Maxvorstadt/Schwabing: Großbaustelle Siegestor

Flanieren am Münchner Siegestor: Begrünte Aufenthaltsfläche an der Ludwigstraße kurz vor heißer Phase

Im Herbst ist es so weit: Die Stadt schafft derzeit mehr Platz zum Verweilen rund um das Siegestor.
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Im Herbst ist es so weit: Die Stadt schafft derzeit mehr Platz zum Verweilen rund um das Siegestor.

München: Rund um das Siegestor an der Ludwigstraße wird gebuddelt und gebaut: Es entstehen dort begrünte Aufenthaltsflächen zum Verweilen.

  • Die begrünte Aufenthaltsfläche beim Siegestor ist kurz vor der heißen Phase. 
  • Seit dieser Woche gibt es an der Ludwigstraße eine neue Bushaltestelle
  • Hallo erklärt außerdem, was es mit der fehlenden Figur auf der Nordseite des Mahnmals auf sich hat. 

Maxvorstadt/Schwabing - Entlang der Ludwigstraße thront das Siegestor als Mahnmal der Stadt. 2019 hat der Stadtrat entschieden, die Flächen rund um das historische Bauwerk neu zu gestalten, um dort mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. „Die Bauarbeiten für die Fahrbahnen wurden pünktlich abgeschlossen, derzeit werden in mehreren Abschnitten die Geh- und Radwege gebaut“, so eine Sprecherin des Baureferats. 

Ludwigstraße in München: Im Herbst endet die Baustelle rund um das Siegestor

Damit rund um das Siegestor mehr Platz zum Verweilen entstehen kann, wurde zunächst die Fahrbahnführung optimiert. Außerdem wurden die bis dato als Stellplatz genutzten Flächen zu großzügigen Gehwegen umgewandelt. Durch 32 neue Pappeln werden die Baumreihen aus der Leopoldstraße fortgesetzt und an sechs Standorten wird es zudem Rundbänke geben, auf denen sich Fußgänger ausruhen und das Siegestor bestaunen können. Für ein natürliches Ambiente werden rund um die Pappeln Einfassungen geschaffen, die mit Rosen bepflanzt werden. „Die Arbeiten werden planmäßig im Herbst 2020 mit dem Pflanzen der Bäume, der Rosen und dem Aufstellen der Rundbänke abgeschlossen“, erklärt die Sprecherin zum weiteren Zeitplan. 

Mehr zu den größten Baustellen der Stadt in diesem Jahr gibt es in der großen Hallo-Übersicht. 

Siegestor an der Ludwigstraße: Mahnmal wurde im Krieg zerstört

Von 1843 bis 1850 wurde das Siegestor errichtet. Auf beiden Seiten standen je vier Victorien aus weißem Marmor auf dem Säulengebälk. Bei Luftangriffen auf München im Zweiten Weltkrieg wurde das Bauwerk jedoch stark beschädigt. Nach dem Krieg hat man das Tor bewusst vereinfacht wiederaufgebaut und die Südseite mit der Inschrift „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend“ versehen. Zudem wurde dasSiegestor zum Mahnmal umgewidmet. 

Auf der Nordseite des Siegestors fehlt eine der vier Figuren.

Siegestor in München: Auf der Nordseite fehlt eine der vier Figuren

Jens Bergmann (FDP) fordert jetzt in einem Antrag, dass sich der BA dafür einsetzt, die Nordseite vollständig zu rekonstruieren, indem die fehlende Figur und die nur noch rudimentär vorhandenen Kapitelle ergänzt werden. Eine Sprecherin des Baureferats erklärt jedoch: „Mit dem Eintrag in die Denkmalliste wurde der restaurierte Zustand von 1958 unter Denkmalschutz gestellt. Daher stellt sich die Frage einer Wiederherstellung fehlender Teile nicht.“ Die BA-Sitzung, in der Bergmanns Antrag behandelt wurde, fand erst nach Redaktionsschluss statt; der FDPler hat den Antrag letztlich zurückgezogen (Anmerkung der Redaktion). 

Maxvorstadt/Schwabing: Neue Bushaltestelle an der Ludwigstraße

Seit dieser Woche halten die CityRing-Busse (Linien 58/68), der StadtBus 154 und die Nachtlinien N40, N41 und N45 auch beimSiegestor. Die gleichnamige Haltestelle entlang der Ludwigstraße liegt dabei zwischen den Haltestellen Universität und Georgenstraße. 

Hier befindet sich der neue Busstopp"Siegestor". 

In Richtung Universität befindet sich die neue Station zwischen der Akademiestraße und der Adalbertstraße. Auf der gegenüberliegenden Seite, Richtung Georgenstraße, befindet sich der neue Busstopp zwischen Professor-Huber-Platz und Schackstraße. Hierdurch ist es möglich, in unmittelbarer Nähe des nördlichen Zugangs zum U-Bahnhof Universität zwischen Bus und U3/U6 umzusteigen. Durch die neue Haltestelle gibt es zudem erstmals im Bereich der Universität eine gemeinsame Einstiegshaltestelle der Linien 58/68 und 154.

Kassandra Fischer

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