Bühne für die Kandidaten

Die Wahlplakate im Test: Top oder Flop

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Professorin Annika Sehl und Professor Ben Santo haben für Hallo die Münchner Wahlplakate analysiert.

Beim Betrachten der Wahlplakate werden unterschiedliche Assoziationen in uns geweckt. Mit welchen Mitteln wird dies erreicht?Hallo im Gespräch mit zwei Experten... 

München: Wohin das Auge sieht – überall hängen in München derzeit Plakate mit Wahlwerbung. Zwei Experten haben sie für Hallo unter die Lupe genommen. 

Eine Kurzanalyse finden sie hier:

Bildergalerie - Wahlplakate

„Das Design ist, insbesondere durch die weiße Freifläche, nüchtern und zurückhaltend. Es fällt aber gerade so zwischen den Plakaten der Konkurrenz auf", meint Annika Sehl. © andy
"Das Porträt ist etwas zurückgenommen und klein für ein Kandidatenfoto. Die Botschaft ist: Man kennt ihn und muss ihn nicht mehr bekannt machen“, sagt Sehl.  © andy
"Die CSU hat in ihrem Konzept Plakate, die aus zwei Teilen bestehen. Nur zusammen ergeben sie meist Sinn", so Sehl. Dieses Plakat alleine erschließe sich erstmal nicht so ganz. © rea
"Das U-Bahn-Linien-Plakat löst dann auf. Wobei die Plakate auch in der Kombination nicht immer schnell zu erfassen und zu verstehen sind." © rea
„Das geht klar gegen Rot-Grün. Die CSU betont, dass sie mithilfe neuer Technologien nach Lösungen suchen will, die ökologisch, aber nicht gegen das Auto gerichtet sind." © andy
"Die goldenen Ohrringe, die Frau Frank trägt, schaffen einen wertigen Farbklang. Blau und gold wird in der religösen Ikonographie gerne verwendet", sagt Ben Santo. © rea
"Die München-Symbole sind in einem schrillen Pink, das sehr kontrastiert zum Grün. Das wirkt weiblich, anders – nicht konservativ, nicht behäbig." © andy
Dieses Plakat greife ein greift ein Lebensgefühl auf, für das die Grünen stünden: Offenheit und Zusammenhalt, meint Sehl. © andy
"Ein professionelles Foto, das Blau zeigt Stärke und lässt Habenschaden seriös wirken, ist aber nicht so ernsthaft wie in Schwarz", meint Santo.  © tgg
"Gelb transportiert strahlende Lebensfreude. Das Cyanblau und das Magenta wirken dazu frisch, bunt und zuversichtlich", sagt Santo. © andy
"Das Plakat ist sehr clean gehalten und setzt auf Piktogramme sowie wenig Text. Optisch ist das ansprechend", meint Sehl. © andy
"Die Personen sind freigestellt und ihnen wird Prägnanz durch Schatten verliehen, die jedoch zu der Lichtführung auf dem Bild nicht passt", sagt Santo. © privat
"Das Orange leuchtet freundlich, fröhlich und optimistisch – wirkt jedoch nicht ganz so seriös", meint Santo. © andy
"Mit dieser Bilanz kann die ödp zeigen, dass man auch als kleine Partei aus der Opposition heraus Forderungen vorbringen und mitgestalten kann", lobt Sehl. © andy
Santo sagt: "Im Kontrast zu den Farben wirkt das Bild sehr klassisch. Das weiße Hemd betont Seriosität." © tgg
Dunkles Violett sei eine außergewöhnliche Farbe, findet Santo: "Es kann geheimnisvoll und mächtig wirken." © andy
"Das Plakat ist einfach in der Wortwahl und verwendet wenige Schlüsselbegriffe wie „Heimat“ links unten. Es ist aber nicht besonders emotionalisierend und wirkt leicht beliebig", sagt Sehl. © tgg
"Die flatternde Fahnen stehen für Kraft, der schreiende Löwe symbolisiert wehrhaftes Verhalten und Dominanz", so Santo. © andy

