Ab dem 31. August: Mehrere Straßensperrungen im Umland – Diese Bereiche sind betroffen

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Jetzt ist die Münchner Politik gefordert

Fridays for Future mit konkreten Forderungen

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Die "Fridays for Future" - München Ortsgruppe stellte heute ihre neuen Forderungen vor.

Bis jetzt stellte die Fridays for Future Bewegung ihre Forderungen immer an die EU oder die Bunderegierung. Aber jetzt fordern sie konkret Münchner Politiker und Verantwortliche zum Handeln auf.

München – Die globale Schüler- und Studierendenbewegung Fridays for Future demonstriert seit vielen Monaten jeden Freitag für den Klimaschutz. Zahlreiche Schüler und Studenten fordern schnellere und effizientere Maßnahmen, gegen die Klimakatastrophe.

Diesmal gehen die Forderungen an Münchner Verantwortliche

In zahlreichen Deutschen Städten haben sich bereits Fridays for Future - Ortsgruppen gebildet – so auch in München.  Die Münchner Ortsgruppe hat heute ihre aktuellen Forderungen gestellt.

Jedoch nicht etwa an die Europäische Union oder unsere Bundesregierung, sondern an die Münchner Lokalpolitik: „Diese Forderungen richten sich an den Stadtrat der Landeshauptstadt München, den derzeitigen Bürgermeister sowie alle darauf folgenden Bürgermeister*innen. Als überparteiliche Bewegung sprechen wir hiermit jede Partei, jede*n Vertreter*in einer Partei, parteilose Abgeordnete des Stadtrates sowie die hauptamtlichen Stadtratsmitglieder an. Außerdem richten wir uns an alle Vereinigungen, Bewegungen und politisch Interessierte, die in München aktiv sind.“ 

Die Fridays for Future - Ortsgruppen München fordert daher in ihrem 18-seitigen Papier Folgendes:

Mobilität:

1. Eine starke Begrenzung des motorisierten Individualverkehrs:

  • Autofreie Zone innerhalb des Altstadtringes ab sofort und innerhalb des mittleren Rings bis spätestens 2025
  • Spätestens ab 2025 ausschließlich lokal CO₂- emissionsfreie Fahrzeuge im Stadtgebiet

2. Ein umfassender Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs:

  • Massiver Ausbau der Kapazitäten
  • ÖPNV kostenlos ab 2025
  • Bau des S-Bahn Ring bis 2030
  • Mindestens 10-Minuten Takt auf sämtlichen Verbindungen zwischen 6 und 24 Uhr ab 2025
  • Sofortiger Anschaffungsstop von fossil betriebenen Fahrzeugen im ÖPNV

3. Ein vollständiger Ausbau des Fahrradverkehrs; Sofortiger Beginn der Umsetzung der Forderungen des Münchner Radentscheids:

  • Bis spätestens Ende 2019 Beschluss und bis spätestens 2022 Fertigstellung des Altstadt-Radlrings
  • Eine leichtere Kombinierbarkeit von ÖPNV und Fahrrad wird gewährleistet
  • Mehrspurige Fahrradtrassen entlang der Hauptverkehrsrouten

4. Eine strenge Regulierung des Flugverkehrs:

  • Keine dritte Startbahn
  • Verhinderung von Kurzstreckenflügen durch massive Anhebung der Start- und Landegebühren

Stadtplanung und Gebäude:

1. Die Einhaltung von höheren Energieeffizienzstandards bei bestehenden Gebäuden:

  • Die Steigerung der Sanierungsrate auf mindestens 4% pro Jahr bis 2025
  • Die Beschränkung des Primärenergiebedarfs aller Wohn- und Gewerbebauten im Stadtgebiet auf 30 kWh pro Jahr und Quadratmeter ab 2030
  • Ein verpflichtender Anschluss aller bestehenden Gebäude an das Fernwärmenetz, falls Anschlussmöglichkeit besteht

2. Für Neubauten ab 2020:

  • eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage Pflicht
  • Einhaltung des unter 1. genannte Energieeffizienzstandard
  • Im Versorgungsgebiet eine Anschlusspflicht an das Fernwärmenetz

3. Beschränkung der Flächenversiegelung auf maximal 50%

der Stadtfläche zum Erhalt von Versickerungsflächen.

4. Autofreie, an Stadtteilzentren orientierte Gestaltung bereits bestehender und neu geschaffener Stadtquartiere

5. Die Erstellung von Dekarbonisierungs- bzw. Energiekonzepten wird elementarer Bestandteile der Bauleitplanung und bei Umsetzung von städtebaulichen Wettbewerben.

Energieversorgung:

1. Großzügiger Neubau von erneuerbaren Erzeugungskapazitäten

2. Ende aller fossilen Heiz- und Kraftwerke: Keine fossilen Brückentechnologien, Betrieb des HKW Nord 2 bis 2022 beenden und den Betrieb bis dahin auf ein Minimum reduzieren

3. Erneuerbare Wärmequellen für das Fernwärmenetz: Massiver Ausbau der Geothermie, sodass ab 2035 Fernwärme ausschließlich durch erneuerbare Wärmequellen bereitgestellt wird.

Ressourcenverbrauch, Ernährung, Abfall

1. Die Recyclingquote im Stadtgebiet soll ab 2030 nicht unter 90% liegen.

2. München soll spätestens ab 2025 vollständig einwegplastikfrei sein.

3. Eine verantwortungsvolle Sammlung von weggeworfener noch essbarer Nahrung, um Containern zu ermöglichen und die Erhebung von nennenswerten Gebühren für Entsorgung von Lebensmitteln, insbesondere für Gastronomie & Einzelhandel.

4. Erhöhung des Anteils an vegetarischen und veganen Gerichten in allen städtischen Verpflegungseinrichtungen auf mindestens 75%. Dabei 100% bio-zertifiziert und nach Möglichkeit regional und saisonal.

5. Ein deutlich höherer Anteil bio-zertifizierter Produkte auf dem Oktoberfest, orientiert an den Forderungen des Aktionsbündnis Artgerechtes München

Stadtverwaltung:

1. Abzug aller finanziellen Rücklagen und Anlagen der Stadt München aus klimaschädlichen Wertanlagen (Divestment)

2. Die Arbeit der Klimaschutzmanager*innen soll zentral koordiniert werden und ihren Initiativen muss eine hohe Priorität zukommen.

Kosten:

Der Ortsgruppe München äußert sich auch zu den Kosten ihrer Forderungen: „ Die dadurch entstehenden Schäden werden nicht reparabel sein und darüber hinaus weit höhere Kosten mit sich bringen als alle vorgeschlagenen Investitionen in konkrete Maßnahmen zur Vermeidung der Klimakatastrophe.“ Konkrete Angaben wie Ihre Forderungen finanziert werden sollen, gibt es aktuell noch nicht.

Lesen Sie hier die News aus Münchens Vierteln

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