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MVG-Streik und kein Ende? Verhandlungen abgebrochen

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Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft

Ist nach dem Streiktag vor dem Streik? Die Verhandlungen wurden abgebrochen. Doch es gibt auch eine positive Nachricht

+++ Keine Einigung im Tarifstreit zwischen MVG und Verdi +++
+++ mindestens eine Woche Streikpause +++

Update Donnerstag

Der Tarifkonflikt bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) geht weiter. Nach über acht Stunden Verhandlungsmarathon wurden die Gespräche zwischen MVG und Verdi am späten Mittwoch-Abend abgebrochen. Erst am Freitag kommender Woche will man die Gespräche wieder aufnehmen. Die gute Nachricht: Bis dahin sieht Verdi von weiteren Warnstreiks bei den Fahrern ab.

Update Mittwoch

Mit dem Streik von 1300 Mitarbeitern der MVG ist die Angelegenheit an sich noch nicht ausgestanden. Das zeigt sich heute ganz deutlich. Zwar steht heute eine neue Verhandlungsrunde an. Das Ergebnis darf aber als offen bezeichnet werden. Bei Verdi ist man jedenfalls gelinde gesagt irritiert.

In einem Schreiben an die Presse heißt es: "Die Geschäftsführung der MVG hat am Streiktag noch schnell in einem Pressegespräch angekündigt, dass sie in der heutigen 3. Verhandlungsrunde ein Angebot vorlegen will. Das in Tarifverhandlungen ein Arbeitgeberangebot nicht am Verhandlungstisch, sondern per Presse angekündigt wird, habe ich in fast 30 Jahren hauptamtlicher Gewerkschaftsarbeit noch nicht erlebt.“ Das erklärt Heinrich Birner, ver.di-Geschäftsführer in München. „Meine Skepsis, dass sie es tatsächlich ernst meinen, bleibt.“

ver.di-Verhandlungsführer Franz Schütz, sieht in einen harten Knackpunkt in den weiteren Verhandlungen: „Unser Ziel ist, die 2-Klassen-Gesellschaft bei der Bezahlung der MVG-Beschäftigten zu überwinden und deshalb müssen die Laufzeiten der beiden Tarifverträge angepasst werden.“ Die Arbeitgeberseite hat über die Presse angekündigt, einen Tarifvertrag über 22 oder 30 Monate abschließen zu wollen. „Das geht gar nicht, weil dann ja die ungleiche Bezahlung auf Jahre hinaus zementiert würde“, erklärt Schütz.

Für den Fall, dass man sich nicht einigt, hat Verdi bereits am Dienstag durchblicken lassen, dass es zu weiteren Streiks kommen könnte.

Update Dienstag, 16.30 Uhr

Bei der U-Bahn werden mittlerweile alle Strecken wieder mindestens in einem Zehn-Minuten-Intervall bedient, die U7 verkehrt auch wieder.

Stau-Schau: Der Streik in Bildern

Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft © dpa
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft © dpa
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft © dpa
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft
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Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft © dpa
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft
Warnstreik bei Münchner Verkehrsgesellschaft © dpa

Update 15 Uhr:

Der Betrieb auf allen U-Bahn, Tram- und Buslinien wird nach dem Warnstreik der Gewerkschaft Ver.di derzeit nach und nach wieder aufgenommen.

Es wird aber noch längere Zeit dauern, bis alle Linien wieder in einem regelmäßigen Takt fahren.

Aktuelle Betriebslage (Stand: 13:40 Uhr):

U-Bahn: Die U-Bahn ist derzeit noch außer Betrieb. Der Zugverkehr wird nach Streikende ab ca. 14:30 Uhr nach und nach aufgenommen.
Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien nehmen nach Streikende ab ca. 14:30 Uhr den Betrieb auf.
Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeitmindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 52, 57, 60, 135, 136, 139, 140, 141, 143, 145, 150, 153, 154, 158, 159, 160, 162, 163, 164, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 178, 180, 181, 183, 185, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: X30, 51, 53, 54, 55, 59, 56, 62, 68, 130, 134, 142, 151, 168, 176, 177, 184, 192, 193, 195, 196, 197, 198, 191, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: 58, 63, 100, 132, 149, 155, 157, 175, 187, 190, 194.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 144, 147, 161, 186.

