Eine Frau und drei Männer angeklagt

Mit Drogen und Gewalt gefügig gemacht – Zuhälter wegen Zwangsprostitution vor Gericht

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Prostituierte wurden misshandelt, unter Drogen gesetzt und gefangen gehalten. 

Die Opfer wurden über ein Jahr misshandelt und gefangen gehalten. Wie es dazu kam und was der Drogenhandel dabei für eine Rolle spielte...

München – Weil sie neun Frauen über ein Jahr lang zur Prostitution gezwungen haben sollen, müssen sich vier Angeklagte von Dienstag (9.00 Uhr) an vor dem Landgericht München I verantworten. 

Ihre aus Ungarn, Bulgarien und Rumänien stammenden Opfer hatten laut Staatsanwaltschaft von Februar 2017 bis August 2018 in einem Münchner Bordell arbeiten müssen. 

Die mutmaßlichen Zuhälter, eine Frau und drei Männer mit ungarischer und deutscher Staatsbürgerschaft, sollen sich die Zwangsprostituierten mit Gewalt und Drohungen gefügig gemacht haben.

Die Frauen sollen teils von weiteren, unbekannten Zuhältern für das Bordell, eine zugehörige Table-Dance-Bar und einen Escort-Service angeworben worden sein. Die Angeklagten hätten die Prostituierten misshandelt und ihnen einen Großteil der Einkünfte abgenommen. Sie hätten die Opfer in dem Bordell regelrecht eingesperrt. 

Drei der Angeklagten bauten der Staatsanwaltschaft zufolge parallel zum Rotlichtgeschäft einen Handel mit Drogen auf. Diese sollen teilweise von den Prostituierten an Freier übergeben worden sein.

Die Anklage lautet unter anderem auf Zwangsprostitution, Zuhälterei und Menschenhandel. Für das Verfahren sind zunächst 20 Termine bis Mitte November angesetzt.

Quelle: dpa/lby/jh

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