Wie sicher ist München?

Kriminalstatistik 2019: Positive Bilanz, aber neue Gefahrenfelder

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Positive Bilanz, aber neue Themenfelder werden immer präsenter.

Um den Münchnern einen Überblick über die Kriminalitätsrate in ihrer Heimatstadt zu geben, tagt wie jedes Jahr die Pressekonferenz über die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums München.

  • Jährliche Pressekonferenz
  • Positive Bilanz
  • Negative Entwicklungen
  • Das Polizeipräsidium München gibt wie jedes Jahr einen Rückblick über die Kriminaldelikte des Vorjahres. In der heutigen Pressekonferenz, 13.03.2020, 11.30 Uhr, werden die Zahlen aus dem Jahr 2019 veröffentlicht, verglichen mit den Verstößen der Jahre zuvor. 

    Positive Bilanz

    Insgesamt wurden rund 97.600 Straftaten dokumentiert, somit 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu den aufgenommenen Vergehen zählen 36 Tötungsdelikte (2018: 54), 1300 Sexualdelikte (2018: 1470) und 19.200 Diebstähle (2018: 20.400). Die weit verbreiteten Wohnungseinbrüche verzeichnen ebenfalls eine Minderung (19,4 Prozent weniger als 2018), jeder zweite Wohnungseinbruch bleibt beim Versuch. Die Bilanz ist also positiv. 

    Die Sicherheit in unserer Hauptstadt des Freistaates wird auch auf der Liste der deutschen Großstädte deutlich. Verglichen mit Köln, Frankfurt oder Hamburg werden in München gerade einmal halb so oft Verbrechen begangen. Von den gemeldeten Taten konnte das Polizeipräsidium München im Jahr 2019 rund 62 Prozent aufklären.

     

    Negative Entwicklungen

    Trotz der insgesamt positiven Entwicklung, lässt sich in einigen Bereichen ein zunehmender Trend feststellten. 

    • Rund 3200 Callcenterbetrugsfälle, wobei sich die Täter als falsche Polizeibeamte ausgeben, wurden aufgenommen. Damit stieg die Quote um 30,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der daraus resultierende Vermögensschaden betrug rund 2,27 Millionen Euro (2018: 2,65 Millionen Euro), 21 Tatverdächtige wurden festgenommen.
    • Die Strafen wegen Betäubungsmitteldelikten nehmen ebenfalls zu. Zwar sank die Zahl im Vergleich zu 2018 um zwei Prozent, insgesamt wird jedoch ein stetiger Anstieg beobachtet. Verantwortlich hierfür sind verstärkte Kontrollen, wodurch mehr Täter zur Rechenschaft gezogen werden.
    • Eine stetig steigende Dynamik ist zudem im Bereich der Computerkriminalität spürbar. Die zunehmende Digitalisierung fördert gleichzeitig die Angriffsfläche für Hackerangriffe. Um rund neun Prozent stieg die Quote im Vergleich zum Jahr 2018, dabei wurden mehr als die Hälfte der Delikte aus dem Ausland verrichtet, oder der Tatort konnte nicht festgestellt werden. 
    • Auffällig ist zudem die Entwicklung der politisch motivierten Kriminalität. Während die Delikte ausgehend von Links abnehmen, stieg die rechte Kriminalität um fast 20 Prozent.     

    Quelle Polizeipräsidium München/vs

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