Neue U-Bahnlinie geplant

Neue U-Bahnlinie U9 –  Meilenstein für Münchens Zukunft?

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So stellt man sich den neuen Station der U9 am Hauptbahnhof vor.

Eine neue U-Bahnlinie ist geplant: die U9. Sie soll Entlastung und zusätzliche Mobilität in das Verkehrsnetz bringen. Wie sie das genau schaffen will...

München – Der Stadtrat stellte heute wichtige Weichen für die Zukunft der Münchner U-Bahn. Der gemeinsame Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft sowie für Stadtplanung und Bauordnung hat beschlossen, dass das Vorhaltebauwerk für die U9-Station am Hauptbahnhof realisiert wird. 

Die Stadträte gaben außerdem den Startschuss für die Vorplanung der gesamten U9-Neubaustrecke. Sie genehmigten die dafür erforderlichen Planungskosten. 

Die Ergebnisse der Vorplanung sollen 2024/25 vorliegen. Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) gehen davon aus, dass der heutige Beschluss in der Vollversammlung des Stadtrats am 23. Oktober 2019 bestätigt wird.

 U-Bahnnetz durch U9 zukunftsfähig

„Die U9 macht die Münchner U-Bahn zukunftsfähig. Sie wird unser Netz in der Innenstadt spürbar entlasten, den Betrieb stabilisieren und damit vor dem Kollaps bewahren. Die Neubaustrecke ist auch Voraussetzung für mehr Pünktlichkeit, zusätzliche Taktverdichtungen und Netzerweiterungen an den Außenästen. 

Ferner ermöglicht sie einen zweiten Wiesn-Bahnhof und neue Direktverbindungen, etwa zwischen Hauptbahnhof und Allianz Arena“, so Ingo Wortmann, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung und SWM Geschäftsführer Mobilität. 

Integrierte Gesamtlösung am Hauptbahnhof

Durch die Anbindung der U9 am Hauptbahnhof wird die Neubaustrecke überhaupt erst möglich. Nur so erreicht sie den maximalen verkehrlichen Nutzen. Bund, Land, Stadt, DB AG und SWM/MVG hatten sich im Sommer auf die sog. Integrierte Gesamtlösung am Hauptbahnhof verständigt, um die U9 beim Bau der 2. Stammstrecke sowie des neuen Empfangsgebäudes der DB zu berücksichtigen. 

Damit wird das nur jetzt bestehende Zeitfenster für eine gleichzeitige Realisierung aller drei Projekte genutzt.

So sehen die Pläne für die U9 aus

  • Die U9 wird ca. 10,5 Kilometer lang. 
  • Die Neubaustrecke soll Sendling und Schwabing via Hauptbahnhof und Kunstareal verbinden. 
  • Der neue Halt am Hauptbahnhof wird ein Umsteigepunkt mit direktem Übergang zur 2. Stammstrecke. 
  • Östlich der Theresienwiese, am Esperantoplatz, bekommt München einen zweiten U-Bahnhof für das Oktoberfest. 
  • Die bisherigen Stationen Impler- und Poccistraße werden zusammengelegt und durch einen Neubau ersetzt. 
  • In der Maxvorstadt ist ein neuer U-Bahnhof Pinakotheken im Kunstareal vorgesehen, in Schwabing am Elisabethplatz. 
  • Die U-Bahn-Stationen an der Theresienstraße und an der Münchner Freiheit werden erweitert.
So wird die Strecke der neuen U9 voraussichtlich aussehen.

Die Kosten der neuen U-Bahnlinie

Die Landeshauptstadt München finanziert die U9-Vorhaltemaßnahme am Hauptbahnhof mit insgesamt 393 Millionen Euro vor. Für die Vorplanung der Gesamtstrecke sind zusätzlich 100 Millionen Euro veranschlagt. Im Vorfeld gab es Kontroversen über die Kostenexplosion des neuen U-Bahnprojekts. (Hallo berichtete)

Angestrebt wird eine öffentliche Förderung. 

Die Weichen dafür müssen auf Bundesebene gestellt werden. Das Bundesverkehrsministerium hat zugesagt, für große ÖPNV-Projekte in Ballungszentren einen größeren finanziellen Spielraum schaffen zu wollen und die Förderrichtlinien anzupassen, um urbane Entlastungsstrecken wie die Münchner U9 künftig berücksichtigen zu können. 

Die Planungs- und Baukosten für die Gesamtstrecke könnten nach ersten unverbindlichen Schätzungen rund 3,5 Milliarden Euro betragen. Angaben dazu werden nach Abschluss der Vorplanung erwartet.

Quelle: SWM/jh

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