Berichte über Schlägereien

„Gewaltdelikte am laufenden Band“: Bundespolizei zieht erschütternde Wochenend-Bilanz

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Viel Arbeit für die Beamten: Am vergangenen Wochenende mussten sie beinahe im Minuten-Takt zu neuen Einsätzen wegen Gewaltdelikten ausrücken...

Rassistische Angriffe, Prügeleien unter Alkoholeinfluss, Auseinandesetzungen an den Bahnhöfen: Die Bundespolizei spricht vom ereignisreichsten Wochenende in Sachen Gewalttaten...

München – Nachdem es bereits am Freitag und Samstag zu drei Gewaltdelikten an Münchner Bahnhöfen gekommen ist, musste die Bundespolizei am Sonntagmorgen beinahe im Minutentakt zu fünf weiteren Fällen von Körperverletzungen und anderen Straftaten ausrücken. In der offiziellen Pressemeldung der Beamten heißt es, das letzte Wochenende sei in Bezug auf Gewaltstraftaten eines der ereignisreichsten, gemessen an den zurückliegenden 35 Wochenenden dieses Jahres, gewesen.

Schlägerei am Münchner Hauptbahnhof

Kurz nach Mitternacht kam es im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

Ein 57-jähriger Deutscher beleidigte zwei Afrikaner, einen 20-Jährigen von der Elfbeinküste und einen 24-Jährigen aus Guinea, und bedrängte diese zudem körperlich. Ein Zeuge, der die Männer beobachtet hatte, informierte daraufhin die Bundespolizei. 

Noch vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte schlug der 57-Jährige – die Aufnahme der Personalien ergab, dass der Mann aus Garching bei München stammt – dem 20-Jährigen ins Gesicht und zerriss sein T-Shirt.

Auf der Dienststelle der Bundespolizei wurde die blutige Lippe des Angegriffenen umgehend von Sanitätern behandelt. 

Wie sich herausstellte, hatte der 57-Jährige bereits um 22:40 Uhr einen Platzverweis für den Hauptbahnhof von der Bundespolizei erhalten. Bei ihm wurde eine Atemalkoholkonzentration von 3,32 Promille gemessen.

Gegen den Mann wird nun von der Bundespolizei wegen Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch ermittelt. Die Ermittlungen zu den rassistischen Äußerungen werden vom zuständigen Kommissariat des Polizeipräsidiums München geführt.

Angriff auf Beamte in Pasing

Am Pasinger Bahnhof kam es kurz vor vier Uhr zu einem Zahlungsstreit in einem Schnellrestaurant. Ein 34-jähriger Pole, der diesen schlichten wollte, geriet dabei an einen 24-jährigen Deutschen. Die Polizei wurde alarmiert.

Bei der Sachverhaltsaufklärung beleidigte der 24-Jährige aus Hadern die Beamten und versuchte die Örtlichkeit zu verlassen. Dabei schlug er in Richtung eines Beamten. Als wäre das nicht genug, riss er sich auch noch seinen Rucksack vom Rücken und schleuderte ihn gegen die Beine eines weiteren anwesenden Beamten.

Im Gewahrsam der Bundespolizei versuchte der mit 1,74 Promille alkoholisierte Haderner sich selbst zu verletzen. Deswegen, und weil er auch im Gewahrsam dauerhaft angriffslustig blieb, musste er auch an den Füßen gefesselt werden.

Gegen ihn wird von der Bundespolizei wegen Tätlichem Angriff und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie versuchter Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Mehrere Prügeleien am Ostbahnhof

Kurz nach fünf Uhr schlug ein 23-jähriger Mann einer 27-jährigen Frau, wie ihre Papiere belegen, stammen bei aus Nigeria, am Ostbahnhof ins Gesicht. Sie erlitt dabei eine Platzwunde an der Lippe, verzichtete später aber auf ärztliche Versorgung. 

Nach ersten Ermittlungen hatte die Auseinandersetzung bereits in einer S-Bahn begonnen. Beim Eintreffen der Bundespolizei hatte der 23-jährige Afrikaner zudem eine Platzwunde am Kopf, zu deren Herkunft er sich ausschwieg. Beide waren mit 2,26 bzw. 0,62 Promille alkoholisiert.

Der 27-Jährige, gegen den wegen Körperverletzung ermittelt wird, wurde von Sanitätern untersucht, eine Mitnahme ins Krankenhaus war nicht erforderlich.

Gefährliche Körperverletzung im Rausch

Zu einer weiteren Situation mit gefährlichen Körperverletzung kam es außerdem gegen kurz vor sechs im Bahnhofsgebäude. Hier war ein mit 2,6 Promille alkoholisierter 45-jähriger Deutscher mit einem 62-jährigen türkischen Reiniger der Deutschen Bahn in Streit geraten.

Während zweiterer angab, der 45-Jährige aus Ramersdorf hätte ihm mit einer Bierflasche gegen den Kopf geschlagen, meinte dieser, die Glasflasche wäre durch den Besen des 62-Jährigen zu Bruch gegangen. 

Der genaue Hergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Schlägerei mehrerer junger Männer

Nur wenige Minuten später kam es zu verbalen Auseinandersetzungen mehrerer Personen.Währenddessen sollen sich ein 24- und ein 23-Jähriger Deutscher geschlagen haben.  Als der Ältere der beiden daraufhin flüchten wollte, versuchte ihn ein 21-Jähriger Deutscher aus der Gruppe festzuhalten.

Im Anschluss soll der 23-Jährige den 24-Jährigen in den Schwitzkasten genommen haben, während der 21-Jährige auf den Festgehaltenen einschlug.

Zum genauen Tathergang liegen derzeit keine weiteren Informationen vor.

Quelle: Bundespolizeiinspektion München/reb

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