Auch die Stadt soll einschreiten

Jetzt kommt ein Lärmschutz: LBBW will Nachbarn der Baustelle an der Nymphenburger Straße in München beschwichtigen 

An der Nymphenburger Straße wird derzeit ein Neubau der LBBW realisiert. Für die Nachbarn bedeutet das Lärm. 
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An der Nymphenburger Straße wird derzeit ein Neubau der LBBW realisiert. Für die Nachbarn bedeutet das Lärm und staubige Balkone. 

München: An der Nymphenburger Straße realisiert die LBBW ein Bauprojekt - bislang zum Ärgernis der Anwohner. Jetzt könnte ein Lärmschutz kommen und die Stadt aktiv werden. 

  • Eine laute und staubige Baustelle an der Nymphenburger Straße belastet die Anwohner stark. 
  • Im Bezirksausschuss wurde entschieden, dass die Stadt aktiv werden soll. 
  • Die LBBW, Bauherrin des Projekts, verspricht indes einen Lärmschutz

Maxvorstadt -  Großbaustelle an der Nymphenburger Straße: Auf dem ehemaligen CSU-Gelände baut die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ein neues Büro- und Geschäftsgebäude, das noch existierende Rückgebäude wird derweil einer Bestandssanierung unterzogen – und das ist laut. Vor allem den Anwohnern der Lothstraße 4 ist das ein Dorn im Auge, oder vielmehr im Ohr.

Nachbarn der Baustelle an der Nymphenburger Straße leiden unter Lärm

„Eigentlich sollte ich wegen der Corona-Pandemie im Home-Office arbeiten, von dem Lärm bekomme ich aber Kopfweh“, klagt eine Bewohnerin des Hauses, dessen Garten an die Baustelle grenzt. Ihre Nachbarin ergänzt: „Vor lauter Baustaub sind auch die Balkone nicht mehr nutzbar.“ Private Messungen hätten zudem ergeben, dass sowohl zugelassene Lärm- als auch Feinstaub­immissionen überschritten werden. 

München: Bezirksausschuss Maxvorstadt will Stadt einschalten 

In dem Haus wohnt auch Felix Lang, SPD-Mitglied im Bezirks­ausschuss. In einem Antrag im Viertelgremium fordert er deshalb, dass die LBK einschreitet. Das hat das Viertelgremium in seiner jüngsten Sitzung merhheitlich beschlossen.

Da der Garten von Felix Lang von hinten an das Bauprojekt an der Nymphenburger Straße angrenzt,  fordert er jetzt entsprechende Maßnahmen. 


LBBW verspricht Lärmschutz für die Anwohner der Baustelle

Doch das Problem könnte sich schon bald von selbst lösen: Auf Hallo-Anfrage erklärt eine Sprecherin der LBBW, dass eigene Messungen keine Überschreitung der Grenzwerte verzeichnen. Dennoch wolle man den Nachbarn künftig entgegenkommen. „Wir werden deshalb in den kommenden Tagen und Wochen mobile, schallabsorbierende Bauzäune aufstellen, die jeweils dorthin verschoben werden können, wo aktuell ein Abbruch stattfindet“, so die Sprecherin. „Zudem werden wir beim Abbruch verstärkt bewässern, um die Staubbildung so gering wie möglich zu halten.“ Die Abrissarbeiten sollen laut LBBW bereits Ende September abgeschlossen werden, die Fertigstellung des gesamten Bauprojekts sei dann im September 2021 geplant.

Auch an anderer Stelle im Viertel klagen Anwohner über Lärm: Am Josephsplatz geht es jedoch um nächtlichen Lärm durch Partyvolk - doch auch hier sucht der BA nach Lösungen.

Kassandra Fischer

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