Wahl-Spezial

„Mein OB soll...“ – Was sich Münchner Prominente vom neuen Stadt-Oberhaupt wünschen 

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Wer soll ins Rathaus ziehen?

Könnte man sich den neuen Münchner Oberbürgermeister schnitzen, er sähe bei jedem ein bisschen anders aus. Münchner Promis erzählen, was ihr OB soll...

München –  In fünf Wochen haben Sie, liebe Leser, die Wahl, wer künftig die Geschicke unserer schönen Stadt als Rathaus-Chef in der Hand hat. Wer auch immer es auf den Chef-Sessel schafft hat viel zu tun. Denn die Wünsche sind vielfältig. Hallo hat bei einigen bekannten Münchnern nachgehakt, was ihnen wichtig ist. Einzige Bedingung unsererseits: Es durften keine Namen oder Parteien genannt werden. Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie hier bei "Mein OB soll..."

...den Trambahnausbau forcieren

Helmut Schleich (52), Kabarettist:

 „...erkennen, dass die Tram in München weit hinter ihren Möglichkeiten bleibt und ihren zügigen Ausbau voran bringen. Mit größeren Zügen, dichteren Takten und einem stark erweiterten Netz würde eine modern verstandene Tram viele Verkehrsprobleme komfortabel, preisgünstig und schnell auffangen. Man muss nur konsequent sein. Wer macht’s?“

...wissen, was Windeln kosten

Christian Springer (55), Kabarettist:

„...wissen, wie viel ein Packerl Windeln kostet. Da geht’s nämlich um die zukünftigen Bewohner Münchens. Und er soll den Schwerpunkt auf Wohnen und Mobilität legen – zum Beispiel auf kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Und in der ehemaligen ,Hauptstadt der Bewegung‘ muss er standhaft sein gegen alles von Rechtsaußen.“

...Klima schützen

Antonia Messerschmitt (20), FridaysForFuture-Aktivistin:

„...alle Entscheidungen so treffen und auch so handeln, dass es klimagerecht ist. Seine oder ihre Amtszeit ist die, in der wir unwiederbringlich fatale Kipppunkte überschreiten – wenn wir nicht sofort handeln. Das zu tun liegt in der Verantwortung eines jeden, gilt aber besonders für Entscheidungsträger.“

...Toleranz leben

Rupert Graf zu Stolberg (49), katholischer Weihbischof:

„...sich für ein tolerantes München einsetzen, in dem alle willkommen und zu einem friedlichen Miteinander eingeladen sind – unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Er oder sie soll Christen und anderen Religionsangehörigen nicht nur mit Respekt begegnen, sondern auch das zu schätzen wissen, was gläubige Menschen zu einem solchen guten Miteinander beitragen können: dass auch arme und benachteiligte, alte und kranke Menschen einen Platz in unserer Stadtgesellschaft haben.“

...Parks schätzen

Susanne Renner (65), Direktorin des Botanischen Gartens:

„...ein Herz für die Münchner Parks und Gärten haben. München ist eine so wunderbar grüne Stadt! Der Schutz der Isar­auen und die Verbindung von Stadt und Gewässer – auch im Englischen Garten – dürfen über all den anderen Themen nicht in den Hintergrund geraten.“

...an Arme denken

Christian Kopp (55), evangelischer Regionalbischof:

„...ein großes Herz für alle Münchner haben, und besonders für die Schwachen und Armen. Er soll ehrlich zu den Bürgern sein und nichts versprechen, was er oder sie nicht halten kann. Außerdem soll er Gespräche mit möglichst vielen suchen – und mithelfen, Respekt und Vertrauen täglich zu trainieren.“

...Versprechen halten

Daniela Lahm (65), Jugendleiterin beim FT Gern:

„...sich vor allem um die Familien kümmern und die Sportvereine unterstützen. Am Wichtigsten wäre aber, dass er das, was er sagt und verspricht, dann auch umsetzt.“

...den Lieferverkehr nicht vergessen

Christian Schottenhamel (57), Dehoga- Kreisvorsitzender und Wiesn-Wirt:

„...sich mutig und mit Weitblick für die Zukunft unserer Stadt einsetzen. Es muss konkret bezahlbarer Wohnraum geschaffen und nicht nur davon gesprochen werden. Das Angebot muss sich vor allem auch an die mittleren Einkommensschichten richten, welche die Stütze unserer Gesellschaft darstellen. Mobilität soll sich für alle verbessern, für die Münchner – ob als Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer oder im ÖPNV –, für die Touristen und auch das Gewerbe. Hier darf der Lieferverkehr nicht unberücksichtigt bleiben.“

...unabhängig von Parteien entscheiden

Adi Thurner (79), Obermenzinger Dorfschreiber:

„...freundlich und aufgeschlossen zu seinen Bürgern sein. Und humorvoll – zum Beispiel wenn er mit der Mama Bavaria auf deren Sofa sitzt. Vor allem aber kompetent in seinem Handeln und Entscheiden sein. Mein OB ist ein würdiger Nachfolger von Ex-OB Hans-Jochen Vogel, unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit.“

...Freiheit und Respekt verteidigen

Charlotte Knobloch (87), Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern:

„...für die ganze Stadt stehen und der oberste Verteidiger von Freiheit, Demokratie und Respekt sein. Er oder sie sollte alle hören, damit jeder sich auch als vollwertiges Mitglied der Stadtgesellschaft fühlen kann. Vor allem aber muss das Stadtoberhaupt der Ausbreitung von Angst, Hass und Intoleranz energisch entgegentreten, die es leider auch in München gegeben hat. Mein Bürgermeister soll in den nächsten sechs Jahren sicherstellen, dass München ,Weltstadt mit Herz‘ bleibt!“

...sich gegen Welpenhandel einsetzen

Dalia Zohni (44), Leiterin des Münchner Tierheims:

„...öfters mal das Münchner Tierheim besuchen, sich ein Bild über die Auswirkungen des illegalen Welpenhandels sowie der Bayerischen Kampfhunde-Verordnung machen und sich auf politischer Ebene aktiv für den Kampf gegen den Welpenhandel engagieren. Und er soll sich für eine sinnvolle Ausnahmeregelung für Kampfhunde aus bayerischen Tierheimen engagieren.“

...Bibliotheken fördern

Christiane Raabe (57), Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek:

Christiane Raabe (57), Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek: „...die Bedürfnisse und Sorgen von Kindern und Jugendlichen ernst nehmen und Bibliotheken als wichtige demokratische Orte kultureller und interkultureller Bildung – gerade auch von jungen Menschen – wertschätzen und fördern.“

...für Senioren kämpfen

Ingeborg Staudenmeyer (71), Seniorenbeirätin:

„...für alle Münchner da sein. Und vor allem wünsche ich mir von meinem OB, dass er ein Herz für die Senioren hat und sich besonders des zunehmenden Problems der Altersarmut annimmt.“

ul/kf/rea/mak/lit

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