Diese Frauen – echt stark!

Zum Weltfrauentag stellt Hallo Münchner Vorbilder vor

Leiterin der Weltmusikband Embryo, Marja Burchard
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Leiterin der Weltmusikband Embryo, Marja Burchard

Sie glänzen durch besonderes Engagement und beweisen Standhaftigkeit in der Männerwelt. Diese Frauen sind anlässlich des Weltfrauentages besonders hervorzuheben. 

Vollgas – im Lkw und am Schlagzeug

Sie ist Boss auf der Bühne und hinter der Bühne: Marja Burchard leitet die Weltmusikband Embryo. Die 33-Jährige managt Auftritte und Tour, kennt sich mit Bühnentechnik mindestens genauso gut aus wie mit der Gitarre – und fährt den Tour-Lastwagen ganz einfach selbst. 

„Als ich den Lkw-Führerschein machte, sagten alle im Zimmer: Du bist falsch hier, Klasse B ist drüben“, sagt sie und grinst. Sie nahm es mit Humor. Für die Musikerin war nichts ungewöhnlich daran, als Frau Lkw zu fahren. „Ich bin gleichberechtigt aufgewachsen.“ Schon als Mädl schlug sie den Beat am Schlagzeug. 

Heute beherrscht Burchard neun Instrumente, singt, komponiert, spricht Russisch, Französisch, Englisch und hat beinahe die ganze Welt bereist. Der Lastwagen ist schon gepackt für die nächste Tour. Nach Marokko. 

Hanni Kinadeter 

Die erste deutsche Astronautin?

Unter den ohnehin nur 63 Frauen, die bisher ins All geflogen sind, ist keine Deutsche. Zum Vergleich: Mehr als 500 Männer waren bereits im Weltraum. Suzanna Randall will das ändern. Die 40-jährige Astrophysikerin trainiert im Rahmen der privaten Initiative „Die Astronautin“ für einen Flug zur ISS. 

Astrophysikerin Suzanna Randall

Zusammen mit der Meteorologin Insa Thiele-Eich hatte sie sich gegen 400 Mitbewerberinnen durch gesetzt. Eine von beiden wird voraussichtlich 2021 zehn Tage auf der ISS verbringen und wissenschaftliche Untersuchungen durchführen, vor allem zur Reaktion des weiblichen Körpers auf Schwerelosigkeit. Finanziert wird das 50-Millionen-Euro-Projekt durch Spenden – im Gegensatz zu allen männlichen Astronauten, die mit Hilfe von Steuergeldern der Bundesregierung ins All geflogen sind.

Daniela Borsutzky

So gibt sie Gutes an Andere zurück

Jede Woche unterstützt Eva-Sophie Koch die Neuhauser Ausgabestelle der Münchner Tafel mit Zusatzspenden, zu Ostern gibt’s weitere Extra-Schmankerl. Bedürftige in Alten- und Obdachlosenheimen können ebenfalls auf ihre Hilfe hoffen, ebenso andere sozial Schwache, die plötzlich in Not geraten. 

Eva-Sophie Koch unterstützt Bedürftige in Alten- und Obdachlosenheimen.

Möglich macht es die Koch-Ebersperger-Stiftung, die sie 2012 zusammen mit ihrem Mann Ralf Ebersperger gegründet hat. Vorausgegangen sind bereits einige andere Hilfsprojekte und Initiativen wie die Kinderintegrationshilfe Neuhausen und der Verein „Im Alter Daheim“. Ihre Motivation: „Mit Hilfe der Menschen und Institutionen, die mich in meinem Leben unterstützt haben, habe ich meine Mitte gefunden. Das, was ich bekommen habe, möchte ich jetzt an Personen in Not, vor allem an alte und bedürftige Menschen zurückgeben.“ 

Neben ihrem sozialen Engagement hat Eva-Sophie Koch zudem ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Geboren 1968 in der Türkei, kam sie mit elf Jahren nach Deutschland und meisterte viele private wie berufliche Herausforderungen. 2006 gründete Koch das „Netzwerk für Gesundheit und Pflege“ zur Betreuung von hilfs- und pflegebedürftigen Menschen. Daraus ist ein Betrieb mit rund 90 Beschäftigten entstanden. Er umfasst einen Pflegedienst und zahlreiche betreute Wohngemeinschaften. 

Ursula Löschau

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