Aktuelle Betriebslage (Stand: 12:25 Uhr):

U-Bahn: Die U-Bahn bleibt geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt. - Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien kein Betrieb. - Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeit mindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 52, 60, 130, 135, 136, 139, 140, 141, 143, 145, 150, 154, 158, 159, 160, 162, 163, 164, 166, 167, 170, 171, 173, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: X30, 51, 54, 55, 56, 57, 62, 134, 142, 151, 153, 165, 168, 169, 172, 176, 183, 184, 192, 193, 195, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell w eniger als 50% der Fahrzeuge: 53, 58, 59, 63, 68, 100, 132, 149, 155, 157, 175, 185, 187, 191, 194.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 144, 147, 161, 186, 190.

Die Angaben sind unverbindlich und können sich unter Umständen ändern.

Aktuelle Betriebslage (Stand: 11:10 Uhr):

U-Bahn: Die U-Bahn bleibt geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt. - Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien kein Betrieb. - Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeit mindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 57, 60, 130, 135, 136, 139, 140, 141, 150, 151, 154, 158, 159, 160, 162, 163, 164, 166, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: 51, 52, 55, 56, 62, 134, 143, 145, 153, 165, 176, 183, 184, 192, 193, 195, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: X30, 53, 54, 58, 59, 63, 100, 132, 142, 149, 155, 175, 185, 187, 190, 191, 194.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 68, 144, 147, 161, 186.

Aktuelle Betriebslage (Stand: 9:55 Uhr)

U-Bahn: Die U-Bahn bleibt geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt. - Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien kein Betrieb. - Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeit mindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 57, 60, 63, 135, 136, 140, 141, 150, 151, 154, 158, 162, 163, 164, 166, 168, 169, 170, 171, 173, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: 51, 55, 130, 134, 139, 143, 153, 159, 160, 161, 172, 176, 183, 184, 185, 192, 193, 195, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: X30, 52, 53, 54, 56, 59, 62, 132, 142, 145, 149, 155, 165, 175, 187, 194.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 58, 68, 100, 144, 147, 186, 190, 191.

Aktuelle Betriebslage (Stand: 9:40 Uhr)

U-Bahn: Die U-Bahn bleibt geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt. - Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien kein Betrieb. - Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeit mindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 57, 60, 63, 135, 136, 140, 141, 150, 151, 154, 158, 162, 163, 164, 166, 168, 169, 170, 171, 173, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: 51, 55, 130, 134, 139, 143, 153, 159, 160, 161, 172, 176, 183, 184, 185, 192, 193, 195, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: X30, 52, 53, 54, 56, 59, 62, 100, 132, 142, 145, 149, 155, 165, 175, 187, 194.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 58, 68, 144, 147, 186, 190, 191.

Die Angaben sind unverbindlich und können sich unter Umständen ändern.

Auch nach dem offiziellen Ende des Streiks am Nachmittag wird es noch längere Zeit dauern, bis U-Bahnen, Trambahnen und Busse wieder vollständig im Fahrplan laufen.

Aktuelle Betriebslage (Stand: 8:45 Uhr)

U-Bahn: Die U-Bahn bleibt geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt. - Tram: 10-Minuten-Takt auf den Linien 19, 20 und 25; alle anderen Tramlinien kein Betrieb. - Bus: Fast alle Linien werden bedient, allerdings unregelmäßig.

Auf folgenden Buslinien wird derzeitmindestens 75% des fahrplanmäßigen Angebots gefahren: X50, X80, 50, 51, 57, 60, 63, 135, 136, 140, 141, 150, 151, 153, 154, 158, 162, 163, 164, 166, 169, 170, 171, 173, 177, 178, 180, 181, 188, 189.

Auf folgenden Buslinien sind derzeit mindestens 50% der Fahrzeuge unterwegs: 52, 53, 55, 59, 132, 134, 139, 143, 159, 160, 161, 168, 172, 175, 176, 183, 184, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199.

Auf folgenden Buslinien fahren aktuell weniger als 50% der Fahrzeuge: X30, 54, 56, 58, 62, 68, 100, 130, 142, 147, 145, 149, 155, 165, 185, 187, 190, 191.

Derzeit kein Betrieb auf den Linien: 144, 186

Die Angaben sind unverbindlich und können sich unter Umständen ändern.

Verzögerungen auch nach Streik-Ende erwartet

Auch nach dem offiziellen Ende des Streiks am Nachmittag wird es noch längere Zeit dauern, bis U-Bahnen, Trambahnen und Busse wieder vollständig im Fahrplan laufen.

