Circa 2500 Jahre alt

LKA schlägt zu – Kunstschmuggler mit antikem Artefakt am Hauptbahnhof geschnappt

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Ein vermutlich rund 2.500 Jahre alter korinthischer Bronzehelm und drei Münzen liegen beim Landeskriminalamt (LKA) Bayern auf einem Tisch.

Ein Kunstschmuggler ist mit seiner Ware von der Polizei auf frischer Tat ertappt worden. Das Schmuggelgut ist circa 2500 Jahre alt und zwischen 50.000 und 100.000 Euro wert.

München – Ein mutmaßlicher Kunstschmuggler ist in München mit einem wertvollen Bronzehelm auf frischer Tat ertappt worden. Vermutlich handelt es sich um einen korinthischen Bronzehelm aus dem 3. bis 4. Jahrhundert vor Christus, wie das Landeskriminalamt am Mittwoch mitteilte. Laut ersten Expertenmeinungen habe der Helm einen Marktwert von 50 000 bis 100 000 Euro. Auch drei antike Münzen soll der Tatverdächtige im Gepäck gehabt haben.

Am Dienstag, 21. Januar 2020, erhielten Kunstfahnder des Bayerischen Landeskriminalamtes den Hinweis, dass ein 77-jähriger italienischer Staatsangehöriger am Abend mit dem Zug aus Italien kommend am Münchner Hauptbahnhof eintreffen und hierbei möglicherweise Kulturgüter illegal aus Italien ausführen soll.

Der 77-Jährige sei den Kunstfahndern bekannt gewesen, da er schon länger im Verdacht stehe, illegal ausgegrabene oder sonst abhandengekommene italienische Kulturgüter über München nach Belgien zu verbringen, um sie dort auf dem internationalen Kunstmarkt anzubieten und zu verkaufen. Der Mann stünde schon länger im Visier der Kunstfahnder.

Als der Italiener ergangenen Mittwoch, gegen 09.00 Uhr, wieder den Hauptbahnhof betrat, kontrollierten ihn die LKA-Beamten. Er führte zwei große Reisekoffer und einen gefüllten Stoffbeutel mit sich. In einem der Koffer sei der, in Schaumstoff eingewickelte, vermutlich korinthische Bronzehelm versteckt gewesen. 

Bei der Kontrolle am Münchner Hauptbahnhof konnte der Mann anscheinend keine Dokumente zur rechtmäßigen Aus- und Einfuhr vorweisen. Der 77-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen mehrerer Straftaten nach dem Kulturgutschutzgesetz international ermittelt.

Quelle: dpa/lby/LKA

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