"Wir Anwohner haben ein Recht auf Schlaf"

Schlaflose Nächte am Josephsplatz: Anwohner beschweren sich über Ruhestörung und Müll

Ärger am Josephsplatz: Anwohner haben mit nächtlicher Ruhestörung und Müll am Platz zu kämpfen. 
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Ärger am Josephsplatz: Anwohner haben mit nächtlicher Ruhestörung und Müll am Platz zu kämpfen. 

Anwohner des Josephsplatzes fühlen sich durch nächtlichen Lärm und Müll am Platz gestört – AKIM plant einen Dialog zwischen den verschiedenen Parteien. 

  • Am Josephsplatz klagen Anwohner über nächtliche Ruhestörung
  • Im Bezirksausschuss wurden Maßnahmen an dem Platz in der Maxvorstadt gefordert. 
  • AKIM plant zwischen den verschiedenen Parteien zu vermitteln. 

Maxvorstadt - Seit seinem Umbau ist der Josephsplatz ein attraktiver Ort in der Maxvorstadt geworden. Familien nutzen den Spielplatz, Skater üben Kunststücke und Senioren ruhen sich auf den Sitzbänken aus – für Christian S. haben alle Gruppen ihre Berechtigung, allerdings ärgert ihn eine Sache: „Wenn es 22 Uhr wird, hört es nicht auf – die Leute bleiben, trinken und feiern.“ 

Josephsplatz: Anwohner haben Probleme mit nächtlicher Ruhestörung und Müll 

Nahezu jeden Abend komme es zu nächtlicher Ruhestörung, bevorzugt an schönen Tagen oder während den Ferien. Und Corona habe das Problem nur noch schlimmer gemacht. „Nach 22 Uhr will ich schlafen, mein Chef hat kein Verständnis, wenn ich am nächsten Tag nicht ausgeruht bin“, klagt der Anwohner. Eine Begleiterscheinung sei ständiger Müll. „An manchen Tagen ist der Platz mit Scherben übersät“, so S. Er selbst habe bereits versucht, mit dem Feiervolk zu sprechen. „Die Leute haben nicht verständnisvoll reagiert und mir sogar Schläge angedroht“, berichtet der Anwohner. Inzwischen greift er lieber zum Hörer und ruft die Polizei. „Seit ich bedroht wurde, bin ich da relativ schmerzfrei geworden“. 

Christian S. hofft auf mehr Verständnis von Feiernden am Jospehsplatz. 

Maxvorstadt: Forderung nach Schild und Kontrollen am Jospehsplatz

Dennoch hofft S. auf eine friedliche Lösung: „Ich bin nicht dafür, Leute anzuzeigen, ich will niemand mit einem Bußgeld belegen. Ich will nur, dass die Menschen kapieren, dass wir Anwohner ein Recht auf Schlaf haben.“ Gemeinsam mit einer Nachbarin war der Maxvorstädter deshalb in der jüngsten Sitzung des Bezirks­ausschusses. Dort forderte seine Mitstreiterin ein Schild am Platz, das auf die Nachtruhe hinweist sowie regelmäßige Kontrollen. 

Dialog am Josephsplatz: Bezirksausschuss Maxvorstadt schaltet AKIM ein 

Sigrid Eck, Fraktionssprecherin der Grünen und Vorsitzende des Unterausschusses Mobilität und öffentlicher Raum, versicherte, das Thema Schild zu behandeln. BA-Vorsitzende Svenja Jarchow-Pongratz sprach sich zudem dafür aus, das allparteiliche Konfliktmanagement in München (AKIM) einzubeziehen. Das Team von AKIM wurde bereits letztes Jahr wegen des Konflikts zwischen Skate rn und Anwohnern am Josephsplatz eingeschaltet (Hallo berichtete). Brigitte Gans, Leiterin von AKIM, berichtet, dass es schon Begehungen gegeben habe und noch weitere folgen werden. Da jedoch nie alle Menschen gleichzeitig erreicht werden können, wolle man zu einem gemeinsamen Gespräch einladen. „Momentan planen wir, ein entsprechendes Banner am Brunnen (für die Skater) und am Platz (für die Feiernden) temporär anzubringen, um mit den Nutzenden Kontakt aufzunehmen“, so Gans. 

Im Konflikt zwischen Anwohnern und Skatern am Josephsplatz fordert ein Anwohner, dass die Stadt bauliche Maßnahmen am Brunnen ergreift.

Auch Anwohner des Wedekindplatzes haben derzeit mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb sollen dort Maßnahmen gegen Müll und Wildpiesler kommen.

kf

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