Hommage an die Cowboy-Szene der Landeshauptstadt

So lebendig war der Wilde Westen in München

Mitglieder des Cowboy Clubs München vor der Bavaria, 1956.
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Mitglieder des Cowboy Clubs München vor der Bavaria, 1956.
Mitglieder des Cowboy Clubs München vor der Bavaria, 1956.
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Mitglieder des Cowboy Clubs München vor der Bavaria, 1956.
Startschuss für die Münchner Cowboy-Szene sei die „Buffalo Bill Wildwest“-Show 1890 auf der Theresienwiese gewesen.
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Startschuss für die Münchner Cowboy-Szene sei die „Buffalo Bill Wildwest“-Show 1890 auf der Theresienwiese gewesen.
Kinderfest im Tierpark Hellabrunn, August 1930.
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Kinderfest im Tierpark Hellabrunn, August 1930.
24. April 1890 – Buffalo Bills „Wilder Westen“ auf der Theresienwiese.
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24. April 1890 – Buffalo Bills „Wilder Westen“ auf der Theresienwiese.

München – Leidenschaftlicher als der Schatz im Silbersee: Ein neuer Bildband zeigt jetzt wahre Sehnsucht, Abenteuer und Romantik aus Zeiten des Wilden Westens in der Landeshauptstadt

Schon von klein auf war Hermann Wilhelm fasziniert vom Wilden Westen: „Ich hatte eine Sammlung von Elastolin-Figuren, mit der ich ganze Szenerien aufbauen konnte“, erinnert sich der 70-jährige Heimatforscher aus Haidhausen. 

Als er vor drei Jahren eine Ausstellung zum Thema im Gasteig organisierte, sei er vom Morisel Verlag angesprochen worden, ob er nicht den Begleittext zu einem geplanten Bildband schreiben möchte. Wilhelm sagte zu – und am Sonntag, 3. März, findet nun die Buchvorstellung von „Wildwest München“ im KiM-Kino statt.

„Grundlage war ein riesiges Konvalut an Bildern, vor allem vom Cowboy Club München sowie vom Künstler Max Oliv“, erklärt Wilhelm. Startschuss für die Münchner Cowboy-Szene sei die „Buffalo Bill Wildwest“-Show 1890 auf der Theresienwiese gewesen. „Das war ein Spektakel, das nicht nur für Kinder interessant war. Im Nachgang sind dann die ersten Vereine enstanden.“ Wie der „Cowboy Club München 1913“. Der Verein mit Sitz an der Zentralländerstraße zählt heute rund 100 Mitglieder (Hallo berichtete). Auch das Vereinsleben wird im Bildband umfassend behandelt.

Ebenso werden verschiedene Künstler und die sogenannten „Isarwestern“ thematisiert: „Vor den Toren Münchens wurden Filme mit verrückten Titeln wie ,Die Geier der Goldgruben‘ oder ,Der Skelettreiter von Colorado‘ gedreht, zum Teil noch während des Ersten Weltkriegs. Sie waren humorig, exotisch und spannend“, so Wilhelm. Es waren „Utopien, in die man sich ein bisschen reindenken konnte.“

Und das kann man auch heute noch, meint Wilhelm: „Mit fortschreitender Digitalisierung, scheint manch einer doch wieder zurück zu den Wurzeln zu wollen. Anstatt Abenteuer in digitalen Spielwelten zu erleben, merken die Menschen, dass sie beispielsweise im Cowboy Club etwas in der Realität erleben können, das genauso spannend ist. Im Wesentlichen geht es schließlich um das Gemeinschaftliche.“

Daniela Borsutzky

Die Buchvorstellung „Wildwest München“ findet am Sonntag, 3. März, um 11 Uhr im KiM-Kino, Einsteinstraße 42, statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung an rudolf@hartbrunner.de wird gebeten.

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