Professor Annika Sehl lehrt an der Bundeswehr-Universität. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Publikumsforschung. Sie weiß also, wie Slogans und Bilder wirken: „Es ist interessant, dass Wahlplakate in Zeiten des Internets noch immer einen hohen Stellenwert haben. Es wird viel Geld dafür ausgegeben und auch Zeit investiert, sie aufzuhängen. Im Internet kann Wahlwerbung zudem besser personalisiert werden. Ziel der Plakate ist es aber, überhaupt darauf aufmerksam zu machen, dass eine Wahl ansteht. Außerdem wollen die Parteien ihre eigenen Positionen und ihre Spitzenkandidatinnen und -kandidaten bekannt machen.“

Dekan an der Fakultät für Design der Hochschule München, Ben Santo

Professor Ben Santo hat die Plakate hinsichtlich ihres Layouts analysiert. Er ist Dekan an der Fakultät für Design der Hochschule München. Er sagt: „In der allgemeinen Wahrnehmung von Menschen gibt es viele Übereinstimmungen. Dennoch beeinflussen Erfahrungen, Vorlieben und Milieu auch immer eigene Interpretationen.“

Botschaft zum Nachdenken auf Raute

Santo: „Eine Pastell-Farbe wird gemischt mit einer kräftigen Farbe, das wirkt freundlich und selbstbewusst. Mit der grünen Variante bringt man auch noch den Natur-Farbklang mit sich in Verbindung. Auf ihren Plakaten spielt die CSU mit der Bayern-Raute, die sie sehr dynamisch und scharfkantig mit frischen Farbklängen das Zusammenspiel von Tradition und Moderne inszeniert."

Sehl: „Die CSU hat in ihrem Konzept Plakate, die aus zwei Teilen bestehen, einem „Schluss mit“ und einem „Zeit für“. Nur zusammen ergeben sie meist Sinn. Beispiel: Das Ellenbogen-Plakat alleine erschließt sich erstmal nicht so ganz. Das U-Bahnlinien-Plakat löst dann auf. 

Kernaussage ist – nicht nur bei diesem Plakatduo: Es ist gerade schwierig, aber die CSU will dafür sorgen, dass es wieder entspannt wird. Wobei die Plakate auch in der Kombination nicht immer schnell zu erfassen und zu verstehen sind. Aber sie erzeugen Aufmerksamkeit und Kontroverse – und genau das ist vermutlich gewollt."

Lebensgefühl auf etwas anderem Plakat

Santo: „Die München-Symbole sind in einem schrillen pink, das sehr kontrastiert zum Grün. Das wirkt weiblich, anders – nicht konservativ, nicht behäbig. Die Pop-Art-Motive mit den Rasterpunkten erinnern an Roy Lichtenstein. Das zeigt Modernität, bringt aber auch eine Kulturkomponente mit ein. Die Botschaften sind gut verdichtet auf Plakatlänge."

Sehl: „Durch die Comic-Optik wirkt es modern, bunt und fröhlich. Der Slogan ‚Haltung statt Spaltung‘ auf dem linken Plakat ist ein klassisches Grünen-Thema. Die Partei steht für Offenheit und Zusammenhalt. Es ist ein Werturteil und greift ein Lebensgefühl auf, ohne allerdings einen exklusiven Bezug zu München zu haben. 

Es könnte auch in Berlin, Hamburg oder Köln hängen. Interessant ist, dass die abgebildeten Hände Spielraum für Interpretation lassen: Sie könnten von einem Paar unterschiedlicher Nationalität, einem Mann und einer Frau oder einem homosexuellen Paar sein.“

Seriös, selbstbewusst – und kalt

Santo: „Die stabilen Quadrate vermitteln Struktur und Organisation. Die spielerisch, lässige Anordnung und Platzierung der Bildmotive kontrastieren dies und sorgen für einen freien und flexiblen Eindruck. Der Slogan steht in einer mittleren Schriftstärke und nicht fett. Das wirkt nicht ganz so laut und vermittelt durch Understatement Selbstbewusstsein.“

Sehl: „Das Design ist, insbesondere durch die weiße Freifläche, nüchtern und zurückhaltend. Es fällt aber gerade so zwischen den Plakaten der Konkurrenz auf. Die Kacheloptik ist modern und könnte an Instagram angelehnt sein. Die Aussage „Gesagt, getan, gerecht“ ist ein Macher-Slogan, der neben Engagement und Verlässlichkeit sozialdemokratische Grundwerte betont. Der amtierende Bürgermeister braucht nicht viele Worte."

