Wie sicher ist unsere Stadt?

Münchner Sicherheitsexperte erklärt, wie Aktivisten Dächer stürmen und ob es während der SIKO gefährlicher ist

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Wenn in München eine Alarmanlage losgeht, reagieren Mitarbeiterd der Notruf- und Serviceleitstelle in Essen sofort. 

Bei Siemens steigen Aktivisten aufs Dach, beim Juwelier werden Millionen gestohlen und kommendes Wochenende sind Demos zu erwarten. Wie steht es um die Sicherheit in München?

München –  Kein Grund zur Panik, versichert Security-Experte Sebastian Egglseder von Kötter: „Während der Sicherheitskonferenz sind viele berühmte Persönlichkeiten zu Gast – selbstverständlich werden die Sicherheitsvorkehrungen durch die Behörden erhöht.“ Außerhalb der Sperrzone sei die Sicherheitslage ähnlich hoch wie schon seit Jahren. „Man braucht sich nicht unsicherer fühlen als früher“, sagt Egglseder über die sicherste Stadt Deutschlands. 

Dabei hätte er selbst allen Grund dazu: Im Dezember 2018 wurde in seine Wohnung eingebrochen. „Das kratzt stark an meinem Ego.“ Wo er doch für eine 700 Mitarbeiter starke Sicherheitsfirma arbeite, die seit 50 Jahren in München tätig ist und zu deren größten Kunden die Siemens AG, Linde AG, MAN Truck & Bus SE zählen. Die Firma sicherte auch schon mehrfach die Wiesn, wo Mitarbeiter sogar eine Vergewaltigung verhinderten. Eine Alarmanlage hatte Egglseder keine. Sein Rat heute: Sicherheits­technik. Und: Sich an die Beratungsstellen der Polizei zu wenden. 

Sebastian Egglseder, Betriebsleiter bei Kötter München.

Mit dieser arbeitet Kötter generell eng zusammen. „Wenn eine Person vermisst wird, erhalten wir Steckbriefe der Person. So können wir unsere Mitarbeiter, die täglich auf den Straßen Münchens unterwegs sind, darauf hinweisen, dass zum Beispiel ein 80-Jähriger aus dem Altenheim vermisst wird.“ Oder sie melden verdächtige Vorgänge der Polizei. „100-prozentige Sicherheit kann man leider nie garantieren“, räumt er trotzdem ein. 

Zwar betreut Kötter nicht den Siemens-Standort, wo Greenpeace-Leute eindrangen. Einen Verdacht hat Egglseder dennoch: Ein Insider-Job, also dass ein Sicherheitswachmann Einbrechern Zugang verschafft, „passiert eher im Film als in der Realität.“ Viel häufiger ist das sogenannte „Tailgating“ – das Durchschlüpfen hinter einer Person mit einer Zugangsberechtigung. 

so

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