Die Verwaltung der Zukunft?

KVR 2.0: IT-Referent Thomas Bönig über die digitale Zukunft

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Verantwortlich für den technischen Fortschritt Münchens: Thomas Bönig.

Man stelle sich vor einen neuen Pass oder eine Meldebescheinigung zu beantragen, ohne stundenlang beim KVR warten zu müssen. Ist so etwas künftig möglich? Thomas Bönig klärt auf.

„Wenn Bürger bei Technik-Unternehmen wie Amazon oder Google sehen, wie einfach es zum Beispiel ist, einen Fernseher zu bestellen oder Informationen zu finden, verlangen sie völlig zurecht vereinfachte digitale Prozesse auch von der Verwaltung“, sagt IT-Referent Thomas Bönig

Aus diesem Grund stellt er jetzt dem Stadtrat die Digitalisierungsstrategie „München.Digital. Erleben“ (www.muenchen.digital) vor. Ein Schwerpunktthema: das Kreisverwaltungsreferat fit für die IT-Zukunft zu machen. Ein Beispiel, das sich Bönig vorstellen könnte: ein Ausweis, der sich automatisch erneuert: „Der Ausweis läuft bald ab, der Bürger wird darüber aktiv informiert, dass der fertige Ausweis in wenigen Tagen abholbereit ist.“

Dass es in Zukunft überhaupt keine Behördengänge mehr braucht, wird eher nicht der Fall sein. Es sei „zur Zeit aus rein juristischen Gründen noch nicht möglich“ und man müsse sich fragen, ob es überhaupt wünschenswert wäre, wenn alle Angelegenheiten, etwa auch Waffenregistrierungen, online erledigt werden können, so der IT-Referent.

Digitalisierung ist für Bönig auch Bürokratieabbau. Und Bürgernähe. Die Digitalisierungsstrategie sieht hier vermehrt Plattformen und Apps vor. Wo sind öffentliche Toiletten, wo sind Ärzte? Das soll mit wenigen Klicks anzeigbar sein. 

Eine Quartiers­app Domagkpark, wie von der CSU gefordert, geht für Bönig nicht weit genug. Services, die im Viertel nützlich wären, etwa eine Tauschbörse für Nachbarn, könnten zukünftig in die stadtweite „SmartCity App“ integriert werden.  

Sebastian Obermeir

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