Wer kann, sollte die MVG-Verkehrsmittel am Dienstag bis zum Nachmittag meiden. Bitte planen Sie mehr Zeit ein als üblich und weichen Sie, wenn möglich, auf die S-Bahn und MVV-Regionalbusse aus. Diese werden nicht bestreikt. Rechnen Sie aber auch dort mit deutlich erhöhtem Fahrgastaufkommen.

Update: 14.12 Uhr – „Warnstreik bei der MVG ist unverhältnismäßig“

Selbst die „Aktion Münchner Fahrgäste“ urteilt: „Warnstreik bei der MVG ist unverhältnismäßig“

Man habe zwar Verständnis für die Lohnverhandlungen der Fahrer, man hätte in der aktuellen Situation aber nicht gleich zu einem Komplett-Streik aufrufen müssen. "Für die Fahrgäste kommt dieser Komplett-Streik aus heiterem Himmel und wird die Stadt am Dienstag in hohem Maße lähmen", so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Bei noch laufenden Gesprächen zwischen Gewerkschaft und MVG erscheint uns Fahrgästen ein solcher Komplettstreik als unverhältnismäßig."

Update: 13.35 Uhr – Betroffene Linien und Auswirkungen

  • Welche Verkehrsmittel sind von dem Warnstreik betroffen?
    Verdi bestreikt die MVG komplett. Am Dienstag, 9. Juli, soll der Fahrdienst bei U-Bahn, Tram und Bus nach Gewerkschaftsangaben von 3.30 Uhr bis vsl. 14.30 Uhr lahmgelegt werden. Der Warnstreik trifft die Münchnerinnen und Münchner damit leider auch im morgendlichen Berufs- und Schülerverkehr. Die S-Bahn (Betreiber: Deutsche Bahn AG) verkehrt planmäßig. Auch der Regionalbusverkehr ist nicht betroffen. 
  • Welche Auswirkungen hat der Streik?
    Der MVG liegen keine Informationen dazu vor, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Aufruf von Verdi folgen werden. Grundsätzlich ist daher von massiven Einschränkungen, Engpässen und Überlastungen auszugehen. Absehbar sind folgende Auswirkungen: 
  • U-Bahnbetrieb wird zunächst eingestellt!
    Die U-Bahnen rücken nicht aus, weil ein regelmäßiger und damit sicherer Betrieb direkt ab Betriebsbeginn nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann. Die Leitstelle wird sich zunächst einen Überblick über die tatsächlich besetzten Züge an den verschiedenen Abstellorten des U-Bahnsystems verschaffen. Wenn ausreichend Beschäftige einsatzbereit sind, wird der U-Bahnbetrieb schnellstmöglich bereits im Verlauf des Warnstreiks aufgenommen. Die Entscheidung trifft der für den U-Bahnverkehr zuständige Betriebsleiter. 

Aktuelle Betriebslage

  • Tram: Linien 19 und 20 im Einsatz
    Wie viele Züge in den Fahrgastbetrieb gehen können, hängt auch bei der Tram von der Verfügbarkeit der Fahrer ab. Die MVG rechnet jedoch damit, zunächst die Linie 19 (Pasing – Innenstadt – Berg am Laim Bf.) und die Linie 20 (Stachus – Moosach) betreiben zu können. Je nach Personalverfügbarkeit werden nach und nach weitere Linien bedient. 
  • Bus: Stark eingeschränkter Betrieb
    Im Betriebszweig Bus wird die Hälfte der Leistung von privaten Kooperationspartnern der MVG gefahren. Deren Mitarbeiter sind ebenso wie die Mitarbeiter im TV-N nicht an den aktuellen Tarifverhandlungen beteiligt. Die MVG geht deswegen davon aus, auf vielen Linien einen eingeschränkten Betrieb mit unregelmäßigen Takten anbieten zu können. Linien, die gar nicht bedient werden können, werden noch bekanntgegeben. 

