Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos

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Bündnis Radentscheid München

Große Rad-Ringdemo am 30. Juni

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Rush Hour auf dem Radstreifen – breitere und sicherer Wege fordert das Bündnis.

Radln für die Radler: Die Radverkehrsdemo des Bündnisses Radentscheid München findet am 30. Juni statt um die Aufmerksamkeit auf den Radverkehr zu lenken.

München – Breitere Radwege, ein durchgängiges Radnetz mit Vorrang, übersichtliche Kreuzungen sowie mehr Abstellmöglichkeiten: Das fordert das Bündnis Rad­entscheid aus ADFC, Bund Naturschutz, Green City, und den Parteien Grüne, ÖDP und Linke.

Update 29. Juni:

Am 30 Juni veranstaltet das Bündnis Radentscheid München eine große Rad Ringdemo. Vor allem, will der Radentscheid mit dieser Veranstaltung dasselbe Maß an Aufmerksamkeit für die Politik des Radverkehrs erreichen wie für die Politik des Autoverkehrs in der Stadt. Die Rad Ringdemo findet am Sonntag von 11 bis 15:30 Uhr statt. Der Start und das Ziel ist Bavaria, Theresienwiese.

Programm:

  • 11 Uhr Auftakt Kundgebung
  • 12 Uhr Demo Fahrt, Länge ca. 20 km. (Theresienwiese – Hansastraße – Mittlerer Ring Nord – Isarparallele – Kapuziner Straße – Theresienwiese).
  • 14 Uhr Abschlusskundgebung (unter anderem Band Oansno)
  • 15.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Hinweise:

Bei heißem Wetter wird unbedingt gebeten auf Sonnenschutz zu achten und genügend Wasser zum Trinken mit zu nehmen.

Die Rad- Ringdemo ist die letzte Gelegenheit für die beiden Radl- Bürgerbegehren zu unterschreiben und ausgefüllte Unterschriftslisten zurück zu bringen.

Erstmeldung 29. März:

Ab sofort sammeln sie Unterschriften für zwei Bürgerbegehren – eines für einen Altstadt-Radlring, eines für bessere Radl-Bedingungen in der Stadt. 33 000 Stimmen brauchen sie jeweils, um im Herbst zu den Themen einen Bürgerentscheid durchzusetzen.

Parallel starten die Grünen einen Vorstoß mit einem Antrags-Paket im Stadtrat: Unter anderem soll die Altstadt autofrei werden – zumindest versuchsweise im August. Ob sie das in der Politik durchsetzen können ist fraglich, doch erst sind jetzt die Münchner Bürger gefragt, ob sie den vier Zielen des Rad-Begehrens zustimmen – und außerdem einen Altstadt-Radlring wollen. 

Andreas Groh, Vorsitzender des ADFC.

Die Kernpunkte erklärt Andreas Groh, ADFC-Vorsitzender, in Hallo:

  • Gestaltung von Kreuzungen und Einmündungen:
    Damit das Unfallrisiko – etwa tödliche Abbiegeunfälle – minimiert wird, sollen Kreuzungen und Einmündungen umgestaltet werden. „Bisher wird oft genau bis zu diesem Bereich geparkt oder es stehen Litfaßsäulen und Bäume im Blickfeld.“ Parkverbote und niedrigere Büsche könnten die Sicht verbessern.
  • Qualität der Radwege:
    Breiter – 2,30 Meter pro Fahrt­richtung – und sicherer sowie ganzjährig nutzbar sollen sie sein. „Mittelfristig sollen alle Radwege diesen Standards entsprechen, damit sie sicher und attraktiv zugleich sind“, erklärt Groh.
  • Ausbau der Abstellmöglichkeiten:
    Platz für Lastenräder und Kinderanhänger sollen sie bieten sowie geschützt vor Diebstahl und Witterung sein. „Es sollen mehr Flächen gut über das Stadtgebiet verteilt werden.“ Außerdem brauche es Spinde an Parks, in denen Radklamotten aufbewahrt werden können, so Groh.
  • Durchgängiges und leistungsfähiges Vorrangnetz:
    Ohne Lücken und schnell sollen viele Radler an Hochschulen, Bahnhöfe und zentrale Orte gelangen können.
  • Altstadt-Radlring:
    Vom Stachus über den Odeonsplatz, den Franz-Josef-Strauß-Ring, die Blumenstraße und die Sonnenstraße soll der geforderte Radring führen.

Antrags-Paket

Sonja Haider (ödp) und Andreas Schuster von Green City, vor der Karte, die den geplanten Altstadt-Radlring zeigt.

Für eine autofreie Altstadt sollen laut Grünen die Stellplätze halbiert und für Anwohner reserviert werden. Außerdem gefordert: Maximal Tempo 30 innerhalb des Altstadtrings sowie neu aufgeteilte Verkehrsflächen, beispielsweise am Isartor.

Das sagt der OB

„Auch mir ist es wichtig zügig Verbesserungen für den Radverkehr in München zu erreichen. Deshalb habe ich die Verwaltung gebeten, baldmöglichst Aussagen darüber zu treffen, welche der in dem Bürgerbegehren vorgeschlagenen Maßnahmen bis wann, mit welchem Aufwand und mit welchen Auswirkungen realisiert werden könnten. Sobald hier Ergebnisse vorliegen, liegt es am Stadtrat, entsprechende Beschlüsse zu fassen.“ Sabina Kläsener

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