"Der Gesamtzustand des Hauses ist prekär“

50 Studierende verlieren Zuhause: Paulinum muss im Frühjahr 2021 schließen – Sanierung sowie Abriss werden geprüft

Das Studierendenwohnheim Paulinum an der Rambergstraße 6 wird geschlossen. Ob dort künftig Studierende mit Kind wohnen können, wird derzeit geprüft.
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Das Studierendenwohnheim Paulinum an der Rambergstraße 6 wird geschlossen. Ob dort künftig Studierende mit Kind wohnen können, wird derzeit geprüft.

Das Studierendenwohnheim Paulinum in der Maxvorstadt muss schließen. Derzeit werden eine Sanierung sowie ein Abriss und Neubau geprüft. 

  • Das Studierendenwohnheim Paulinum muss zum Ende des Wintersemesters schließen. 
  • Wegen des Gesamtzustandes des Gebäudes werden derzeit die Sanierung sowie der Abriss geprüft. 
  • Möglicherweise entstehen dort langfristig Plätze für Studierende mit Kind. 

Maxvorstadt - Alle Bewohner des Paulinums müssen im kommenden Frühjahr ausziehen. Denn das Studierendenwohnheim an der Rambergstraße 6 muss zum Ende des Wintersemesters schließen. „Im Paulinum herrschen eklatante Mängel beim Brandschutz sowie statische Schäden im Bereich der Unterkellerung. Der Gesamtzustand des Hauses ist prekär“, erklärt Ursula Hinterberger, Sprecherin der Erzdiözese München und Freising, welche der Träger der Einrichtung ist. 

Paulinum muss schließen - Sanierung sowie Abriss werden derzeit geprüft

Nur durch eine größere Anzahl von kurzfristigen Maßnahmen für den Brandschutz habe man eine sofortige Schließung verhindern können. Die rund 50 Studierenden müssen jedoch keine Angst haben: „Die Erzdiözese wird für ihre weitere Unterbringung Sorge tragen“, versichert Hinterberger. Wie es mit dem derzeitigen Standort dann weitergeht, ist noch unklar. Sowohl eine Generalsanierung als auch ein Abriss und Neubau werden derzeit geprüft. Möglicherweise entstehen dort künftig Plätze für studentisches Wohnen mit Kindern. „Die Rambergstraße ist bezüglich dieses Nutzungskonzeptes neben anderen Standorten in der engeren Wahl“, so Hinterberger. Derzeit bietet die Diözese noch keine Wohnheime, die speziell auf das Studieren mit Kind ausgerichtet sind.

Erzdiözese München und Freising: Jeder kann sich auf Wohnheimplatz bewerben

Die Erzdiözese München und Freising betreibt insgesamt vier Wohnheime in München. Im Frühjahr 2021 öffnet auch das Wohnheim Ludwigskolleg in Schwabing-Freimann wieder, das gerade generalsaniert und teilerneuert wird. Dort schafft die Erzdiözese 170 Wohnheimplätze, unter anderem für Studierende mit Behinderung. Darüber hinaus gibt es in der Landeshauptstadt zehn weitere studentische Häuser in katholischer Trägerschaft. Studierende jedweder Herkunft und Religion können sich auf einen Wohnheimplatz der Erzdiözese München und Freising bewerben. Kriterien wie die Bedürftigkeit sowie soziales Engagement spielen im Bewerbungsverfahren eine Rolle.

An anderer Stelle in der Maxvorstadt warten die Mieter bereits seit Jahren auf Sanierungen – jetzt droht überraschend der Abriss

Kassandra Fischer

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