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Das kickende Rathauszimmer

Frauen-Fußball: Stadtrats-Elf fiebert bei WM mit – und setzt seit Jahren ein Zeichen

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Auf dem Rathausbalkon: Die weibliche Stadtrats-Elf um Beatrix Zurek (zweite von rechts) und Gabi Hackenbuchner (mit Ball und rechts), die früher für den FC Bayern kickte.

Wenn unsere Frauen-Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich kickt, dann fiebert auch die weibliche Stadtrats-Elf mit. Warum das Team vor zehn Jahren gegründet wurde und wer heute dabei ist...

Von wegen, Fußball ist ein Männersport. Zur Frauenfußball-WM, bei der die deutsche Nationalmannschaft es mit toller Leistung aktuell ins Viertelfinale geschafft hat, fiebern auch sie alle mit: die Frauen-Elf des Münchner Stadtrats.

Die Idee zur Frauen-Elf kam spontan bei der Stadtrats-Weihnachtsfeier 2008, gegründet wurde das Team ein Jahr später. Bis heute wird jeden Donnerstag in einer Turnhalle an der Lindwurmstraße eifrig trainiert. 

Beatrix Zurek hat damals alles in die Wege geleitet: „Ich fragte mich: Warum sollten eigentlich die Männer eine Stadtratsfußballmannschaft haben, die Frauen aber nicht? Meine Kollegin, Stadträtin Verena Dietl, und ich haben deshalb die Gründung der Frauenmannschaft initiiert. Wir waren mit Feuer und Flamme dabei.“ 

Zurek, auch Halbmarathon-Läuferin und heute Leiterin des Referats für Bildung und Sport, bedauert: „Früher bin ich jede Woche zum Training gegangen. Das schaffe ich derzeit leider nicht mehr.“

Gabi Hackenbuchner, Personalrätin der Landeshauptstadt und ehemalige FC Bayern-Spielerin

Gabi Hackenbuchner, Personalrätin der Landeshauptstadt und ehemalige FC Bayern-Spielerin, hält das Team als Trainerin auf Trab: „Wir spielen ja aus Gaudi. Die Hierarchien spielen bei uns keine Rolle – egal ob Schreibkraft oder Stadträtin, Fairness zählt, der Spaß und der Spielgeist.“ 

Sie selbst erinnert sich an ihre aktive Zeit auf dem Rasen: „Fußball war und ist noch immer eine Männerdomäne. Früher, als wir Frauen vom FCB 1982 und 1985 im Endspiel zur Deutschen Meisterschaft waren, hat man uns belächelt.“ Seitdem hat sich aber schon etwas getan, die Frauen-Stadtratsmannschaft spielt ganz selbstverständlich. 

Hackenbuchner: „Unser größter Erfolg war einmal ein Dreierturnier beim SV 1880 München. Die anderen Mannschaften haben in höheren Ligen gespielt, aber wir haben trotzdem Platz zwei gemacht und sogar einen Pokal gewonnen!“ 

Wie sie begrüßt Zurek das weibliche Engagement ums runde Leder: „Wenn Frauen Fußball spielen, ist das einfach ein starkes Signal für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Deshalb kann ich nur jedem Mädchen und jeder Frau sagen: Wenn es Euch Spaß macht, dann spielt Fußball, es ist ein wunderbarer Sport.“

Hackenbuchner drückt auch den deutschen WM-Damen alle Daumen: „Wenn es jetzt noch nicht fürs Finale reicht, dann in vier Jahren!“

Marie-Julie Hlawica

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