Feuerwehr im Einsatz

Gleich drei Brandfälle in der Stadt

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

In gleich drei Fällen mussten die Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr wegen Bränden in Kellerabteilen und einer Küche anrücken. Wie groß der Schaden war...

Fall 1

Am Hart – Am frühen Sonntagabend meldeten Anrufer der Integrierten Leitstelle eine starke Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus im Münchner Norden. 

Als die Einsatzkräfte in die Krumenauerstraße gegen 18 Uhr eintrafen, wurden sie bereits von den Mitteilern vor dem Haus erwartet. Nach der ersten Erkundung konnte ein Kellerbrand als Ursache der Rauchentwicklung ausfindig gemacht werden. 

Ein Trupp ging zur Brandbekämpfung unter Atemschutz mit einem C-Rohr in den Keller vor. Durch Setzen eines Rauchschutzvorhangs konnte eine Rauchausbreitung über das Treppenhaus verhindert werden. Leider waren zwei Kellerfenster gekippt, über die der Rauch unkontrolliert über weitere gekippte Fenster in mehrere Wohnungen zog. 

Da alle Bewohner das Haus bereits eigenständig verlassen hatten, bestand hier keine Gefahr für Anwohner. 

Das Feuer war nach kurzer Zeit gelöscht. Zur Entrauchung wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Im Anschluss kontrollierten die Einsatzkräfte nochmals alle Wohnungen auf eine eventuelle Verrauchung. 

Zwei Abteile brannten fast völlig aus. Der Keller, das Treppenhaus und die Fassade wurden durch Ruß- und Rauch erheblich beschädigt. Die starke Verrußung entstand insbesondere dadurch, da im Kellerabteil gelagerte Reifen brannten. 

Ein 70-jähriger Hausbewohner kam mit einer leichten Rauchgasvergiftung zur Kontrolle in ein Münchner Krankenhaus. Drei weitere Hausbewohner wurden sofort untersucht, eine stationäre Krankenhausaufnahme war nicht erforderlich.

Der entstandene Sachschaden wird seitens der Feuerwehr auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Eingesetzte Kräfte: Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr

Fall 2

Berg am Laim – Zu einem weiteren Brand in einem Keller kam es in einem Mehrfamilienhaus im Weißpfennigweg.

Dabei hatte ein Hausbewohner vergangenen Freitag einen Akku in seinem Kellerabteil geladen, welcher sich, nach jetzigem Ermittlungsstand, entzündet hatte. 

Die Flammen griffen anschließend auf die Kellereinrichtung über. Der Hausbewohner konnte den Brand selbst löschen. Allerdings erlitt er eine Rauchgasvergiftung und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Die verständigte Feuerwehr führte eine Nachkontrolle durch und entlüftete das Haus vom Rauch.

Fall 3

Mittersendling – Hausbewohner eines Mehrfamilienhauses meldeten auch am Samstag kurz nach 12 Uhr abends eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung in der Einhornallee.

In der Küche war eine Dunstabzugshaube in Brand geraten. Das Feuer wurde durch die verständigte Feuerwehr gelöscht. Der entstandene Sachschaden beträgt ca. 2.000 Euro. 

Durch die Rauchentwicklung zogen sich die 11-jährige Tochter und eine 32-jährige Freundin der Wohnungsmieterin eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Sie wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. 

Bei der Brandortaufnahme wurde zudem festgestellt, dass sich in der Mietwohnung keine Rauchwarnmelder befinden. 

Das Kommissariat 13 hat dazu ein Verfahren gegen den Vermieter wegen Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen eingeleitet. Das Kommissariat 13 hat in allen drei Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Feuerwehr München/ Polizeipräsidium München/fb

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