechnen im Umfeld von Autobahnen mit einer auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegten Straßengestaltung nicht mit Radverkehr.“ 

Die Lösung könnte eine eigene Unterführung für Rad- und Fußverkehr sein.

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