Deutscher Wetterdienst warnt

Unwetterwarnung: Schwere Gewitter, Starkregen und Hagel erwartet

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In München wird Starkregen erwartet.

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor schweren Gewitter, Starkregen und Hagel.

  • Regenmassen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter
  • 31 Grad warm
  • Hagelkörner bis zu vier Zentimeter 

München - Seit Tagen herrschen in und um München Hitzetemperaturen um die 35 Grad. Aber ab heute wird es vielerorts ordentlich Krachen ...

Update 1. Juli:

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor schweren Gewitter, Starkregen und Hagel. Es seien Hagelkörner von bis zu vier Zentimeter Durchmesser möglich. Außerdem kann es zu Sturmböen um die 100 km/h kommen.

Update 22. Mai:

Wie die Deutsche Bahn soeben mitteilte, ist der Zugverkehr in Bayern nach dem Hochwasser auf allen Strecken wieder aufgenommen. Alle Züge fahren wieder planmäßig.

Update 21. Mai:

Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen, steigen auch die Pegelstände der umliegenden Flüsse und Bäche stetig an. In München hat der Isarpegel bereits die zweite Hochwasser-Warnstufe überschritten. Jetzt meldet auch die Deutsche Bahn (DB) witterungsbedingte Behinderungen im Bahnverkehr. Konkret bedeutet das für Zugreisende Folgendes:

  • Auf Grund eines Oberleitungsschadens durch einen Baum kommt es auf der S-Bahnstrecke S 2 zwischen Erding und Markt Schwaben zu Beeinträchtigungen
  • Folgende Bahnstrecken sind derzeit komplett gesperrt:

- Immenstadt – Kempten (Hochwasser)

- Immenstadt – Oberstdorf (Hochwasser)

- Garmisch-Partenkirchen – Murnau (Hochwasser)

- Erding – Markt Schwaben (Oberleitungsstörung)

Die DB informiert über weitere Veränderungen im Bahnverkehr unter: www.bahn.de/streckenagent

20 Jahre nach heftigem Pfingsthochwasser: Pegel steigen wieder

2010 trat die Würm an der Mergenthalerstraße über die Ufer. Der neu angelegte Seitenarm konnte die Folgen aber abschwächen.

Die Rad- und Fußwege sowie die Stege und Brücken an der Isar sind aktuell gesperrt, die Obdachlosenlager unter den Brücken geräumt. Aufgrund der heftigen Niederschläge hat der Pegel der Isar am 21. Mai die Dreieinhalb-Meter-Marke überschritten und steigt weiter. Am Wochenende lag er noch unter einem Meter.

In tieferliegenden Stadtvierteln nahe der Isar, wie der Au oder Untergiesing, sei mit ansteigendem Grundwasser zu rechnen, das bei Altbauten in die Keller drücken könnte, teilt der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes München, Christian Leeb, mit. „Das Hochwasser selbst wird München wohl schadlos passieren.“ Grund dafür sind die Lehren, die Stadt und Freistaat aus dem Pfingsthochwasser von 1999 zogen.

Zwar habe es dank des Sylvensteinspeichers, der die Flut weitgehend zurückhielt, vor 20 Jahren direkt in München keine größeren Schäden gegeben. Dennoch hätten Pegelstände von bis zu 4,69 Metern „deutlich gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht“, so Leeb. 2001 wurde ein Hochwasseraktionsplan erstellt – erste Maßnahmen waren, das Flussbett der Isar auszuweiten und Seitenarme zu schaffen. Das Wasserwirtschafts­amt verstärkte bestehende Deiche und schüttete neue auf.

Auch Münchens zweiter Fluss, die Würm, bekam neue Seitenarme. Und das Wasserwirtschaftsamt gab seitdem mehrere Studien in Auftrag, wie Anwohner besser vor Hochwasser geschützt werden könnten. Für München sollen erste Ergebnisse in diesem Sommer vorliegen.

Andreas Schwarzbauer

„Starkregen kommt für die Menschen überraschender“

Einigen ist das noch nicht genug: Die Bayerische Architektenkammer, die Ingenieurekammer, die Vereinigung für Wasserwirtschaft und der Handwerkstag werden jetzt aktiv. Sie wollen die Bauherren und Kommunen stärker für das Thema Hochwasserschutz und Klimawandel beim Planen und Bauen sensibilisieren. Dafür haben sie Vorschläge entwickelt. „Es geht dabei nicht nur um die Flüsse, sondern auch um den Starkregen“, sagt die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Christine Degenhart. Er komme für die Menschen überraschender als Hochwasser und häufig könne die Kanalisation das ganze Wasser nicht aufnehmen.

Um die Folgen abzumildern, seien genügend Grünflächen entscheidend. Zunächst einmal speichere ein Erdboden mit verschiedenen Schichten das Wasser länger. „Auf einer Betonfläche rauscht es einfach weg“, sagt Degenhart. Zum anderen könne man in Grünanlagen Mulden oder unterirdische Speicher anlegen, die das Regenwasser eine Weile halten und nur langsam abgeben. Auch Dachbegrünungen hätten einen Effekt. Aber auch bei der Planung von Gebäuden ließen sich viele Folgen von Hochwasser und Starkregen abmildern. Beispielsweise könne man das Gelände so aufschütten, dass das Wasser vom Gebäude weg fließe. Zudem müssten die Keller dicht sein. Generell gilt für Degenhart: „Wenn man nachbessern muss, ist es schwieriger und teurer.“

Andreas Schwarzbauer

Unwetterwarnung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab heute morgen eine erste Wetterwarnung für den Süden Deutschlands raus. Im Bereich München wurde eine Wetterwarnung der Stufe drei von vier ausgesprochen. Es kommt in den nächsten Tagen zu starken Regenfällen.

Dabei kann es zu einem Unwetter mit Regenmengen zwischen 50 bis 80 Liter pro Quadratmeter kommen. Im Alpenraum werden sogar 100-140 Liter Pro Quadratmeter Regen erwartet. 

Im Alpenvorland kommt noch das derzeitige Schmelzwasser hinzu, weswegen hier der DWD sogar vor Überschwemmungen warnt. 

So wird die Temperatur

Während es dabei in Nordbayern immerhin noch bis zu 22 Grad warm wird, bleibt es unter den Regenwolken am Alpenrand mit 13 Grad recht frisch.

Hinzu kommen ab Montagabend im Süden gebietsweise Windböen bis 60 km/h.

Am Mittwoch soll es sich stellenweise etwas auflockern. Der Sommer ist allerdings auch weiterhin nicht in Sicht. 

se/DWD/dpa

Lesen Sie hier die News aus Münchens Vierteln


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