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Die Not mit der Notdurft

Öffentliche Toiletten: Zu wenig, zu dreckig, kaputt – OB Reiter verspricht jetzt Hilfe

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So sah das WC am Sendlinger Tor aus, bevor es umfassend saniert wurde.

Vielerorts in München muss man lange nach Sanitäranlagen suchen. Hat man dann doch eine gefunden, ist sie meist völlig verdreckt oder nicht funktional. Jetzt nimmt sich OB Reiter der WC-Situation an.

München – Ob auf Spielplätzen, in der Fußgängerzone oder in Münchner Grünanlagen: Das „stille Örtchen“ für Bürger und Touristen ist in der Landeshauptstadt versteckt, veraltet, verdreckt, geschlossen oder fehlt ganz – zum Ärger aller. Damit sich das ändert, nimmt sich Oberbürgermeister Dieter Reiter des pikanten Klo-Problems nun selbst an!

„Um den zahlreichen Wünschen der Münchner, mehr Toiletten im öffentlichen Raum zu schaffen, nachzukommen, hat Oberbürgermeister Dieter Reiter die Erarbeitung eines Grundsatzbeschlusses in Auftrag gegeben“, sagt Birgit Unterhuber vom Kommunalreferat. Der aktuelle Plan: Die Zuständigkeit für Toiletten im öffentlichen Raum soll weitestgehend auf das Baureferat übertragen werden. 

Unterhuber: „Dort soll eine zentrale Stelle eingerichtet werden, die Versorgungslücken identifiziert und nach möglichen Standorten für neue Toilettenanlagen sucht.“ Bisher gab es für die öffentlichen Klos eine Vielzahl an Ansprechpartnern.

66 öffentliche WC-Anlagen, wie an U- und S-Bahnstationen, werden über die LHM Services GmbH betreut. Insgesamt verwaltet die Stadt 150 Toiletten. Genug für eine Millionenstadt? „Ziel ist ein bedarfsgerechtes flächendeckendes Netz zu schaffen“, verspricht das Kommunalreferat.

Julia W. (34) und Sandra A. (36) aus Obermenzing begrüßen das. Die Mütter ärgern sich über den Münchner Klo-Mangel: „Mit Kindern will keiner lange nach einer Toilette suchen. Die Kleinen kann man zwar zur Not noch hinter einen Busch setzen – aber wir Erwachsenen können das nicht.“ Ihr Wunsch: „Mehr öffentliche Sanitäranlagen, besonders auf Spielplätzen und in Parks.“ 

Um die menschliche Not zu lindern gibt es schon vereinzelt mobile Toiletten, wie am Helihofweg in Pasing oder dem Alten Südfriedhof. Der Nachteil: fließend Wasser oder Wickeltisch fehlen.

Ob in den neuen Wohn-Quartieren wie Freiham, mit Grün- und Freizeitflächen und bis zu 40 000 Einwohnern Toiletten geplant sind? Dazu will sich die Stadt auf Nachfrage nicht äußern.

Fest steht laut Baureferat aber schon jetzt: „Analog zu den bereits realisierten neuen Toilettenanlagen im Maßmann- und Weißenseepark soll im Hirschgarten eine vollautomatische, behindertengerechte Toilette in entsprechender Dimensionierung als Betreibermodell durch einen Generalübernehmer errichtet werden.“ Der Bau erfolgt voraussichtlich 2020, der exakte Standort im Park steht noch nicht fest.

Schließlich wird derzeit das Projekt „Nette Toilette“, das bereits in anderen Städten funktioniert, für München geprüft. Auch das wird Teil der Beschlussvorlage sein, die voraussichtlich noch im Mai im Stadtrat behandelt wird.

Marie-Julie Hlawica

„Viel zu wenige“

So äußern sich unsere Facebook-Nutzer zu öffentlichen Toiletten in der Stadt:

  • Sonja Mühle: „In der Innenstadt fehlen die meisten öffentlichen Toiletten.“
  • Mana Vo Bavarie: „Wenn man zum Beispiel in die U-Bahn-Toiletten guckt, dann entscheidet man meist, dass es so dringend dann doch nicht ist.“
  • Eva Reichert: „Es wäre schon mal schön, wenn es überhaupt genügend Toiletten gäbe in München. Super wäre, wenn sie auch noch sauber wären.“
  • Jana Niedermaier: „In den meisten Parks ist es schwierig, ein Klo zu finden.“

Der Sanierungs-Fahrplan für die Toiletten

Das WC am Sendlinger Tor nach der Sanierung.

Die Hering Sanikonzept GmbH kümmert sich seit Anfang 2017 um die Sanierung und den Betrieb von 42 Toiletten der Stadt München rund um den öffentlichen Nahverkehr. 36 der Anlagen werden so bis Ende 2020 komplett modernisiert, zum Teil auch barrierefrei gestaltet.

Bisher wurden bereits zwölf WC-Anlagen vollständig saniert. Darunter die Toiletten am Kurfürstenplatz, am Sendlinger Tor, Goetheplatz, Arabellapark, Universität, Rotkreuzplatz, Silberhornstraße und in den U-Bahnhöfen Thalkirchen und Max-Weber Platz. Heuer sollen noch 18 weitere Alt-WCs abgebrochen, saniert und wieder in Betrieb genommen werden. 

Insgesamt stehen sogar noch 24 weitere Toiletten zur Sanierung an: Laimer Platz, Frankfurter Ring, Am Harras, Trudering, Großhadern, Giesing, Prinzregentenplatz, Westendstraße, Holzapfelkreuth, Fürstenried West, Feldmoching, Westfriedhof, Aidenbachstraße, Klinikum Großhadern, Frauenhoferstraße, Innsbrucker Ring, Trudering, Wettersteinplatz, Mangfallplatz, Messestadt Ost, Milbertshofen, Josephsplatz, Hasenbergl und Neuperlach Süd.

Um die Zufriedenheit der Gäste sicherzustellen, sei eine Anpassung der Reinigungssequenzen an die Benutzerfrequenz erfolgt. Hochfrequentierte Anlagen, wie die WC-Center im Sperrengeschoss und beim Rathaus des Marienplatzes seien nun sogar mit Personal besetzt.

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