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„Zu Hause gesund werden“: Wie Ehrenamtliche berufstätige Eltern entlasten

Ehrenamtliche helfen Kindern, grippale Infekte und Co zu Hause zu überwinden, wenn die Eltern zur Arbeit müssen.
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Ehrenamtliche helfen Kindern, grippale Infekte und Co zu Hause zu überwinden, wenn die Eltern zur Arbeit müssen.

Der Betreuungsdienst „Zu Hause gesund werden“ entlastet seit 30 Jahren berufstätige Münchner, wenn ihre Kinder krank sind. Wie die Einrichtung arbeitet und welche Ziele sie sich gesteckt hat, lesen Sie hier.

München – Das Kind hustet – und ein wichtiger Termin mit einem Kunden steht an. Ein Dilemma, vor dem in München immer mehr Eltern stehen. Wenn beide arbeiten (müssen) und die Großeltern weit weg sind, sind Mama und Papa oft am Verzweifeln. Da ist die Einrichtung „Zu Hause gesund werden“, die jetzt ihr 30-jähriges Bestehen feiert, oft die Rettung. 

„Oftmals noch am selben Tag, in den allermeisten Fällen bereits am nächsten Tag, können wir jemanden schicken“, wie Inga Fischer von der Einrichtung des „Vereins für Fraueninteressen“ erklärt. Ehrenamtliche Helferinnen kommen dann zu erkrankten Kindern im Alter von sechs Monaten bis zwölf Jahren nach Hause und kümmern sich.

Die Nachfrage ist groß. Ganze 1316 mal hat der Verein 2018 geholfen. Daher ist er ständig auf der Suche nach neuen Helferinnen. Diese müssen keine Krankenschwestern sein. „Wichtig ist, dass sie Einfühlungsvermögen und Geduld im Umgang mit Kindern haben“, erklärt Fischer. 

Außerdem gefragt: zeitliche Flexibilität, Mobilität. In Schulungen erweitern die Helferinnen ihr Wissen, auch wie sie Ansteckungsgefahren vermeiden. Sie bekommen eine Aufwandsentschädigung, für die Eltern kostet der Einsatz 6,50 Euro pro Stunde.

Etwa 70 Ehrenamtliche zwischen 50 und 81 Jahren pflegen momentan Kinder gesund. „Jede macht das auf ihre Weise“, sagt Fischer. Manche kochen für und mit den Kindern, andere lesen vor, andere kennen die schönsten Geschichten. Eine enorme Entlastung für berufstätige Eltern. 

Doch klar ist: „Wir machen den Dienst für die Kinder“. Damit diese schnell im gewohnten Umfeld gesund werden können.

Sebastian Obermeir

Interessierte erhalten beim Tag der offenen Tür am Freitag, 10. Mai, ab 13.30 Uhr in der Thierschstraße 17 Einblick. Weitere Informationen: ­www.zu-hause-gesund-werden­.­de

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