Neues Kooperationsmodell startet im Herbst

Wie die Stadt mit einem Dual-Plan punkten will

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„Zwei Tage pro Woche wird studiert, drei Tage in Einrichtungen der Landeshauptstadt gearbeitet“: Die Stadt bietet Auszubildenden ein kostenloses Studium.

München – Das gibt es nur in der Landeshauptstadt: München bietet neuen Azubis fortan ein kostenloses Studium der „Sozialen Arbeit“ – Übernahme inklusive. Schon jetzt ist die Nachfrage enorm

Drei Jahre studieren, die Gebühren von der Landeshauptstadt bezahlen lassen und nach dem Abschluss in den Dienst der Stadt übernommen werden – das gibt’s nur in München!

Das neue Kooperationsmodell mit der FOM Hochschule für Ökonomie und Management im Studiengang „Soziale Arbeit“ startet ab Herbst 2019 mit 20 Studierenden. „Die Teilnehmer binden sich für drei Jahre nach Studien-Abschluss, da wir sämtliche Studierenden bei entsprechender Leistungen in den Dienst der Landeshauptstadt München übernehmen wollen“, erklärt Tobias Stephan, Sprecher des Personal- und Organisationsreferats der Stadt. 

Die Nachfrage nach der praxisorientierten Ausbildung war enorm: 229 Personen haben sich bei der Stadt beworben, knapp zehn Prozent starten noch heuer: „Zwei Tage pro Woche wird studiert, drei Tage in Einrichtungen der Landeshauptstadt gearbeitet.“

Gedacht ist die neue Ausrichtung für städtische Nachwuchskräfte, die in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern im Sozialreferat, Referat für Bildung und Sport (RBS) oder dem Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU), in den Bereichen Bezirkssozialarbeit, Kinderschutz oder Suchtberatung unterstützen sollen.

Bereits zum dritten Mal arbeitet die Stadt mit der Münchner FOM zusammen: „Der dauerhaft hohe Bedarf an Mitarbeitern der dritten Qualifikationsebene wie Sozialpädagogen“, ließ die Idee bei der Stadt reifen. Schon bei Studiengängen „Öffentliches Recht“ wie „Wirtschaftsinformatik“ hat sich das Modell für beide Seiten bewährt. „Ein Beschluss des Stadtrats vom Mai 2017 und eine Ausschreibung gingen dem voraus.“ 

Thomas Schweigler (Foto) von der FOM Gesamt-Geschäftsleitung freut sich auf die neuen Uni-Anfänger, mit den ersten Absolventen rechnet er im Herbst 2022. Städtische Unterstützung hin oder her: „Der Bachelor ist europaweit an Hochschulen masterfähig“, verspricht die Landeshauptstadt. 

Einziger Wermutstropfen: Erst ab August kann man sich für den Studiengang 2020 melden. Und: wer von den Bewerbern tatsächlich studiert, entscheidet allein die Stadt.

Marie-Julie Hlawica

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