Musikalisches München

Die Magie von 500 Stimmen

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Der Zauber des Go Sing Choirs liegt in der gigantischen Stimmgewalt.

München – Musik macht Spaß und Musik verbindet: Deswegen stellt Hallo den ersten offenen Popchor und andere neue Angebote zum Singen in der Stadt vor

Es ist ganz still, nur ein paar Notenblätter rascheln. Plötzlich schmettern hunderte Stimmen los – Gitarrist Ian Chapman hat die ersten Saiten angeschlagen, Chorleiter Jens Junker den Auftakt gegeben.

Der Zauber des Go Sing Choirs liegt in der gigantischen Stimmgewalt, die erschallt. Knapp 500 Menschen singen zusammen in Münchens erstem offenen Popchor. „Mit der Kraft von so vielen Stimmen kann man eine ganz andere Akustik erreichen“, sagt Junker, der eigentlich Regisseur ist. 

Gitarrist Ian Chapman und Chorleiter Jens Junker motivieren hunderte Stimmen zum Singen.

Mitmachen darf jeder, egal, ob er singen kann oder nicht. Binnen gut zwei Stunden übt Junker mit den Singbegeisterten ein Lied – von Nirvana über Amy Winehouse bis zu Snow Patrol. Den Song postet der Dirigent zuvor auf Facebook. Dort gibt es auch eine Jukebox für Wunschsongs.

Der Chor boomt regelrecht: Gegründet vor knapp zwei Jahren ist der Zuwachs so groß, dass die Macher des Chors für ihre monatliche Singstunde schon Locations wechseln mussten. Zunächst trafen sich die Singbegeisterten im Milla Club, inzwischen im Strom. Aber längst fragen auf Facebook schon Sänger, ob man nicht eine noch größere Location suche. 

„Ich möchte jetzt erstmal abwarten“, sagt Junker. Was er aber keineswegs will: „Dass auf längere Sicht Menschen, die Lust auf Go Sing Choir haben, nicht mehr reinkommen, weil es zu voll ist.“ So ist es nämlich im Kneipenchor, den Junker ebenfalls leitet, geschehen; der Ansturm war so groß, dass man eine Warteliste einführen musste.

Hanni Kinadeter

Nächstes Treffen: Sonntag, 24. März, 19 Uhr im Strom, Lindwurmstraße 88, Eintritt: acht Euro

Hier singt man gemeinsam im „Rudel“

Große Säle, viele Menschen, beste Stimmung: Rudelsingen heißt die norddeutsche Veranstaltung, die jetzt auch in München hunderte Fans gefunden hat. 

Die Live-Musiker Uli Wurschy und Volker Becker leiten als „Team Odenwald“ einmal im Monat das Rudelsingen an. Wie beim Karaoke werden Liedtexte via Leinwand angezeigt, das Bühnenteam begleitet mit Gitarre und Klavier. 

Der nächste Termin ist am Montag, 25. März, um 19.30 Uhr im Carl-Orff-Saal, Rosenheimer Straße 5. Der Eintritt kostet 14,80 bis 17,10 Euro.

Speziell für Senioren und Familien

Das seltene, sonntägliche Couplet-Frühstück ist etwas für die ganze Familie.

In Giesing trifft sich vor allem die ältere Generation, um zu singen, was ihnen Spaß macht. Ob alte Volkslieder, Schlager oder Evergreens – „Frida & Kurt“ ist eine spezielle Singstunde für Senioren. Wer will, kann im Anschluss an die Singstunde im Nachbarschaftstreff günstig zu Mittag essen, mit Nachbarn plaudern und die Singstunde gemeinsam ausklingen lassen. Wer Hilfe benötigt, um daran teilzunehmen, kann den kostenlosen Transport- oder Begleitservice anfordern. 

Die nächsten Termine im Nachbarschaftstreff am Walchenseeplatz sind jeweils mittwochs, 24. April, 22. Mai und 26. Juni, jeweils von 10.30 bis 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmelden für die Transporthilfe oder fürs Mittagessen kann man sich unter der Telefonnummer 69 39 33 88 oder per E-Mail an die Adresse nachbarschaftstreff@s-balt.de

Ein neues Angebot hat die Monacensia in Bogenhausen geschaffen: Das seltene, sonntägliche Couplet-Frühstück ist etwas für die ganze Familie. Inmitten der geschichtsträchtigen München-Bibliothek wird der Sonn- zum musikalischen Feiertag, an dem der ein oder andere historische Hintergrund der Lieder bayerische Wurzeln erkennen lässt. 

Dabei wandelt die bayerische Musikerin Eva Becher auf den Spuren der alten Münchner Volkssänger. Becher leitet die Besucher zum Mitsingen an, die Münchner Konzertschrammeln unterstützen sie mit kammermusikalische Besetzung. 

Der Eintritt ist frei. Platz ist für rund 80 Personen in der Monacensia, Maria-Theresia-Straße 23. Der nächste Termin ist allerdings erst am Sonntag, 20. Oktober, um 11.30 Uhr.

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