Sanierungskosten steigen

Kostenexplosion beim Deutschen Museum – Bald so teuer wie die Elbphilharmonie?

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Der Museumsbau und auch die Ausstellungen werden erneuert. Große Veränderungen für ein hundert Jahre altes Haus, das mit seinem Konzept bisher sehr erfolgreich war.

Erst im Oktober hatte der Bund der Steuerzahler die Sanierung kritisiert und war da noch von 595 Millionen ausgegangen. Jetzt wird es weit mehr...

München – Die Kosten für die Sanierung des Deutschen Museums in München steigen auf 745 Millionen Euro. Bund und Freistaat bewilligten 300 zusätzliche Millionen, wie das Wissenschaftsministerium am Freitag in München mitteilte. Bislang waren schon 445 Millionen Euro für die Generalsanierung bereitgestellt worden.

Zum Vergleich: Die Hamburger Elbphilharmonie, die inzwischen sinnbildlich für Kostenexplosionen bei Kulturbauten steht, kostete den Steuerzahler mit rund 800 Millionen Euro gar nicht so viel mehr - und sie wurde nicht saniert, sondern komplett neu gebaut.

Bund und Freistaat teilen sich die nun bereitgestellten zusätzlichen 300 Millionen für das Deutsche Museum nach Angaben von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) zu gleichen Teilen auf.

Die Mittel werden nach Auskunft des bayerischen Wissenschaftsministers Bernd Sibler (CSU) vom Freitag zu gleichen Teilen bereitgestellt, zusätzlich zu den bereits geflossenen 445 Millionen Euro. Dies sei „ein klares Zeichen, dass sich Freistaat und Bund gleichermaßen ihrer Verantwortung für diesen starken Publikumsmagneten und international beachteten Schatz an Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik bewusst sind“, sagte Sibler.

Das Deutsche Museum habe mit dem zusätzlichen Geld weiteren Spielraum gewonnen, sich räumlich und konzeptionell neu aufzustellen, fügte der Minister hinzu. 1903 gegründet, zählt es mit 66.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu den größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. 2018 kamen fast 1,5 Millionen Besucher.

Das Deutsche Museum befindet sich nicht in staatlicher Trägerschaft, sondern wird als rechtlich selbstständige Einrichtung vom Freistaat sowie Bund und Ländern gemeinschaftlich gefördert. Die Modernisierung begann 2015 und soll bis 2025 abgeschlossen sein.

Quelle: dpa/lby/jh

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