Hochhaus vor Frauenkirche

Santo zum linken Plakat: „Gelb transportiert strahlende Lebensfreude. Das Cyanblau und das Magenta wirken dazu frisch, bunt und zuversichtlich. Die Raute ist durch das weiß zurückhaltend und sauber. Die Schrift in farbigen Blöcken hinterlegt ist asymmetrisch gestaltet. Das wirkt dynamisch. 

Die Piktogramme sind schlicht und modern. Sie zeigen München hightech blau metropolenhaft. Das Stadion, der der hohe Fernsehturm und die Hochhäuser zeigen Wirtschaftskraft. Die Frauenkirche verweist auf Tradition ist aber im Verhältnis kleiner gemacht als im echten Stadtbild – hier überragt kein potentes Hochhaus die Frauenkirche. Dafür ist das Siegestor überdimensional vergrößert."

Sehl: „Die FDP verwendet ihre klassischen Parteifarben. Die Plakate sind sehr clean gehalten und setzen auf Piktogramme sowie wenig Text. Optisch ist das ansprechend. Wie die Zukunft für München, gemäß der FDP aussehen soll, wird auf dem linken Plakat nur bedingt deutlich. Aber ein Link lädt dazu ein, sich weiter über das Wahlprogramm zu informieren. Das soll auch zeigen, dass die FDP digital und modern ist. Zudem ergibt es mit anderen FDP-Plakaten in der Umgebung, die konkretere Themen darstellen, eine Einheit.“

Authentisch oder dilettantisch

Santo: „Orange ist eine sehr aktive, lebensfrohe Farbe, je nach Kontext wirkt sie jedoch auch billig. Man verbindet damit z. B. die Müll- , Baustellenwagen oder Plastik damit. Man sieht selten teure Sachen in Orange.

Der Text ist in Großbuchstaben und fetter Schrift, der wie Warnhinweise entschieden und fordernd wirkt. Weiß und der pastellblaue Hintergrund mildern diesen Eindruck wieder und unterstreichen den Eindruck einer progressiven aber freundlichen Mitte. 

Das Rathaus ist im Hintergrund. Die Sonne als Symbol der Hoffnung strahlt auf der Rathausspitze. Im Vordergrund wird die breite Basis gezeigt. Der OB-Kandidat ist größer gehalten und somit hervorgehoben, aber die Gruppe ist wichtig. Die Personen sind freigestellt und ihnen wird Prägnanz durch Schatten verliehen, die jedoch zu der Lichtführung auf dem Bild nicht passt, daher eine etwas gebastelte Eindruck, der je nach Betrachter authentisch oder dilletantisch wirken kann."

Sehl: „Die Plakate sehen aus wie ein Foto aus dem Familienalbum. Es befinden sich keine Einzelpersonen, sondern gleich zehn Kandidaten darauf. Dadurch wirken sie unübersichtlich und unruhig. Aber die Freien Wähler wollen zeigen, dass sie ein starkes Team sind. Um das Rathaus im Hintergrund zu sehen, muss man schon sehr genau hinschauen. Mit ihren Slogans wollen sie zeigen, dass sie sich um die Stadt kümmern.“

Seltene Bilanz

Santo: „Auch hier wird mit vertrauensvollen, sauberen Blau gearbeitet. Das orange leuchtet freundlich, fröhlich und optimistisch – wirkt jedoch nicht ganz so seriös. Die Schrift läuft bewusst unruhig, mit versetzter Grundlinie. Dadurch wirkt sie authentisch – wie handgemachte Protestbewegungs-Typografie."