Informationen für Fahrgäste und Pendler

  • Wann läuft der Regelbetrieb wieder an?
    Nach Beendigung der Streikmaßnahmen wird es noch einige Stunden dauern, bis U-Bahn, Tram und Bus wieder regelmäßig und in vollem Umfang fahren. Die Fahrer müssen zunächst zu ihren Fahrzeugen kommen, die Züge in das Netz einfädeln und von der Leitstelle in den Fahrplan eingetaktet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Züge gleichzeitig ausrücken können, um die Fahrstromversorgung nicht zu überlasten. Erst im Laufe des Nachmittags ist mit einem regelmäßigen Betrieb zu rechnen. Was empfiehlt die MVG ihren Fahrgästen? Wer kann, sollte die MVG-Verkehrsmittel am Dienstag meiden und sich andere Wege suchen. Es ist auch dann mit massiven Engpässen und Überlastungen zu rechnen, wenn einzelne Linien unter Umständen weitgehend regulär bedient werden. Voraussichtlich entstehen für Fahrgäste teils lange Wartezeiten an den Haltestellen, weil zu wenig Platz für alle in den verbleibenden Fahrzeugen ist. 
  • Wo gibt es laufend aktuelle Informationen?
    Die MVG informiert am Dienstag, 9. Juli ab ca. 4.30 Uhr laufend auf www.mvg.de über die aktuelle Betriebslage.Diese Informationen finden sich auch in der App MVG Fahrinfo München und auf Twitter. Außerdem wird die MVG ihre Kunden über die elektronischen Anzeigen und mit Durchsagen über den Streik informieren. Alle aktuellen Informationen bekommen Sie natürlich wie immer auch auf www.hallo-muenchen.de.
  • Was sagt die MVG-Geschäftsführung?
    Die MVG-Geschäftsführer Ingo Wortmann und Werner Albrecht erklären zu den laufenden Tarifgesprächen und dem angekündigten Warnstreik: „Wir haben kein Verständnis für diesen Warnstreik. Die Gewerkschaft legt München über zehn Stunden lahm, obwohl es eine solide Basis für die nächste Verhandlungsrunde am Mittwoch gibt. Arbeitgeberseitig bieten wir unter anderem eine Lohnerhöhung um einen insgesamt zweistelligen Prozentbetrag in mehreren Schritten bis Mai 2021 an. Außerdem setzen wir auf Entwicklungsperspektiven. Dazu gehört auch mehr Flexibilität, etwa durch die Option, künftig Extra-Urlaubstage gegen Entgelt nehmen zu können. Bei Tarifverhandlungen geht es immer darum, einen Kompromiss zu erzielen. Das ist in erster Linie durch Gespräche möglich. Einseitige Aktionen zu Lasten der Kundinnen und Kunden lehnen wir ab.“

Update: 12.55 Uhr

Am glimpflichsten könnte der Streik für die Nutzer der Münchner Busse ausgehen. Von den Busfahrern ist nur etwa die Hälfte zu Aktionen aufgerufen. Alle anderen fahren für ein privates Omnibusunternehmen im Auftrag der Stadt. Ebenfalls ein Lichtblick: Der gesamte S-Bahn-Verkehr ist nicht betroffen. Dort gilt ebenfalls ein anderer Tarifvertrag.

Erstmeldung von Hallo München

Um 8 Uhr findet auf dem Trambahn-Betriebshof in der Einsteinstraße 148 eine Kundgebung mit dem Verhandlungsführer Franz Schütz statt. ver.di verhandelt derzeit mit der MVG über eine Erhöhung der monatlichen Löhne. 

Lesen Sie auch: Rauchwolken über München

Die MVG-Beschäftigten verdienen seit 2011 weniger als ihre Kollegen, die zu der Zeit schon bei der Stadtwerke-Mutter SWM GmbH beschäftigt waren. Die sogenannten Alt-Beschäftigten bekommen ihren Lohn nach dem Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N), der für alle bayerischen kommunalen Verkehrsbetriebe gilt. Anders ausgedrückt, Busfahrer in Bamberg verdienen mehr als MVG-Fahrer im teuren München. „Deshalb ist es wahrlich nicht zu viel verlangt, wenn wir jetzt 200 € mehr Lohn fordern“, erklärt Franz Schütz. „Und trotzdem will der Arbeitgeber den Beschäftigten immer noch keine deutliche Lohnerhöhung zugestehen.“ 

Kundgebungen an Betriebsstätten

Die Streikenden versammeln sich an folgenden Betriebsstätten: 

  • Trambahn-Betriebshof, Einsteinstr. 148 (dort ist auch der Verhandlungsführer)
  • Busbetriebshof Ost, Truderingerstr. 10
  • Busbetriebshof West, Hans-Thonauer-Straße 5 

Ob und zu welchen Einschränkungen es für die Fahrgäste kommt, kann aus der Sicht von ver.di nicht eingeschätzt werden. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass der reguläre Fahrplantakt auf keinen Fall eingehalten werden kann. Vom Warnstreik nicht betroffen sind die Beschäftigten, die noch einen Arbeitsvertrag mit der SWM GmbH haben sowie die Fahrer der privaten Busunternehmen, die im Auftrag der MVG im Einsatz sind.

Quelle: MVG/ver.di/lit

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