Das sind die Groß-Projekte des Planungsreferats 2019

München wächst in die Breite

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Die Pläne für den zweiten Realisierungsabschnitt im Neubaugebiet Freiham werden konkret.

München – Nach Westen, Osten, Norden – München dehnt sich aus. Die Stadtverwaltung hat alle Hände voll zu tun, um große Projekte zu planen. Welche das 2019 sind, lesen Sie hier.

Die Pläne für die neue Multifunktions-Sportarena im Olympiapark nehmen eine konkrete Form an. Derzeit kommen für die Umsetzung der Sportarena mit gut 11 000 Zuschauerplätzen sowie drei weiteren Eissportflächen für Training und Breitensport zwei Entwürfe in Frage. 

Diese beiden Entwürfe kommen für die neue Multifunktions-Arena in Frage.

Die Red Bull Stadion München GmbH als Ausloberin wird noch entscheiden, welcher Entwurf letztlich umgesetzt wird oder ob es gar eine Mischung aus beiden wird. Dann muss nur noch der Stadtrat grünes Licht geben – was voraussichtlich Ende Februar der Fall sein wird – und der Bau kann noch im selben Jahr beginnen. Bis Herbst 2021 könnte das neue Sportzentrum fertig sein.

Wohnraum für etwa 7000 Menschen

Die Pläne für den zweiten Realisierungsabschnitt im Neubaugebiet Freiham werden konkret.

Im Münchner Westen werden die Pläne für den zweiten Realisierungsabschnitt (RA) des neuen Stadtviertels Freiham konkreter. Dieser liegt an der Hauptachse des ersten Realisierungsabschnitts, der sogenannten „Aubinger Allee“, sowie östlich des Landschaftsparks und umfasst rund 55 Hektar. Im ersten Quartal des kommenden Jahres wird ein Bebauungsplan für den ersten Bauabschnitt im Süden des zweiten RA erstellt. Dort soll Wohnraum für etwa 7000 Menschen entstehen sowie zehn Kindertageseinrichtungen, eine Grundschule, eine Mittelschule und ein Schulschwimmbad.

Lesen Sie auch: Aubinger diskutieren über Entwürfe für die Bebauung in Freiham

Ideenwettbewerb für SEM im Nordosten

Landwirte protestieren gegen die SEM.

Im Norden hat die Koalition aus CSU und SPD die Pläne für eine Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) fallen gelassen. SEM ist ein Instrument, mit dem Grundstücke enteignet werden können. Aber im Münchner Nord­osten unternimmt die Stadt nun einen neuen Anlauf. Im kommenden Jahr soll ein offener städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb durchgeführt werden. Dafür legt der Stadtrat zu Beginn des Jahres die Wettbewerbsvorgaben fest. Anfang 2020 soll das Ergebnis vorliegen. Auch wenn die Planung voranschreitet, steht noch nicht fest, ob es die SEM im Nordosten geben wird. Seitens Anwohnern, Landwirten, die sich um eine mögliche Enteignung sorgen, und manchen Politikern gab es bisher massiven Widerstand.Sollte es zur SEM im Nordosten kommen, würde das ein Gebiet von rund 600 Hektar Fläche betreffen, das gegenwärtig zu 95 Prozent landwirtschaftlich genutzt wird. Das Areal grenzt an die Stadtviertel Bogenhausen und Riem sowie an die Gemeinde Aschheim an. Dort sollen bis zu 30 000 Menschen Wohnraum finden.

Hochhausstudie wird fertiggestellt

Das Planungsreferat entwickelt eine Hochhausstudie von 1995 weiter. Es wird geprüft, ob und wo es Bereiche gibt, die für Hochhäuser besonders geeignet sind. Darüber hinaus werden Qualitätskriterien für die Planung und Beurteilung von künftigen Hochhausprojekten definiert. Im Sommer 2019 soll die Studie fertig sein. „Sobald die Studie erstellt ist, werden die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit und in der Kommission für Stadtgestaltung diskutiert. Über das weitere Vorgeben entscheidet der Stadtrat“, sagt Thorsten Vogel, Sprecher des Planungsreferats.

Bürgerbeteiligung bei Mobilitätsplan

Derzeit entwickelt die Stadtverwaltung einen allumfassenden Mobilitätsplan für München (MobiMUC). Dieser beinhaltet die Themenfelder Nahmobilität, Umwelt, Öffentlicher Verkehr, Region und Innovation. Für die Aufstellung des Plans ist im kommenden Jahr eine weitreichende Bürgerbeteiligungsphase mit Stadtbereichsveranstaltungen und Möglichkeiten zur Online-Teilnahme vorgesehen.

Laura Felbinger

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