Polit-Beben im Münchner Rathaus - Stadtrat wechselt Partei, Ex-Kollegen nennen das stillos

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In geregelten Bahnen? SWM ziehen Zwischenbilanz

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700 Einsätze!

Unwetter-Bilanz der Einsatzkräfte: VKB rechnet mit 30 Millionen Euro

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Wie hier in Freising, sind auch in München zahlreiche Keller und Tiefgaragen überflutet worden.

Am Montag Abend war ganz München von einem starken Unwetter betroffen.  Die Einsatzkräfte kämpften die ganze Nacht gegen Hagel, Starkregen und Sturm. Die arbeiten dauern vielerorts immer noch an.

Am Abend des Pfingstmontags ist die Feuerwehr zu unzähligen Unwetterschäden gerufen worden. Über 700 Unwettereinsätze wurden von der Integrierten Leitstelle aufgenommen. Die Einsatzkräfte arbeiteten die Einsätze bis tief in die Nacht ab. Seit heute Morgen laufen die Nacharbeiten.

So sieht´s in München nach dem Unwetter aus

 © Florian Liebl
 © Florian Liebl
 © Florian Liebl
 © Florian Liebl
 © Florian Liebl
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Update 13. Juni:

Die Versicherungskammer Bayern berichtete am Donnerstag in einer ersten Schätzung von Schäden in Höhe von voraussichtlich 30 Millionen Euro. Der Gebäudeversicherer rechnet demnach mit rund 10 000 Schadensfällen durch Hagel und Starkregen. Die Versicherungskammer riet Kunden, Schäden sofort zu melden.

Auch die Ergo Group in Düsseldorf berichtete von mehreren Tausend Fällen in Süddeutschland, teilweise mit größerem Ausmaß. „Der Aufwand ist noch nicht absehbar - unsere Schadenregulierer sind im Dauereinsatz.“

Update 12.30 Uhr: 

Die Stadt München vermeldet soeben auf Twitter, dass mehrere Münchner Friedhöfe aktuell geschlossen sind. Alle Beisetzungen finden allerdings wie geplant statt.

Update 12 Uhr: Jetzt stellt auch die Münchner Polizei die ersten Einsatzzahlen vor

Am Montag kam es im Laufe des Abends zu fast 200 Unwettereinsätzen für die Münchner Polizei. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld bereits Windböen mit bis zu 120 km/h und Hagelkörner mit einer durchschnittlichen Größe von ca. 5 cm gemeldet und daher die höchste Warnstufe 4 ausgerufen.

Betroffen von diesem Unwetter war auch das Volksfest in Lohhof / Unterschleißheim. Nach einer Absprache zwischen der Feuerwehr, der örtlich zuständigen Kommune, dem Rettungsdienst und der Polizei, entschied man sich, das Volksfestgelände zu räumen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich ca. 1.000 Besucher auf dem Festplatz. Um die Festbesucher adäquat unterzubringen, konnten Räume in einer nahe gelegenen Realschule zur Verfügung gestellt werden.

Während des Unwetters drohte eine Abluftanlage des Festzeltes (auf dem Dach montiert, Gewicht ca. 500 kg) abzustürzen, bzw. in das Festzelt zu stürzen. Da das Festzelt zu diesem Zeitpunkt bereits geräumt war, bestand keine Gefahr für Personen. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Gefahrensituation.

Die Polizei rückte ansonsten überwiegend wegen Einsätzen wie Sturmschäden, Gefahrenstellen, Ampelausfällen und Überflutungen aus.

Hagelkörner mit bis zu vier Zentimeter Durchmesser

Starkregen, Sturm und Hagelkörner mit bis zu vier Zentimeter Durchmesser haben in der Stadt erhebliche Schäden angerichtet. In den westlichen Stadtteilen waren teilweise die Fahrbahnen nicht mehr zu erkennen: Sie waren vollständig von Laub bedeckt bzw. standen völlig unter Wasser.

Die Feuerwehr wurde zu Einsätzen gerufen, bei denen zuerst Hagelkörner die Fenster einschlugen und im Anschluss der Regen Wohnungen volllaufen ließ. Umgefallene Bäume haben Fahrzeuge, Gebäude und auch Versorgungsleitungen der Deutschen Bahn beschädigt. Laub verstopfte die Kanaldeckel, was zu überfluteten Fahrbahnen und Unterführungen führte.

Um etwa 22 Uhr drohte ein Damm an der Würm zu brechen. Durch querliegende Bäume an einem Wehr hatte sich die Würm zurückgestaut und drohte nördlich der Verdistraße über die Ufer zu laufen (siehe Fotos). Das konnte die Feuerwehr durch den Einsatz von Sandsäcken gerade noch verhindern.

An der Würm kämpften die Einsatzkräfte mit Sandsäcken gegen die Wassermassen.

Tiefgarage mit einem Wasserpegel von 30 cm überflutet

Die östlichen Stadtteile blieben vom Hagel verschont, hier musste die Feuerwehr jedoch ein durch den Wind gelockertes, acht Stockwerke hohes Gerüst sichern. Im Hasenbergl lief der Regen in eine Tiefgarage und ließ das Wasser auf rund 4000 qm Fläche etwa 30 cm hoch ansteigen. Hier rückte die Feuerwehr mit speziellen Pumpen an. Dennoch dauerte es sechs Stunden, bis das Wasser abgepumpt war.

Auch die Einsatzfahrzeuge blieben nicht verschont. In Pasing beschädigte der Hagel ein Löschfahrzeug, ein Notarzteinsatzfahrzeug und die Windschutzscheiben von zwei Rettungswagen.

380 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr München waren ebenso im Einsatz wie 250 Beamtinnen und Beamte der Berufsfeuerwehr.

Feuerwehr München/Polizei München/se/dpa

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