Sehl: „Die Farben sind knallig. Das rechte Plakat soll eine Macher-Mentalität ausdrücken, aber unklar bleibt, was die ödp genau machen will. Es warnt vor ‚Wachstumswahn‘ und arbeitet mit einer Gegenüberstellung zu einem traditionell aussehenden Stadtviertel. Insgesamt ist das Plakat sehr voll und unruhig.

Das linke Plakat zeigt eine Erfolgsbilanz. Es ist selten, dass eine Oppositionspartei eine Erfolgsbilanz in dieser Art aufstellt. Aber die ödp hat es als kleine Partei nicht leicht, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Insofern hat es eine gewisse Logik, sich so zu verkaufen. So kann die ödp zeigen, dass man auch als kleine Partei aus der Opposition heraus Forderungen vorbringen und mitgestalten kann.“

Romantisch oder kitschig? 

Santo: „Die Partei arbeitet mit den Farben des Freistaats Weiß und Blau. Auf dem Plakat gibt es eine auffällige Schriftmischung. Bayernpartei ist in einer freundlichen „Biergartenschrift“ gehalten, dazu steht im Gegensatz eine sachliche Powerpointschrift. 

Die flatternde Fahnen stehen für Kraft, der schreiende Löwe symbolisiert wehrhaftes Verhalten, Dominanz: „Das ist mein Revier, das verteidige ich.“ Dieses Bild das je nach Betrachter romantisch oder kitschig wirken kann, steht in einem klaren Bruch zu der oberen sachlich gehaltenen Visualisierung."

Sehl: „Wie man es sich von der Bayernpartei vorstellt, ist es in weiß-blau gehalten. Es ist eher schlicht. Die Kernbotschaft lautet: ‚Wir wollen gesundes Wachstum.‘ Was damit genau gemeint ist und wie die Partei das erreichen will, bleibt aber unklar. Die Stammwählerschaft scheint es zu wissen.“

Freundliche Schlichtheit

Santo: „Hier finden sich die Regenbogenfarben in ihrer Symbolik, rosa aus dem Parteinamen und viel sauberes, friedliches Weiß. Die Schrift wirkt mit den Rundungen freundlich und erinnert mit den dicken Serifen an eine Schreibmaschinenschrift. Im Kontrast zu den Farben wirkt das Bild sehr klassisch. Das weiße Hemd (links) betont Seriosität und fügt sich zu dem weißen Hintergrund."

Sehl: „Der Fokus liegt auf dem Spitzenkandidaten. Auf dem Plakat befindet sich zudem relativ viel Text und es wirkt dadurch etwas wuchtig. Aber es ist durchaus clever gemacht. Der Text lässt sich Zeile für Zeile lesen und irgendein Teil der Aussage bleibt beim Betrachter vermutlich hängen.“

Selbstbewusste Zurückhaltung

Santo: „Der dominante Farbton ist Blau, eine Frabe die gern mit Vertrauen und Freundschaft verbunden wird, er wird kombiniert mit rot, einer aktiven Farbe. Diese Aktivität wird betont durch den Pfeil, der an Supermarktformsprache erinnert, der nach oben schwingt. 

Die AfD verwendet eine fette Grotesk-Schrift. Die selbstbewusst und laut wirkt aber auch zurückhaltend durch das friedliche Weiß. Zentral ist das Münchner Rathaus dem Zentrum der Entscheidungen.1909 fertiggestellt, vermittelt dieser Bau im Historismus-Formsprache eine Sehnsucht nach dem Alten, einen Blick in die Vergangenheit. 

Die Perspektive von unten lässt das Gebäude monumental wirken. Das gewählte Motiv bei Sonnenaufgang, das das Gebäude teils im Kühlen zeigt, teils im Warmen lässt auf einen schönen neuen Tag hoffen."

Sehl: „Das Plakat hat die wiedererkennbare Farbgebung der Partei. Es ist einfach in der Wortwahl und verwendet wenige Schlüsselbegriffe wie „Heimat“ links unten. Es ist aber nicht besonders emotionalisierend und wirkt leicht beliebig.“

Pulsierende Dynamik

Santo: „Dunkles Violett kann geheimnisvoll und mächtig wirken. Zauberer und Könige tragen in Zeichentrickfilmen oft purpurne Umhänge. Diese außergewöhnliche Farbe ist in Kombination gesetzt mit dem vertrauenserweckenden Blau und dem aktiven Rot. 

