Oberflächengestaltung am Thomas-Wimmer-Ring

Engstelle am Altstadtring – Autofahrspuren sollen für Radwege weichen

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Momentan ist auf der Elisenstraße noch viel Platz für Autos. Bald sollen jedoch Fahrspuren und womöglich auch Parkplätze für Radwege weichen. 

Die Stadt präsentierte ein neues Verkehrskonzept für den Thomas-Wimmer-Ring. Grund ist das Bürgerbegehren Altstadt-Radlring und der Bau einer Tiefgarage.

Altstadt – Das Thema Altstadt-Radlring stand erneut auf der Tagesordnung des Stadtrats. Konkret ging es dabei um die Oberflächengestaltung am Thomas-Wimmer-Ring nach der Fertigstellung der Tiefgarage, die dort durch einen privaten Bauherren entsteht. Die Stadt präsentierte am Mittwoch ein neues Verkehrskonzept, wie es dort künftig aussehen könnte. 

Grundlage dafür ist das Bürgerbegehren Altstadt-Radlring, das auf deutlich breitere Radwege sowie eine hohe Sicherheit im Radverkehr abzielt. Ein solches Vorhaben sei jedoch nur realisierbar, wenn Platz für den Autoverkehr wegfällt. Im Gegensatz zum aktuellen Verkehrskonzept, plant die Stadt deshalb den Altstadtring in beide Richtungen um eine Fahrspur zu reduzieren. In Richtung Isartor soll es statt drei nur zwei Fahrspuren geben, in Richtung Maximilianstraße soll nur eine Spur verbleiben. 

Der Vorschlag der Verwaltung sieht wie folgt aus:

In Richtung Altstadt soll der Radweg zwischen Häuserwand und Tiefgaragenrampe führen. Obwohl dabei eine Engstelle für den Rad- und Fußverkehr entsteht, könne laut Beschlussvorlage „eine Kreuzung des Radverkehrs mit dem Kfz-Verkehr der Tiefgarage vermieden werden“. Für die Radwege ins Lehel schlägt die Stadt eine Variante vor, in welcher der Radweg über die Grünfläche hinter der Tiefgarage geführt wird. 

Bereits im Dezember hat der Stadtrat ein erstes Paket an Maßnahmen für den Münchner Radverkehr beschlossen. Auch in diesem Zug sollen zahlreiche Fahrstreifen wegfallen. In der Brienner Straße, zwischen Richard-Wagner-Straße und Karolinenplatz, soll es künftig nur zwei statt vier Fahrstreifen geben. Auch die Elisenstraße ist betroffen: Je ein Fahrstreifen pro Richtung soll weichen – optional auch mit dem Wegfall von etwa 45 Parkplätzen. 

Über die fertigen Pläne entscheidet der Stadtrat noch in diesem Jahr

Wolfgang Fischer, Geschäftsführer von CityPartner sieht die Planungen kritisch. Auch wenn es dort keine direkten Anlieger gibt, handle es sich bei der Elisen- und der Brienner Straße um Haupterschließungsstraßen der Altstadt für den Münchner Westen. Einen entscheidenden Faktor für die Geschäfte im Zentrum sieht er nämlich in der Erreichbarkeit der Altstadt und so fordert er in einem gemeinsamen Statement mit der IHK: „Benötigt wird ein Sofortprogramm für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie ein bedarfsorientiertes Parkraumkonzept.“ 

kf

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