Die Schrift steigt schräg auf. Die Linien bilden einen Rhythmus, der unabhängig zur Schrift pulsiert. Dadurch wird die Dynamik noch gesteigert. Die Gestaltung traut sich auf Farben, Formen und Schrift zu setzen und auf ein Bild zu verzichten. Das einzige Motiv ist das kleine Europasymbol, der Kreis – das Symbol für Vollkommenheit und Ruhe – das sich aus Sternen bildet, und sich als Logo in die dynamische Komposition einfügt."

Sehl: „Die Farbgebung in Lila und Hellblau schafft eine Wohlfühlatmosphäre. Sie verwenden keine Bilder und zeigen keine Spitzenkandidatin oder -kandidaten. Der europäische Aspekt ist wichtig. Das sieht man auch an der Europaflagge. Was bei den Nachbarn gut läuft, soll es mit Volt auch hier geben.“

Freche und seriöse Herausforderinnen gegen ruhigen Amtsinhaber

Um ihre Spitzenkandidaten bei den Wählern bekannt zu machen, lächeln diese von vielen Plakaten herunter. Dabei gibt es zwischen den drei großen Parteien durchaus Unterschiede. 

„Kristina Frank und Katrin Habenschaden arbeiten mit zwei klassischen Porträts. Sie zeigen ein offenes Lächeln, schauen in die Kamera und präsentieren sich so als ansprechbar“, sagt Annika Sehl. 

Katrin Habenschaden:

Santo: „Klarer Farbklang aus drei Tönen: grün: Natur, dunkelblau: Seriosität, Kraft und gelb/gold/blond: fröhlich und kostbar. Das Wahl-Kreuz ist nicht rot, wie auf anderen Plakaten sondern fügt sich in freundlichem Gelb in die Komposition. 

Die Schrift ist in kursiv und geht aufsteigend schräg nach oben, dies entfaltet eine hohe Dynamik, die von dem friedlichen sauberen Weiß kontrastiert wird. Ebenfalls ein professionelles Foto, das Blau zeigt Stärke und lässt seriös wirken, ist aber nicht so ernsthaft wie schwarz. Die modernen Ohrringe nehmen den Farbklang auf."

Kristina Frank:

Santo: „Der dominante Farbklang ist Blau. Frau Frank trägt tiefes, kraftvolles Dunkelblau, das Seriosität und Entscheidungskraft visualisiert. Der Hintergrund hat ein pastelles, zartes Hellblau. Die Schriftform wirkt nüchtern und modern. Das Wort München ist in einer verspielten, freundlichen Schrift gehalten und könnte vor einem Laden im Glockenbachviertel stehen. 

Ein professionelles Foto, gut ausgeleuchtet mit schönem weichem Licht. Die goldenen Ohrringe, die Frau Frank trägt, schaffen einen wertigen Farbklang. Blau- und gold wird in der religösen Ikonographie gerne verwendet, z. B. bei Mariendarstellungen. Gleichzeitig haben die Ohrringe eine freundlich-moderne Herzform."

Dieter Reiter:

Santo: „Dominant sind rot und ein sauberes weiß, Rot ist die aktive Farbe der sozialen Bewegung. Es ist eine freundliche Grotesk-Schrift, sehr seriös. Der Slogan ist in Medium- Strichstärke gehalten, nicht in bold. Das wirkt nicht ganz so laut und vermittelt durch Understatement ein gewisses Selbstbewusstsein. 

Es zeigt Dieter Reiter als Portrait, aber durch die Stückelung facettenreich und vielfältig angeordnet. Die vielen verschiedenenen kleinen Bilder haben eine gewisse Dynamik, das ruhige Umfeld durch den großen weißen Rahmen gibt dem Inhalt wieder Kraft sich im unruhigen städitischen Umfeld durchzusetzen."

Andreas Schwarzbauer/Maren Kowitz

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