Von der Isar nach Hollywood

Diese Münchner Filmemacher sorgen weltweit für Furore

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Der Kameramann Christopher Aoun ist in diesem Jahr für seine Abschlussarbeit nominiert.

München – Eine filmreife Leistung! Auch in diesem Jahr dürfen junge Talente und bekannte Filmemacher aus der Landeshauptstadt in Hollywood auf die begehrten goldenen Preise hoffen 

Der Münchner Florian Henckel von Donnersmarck hatte 2007 bereits mit „Das Leben der Anderen“ abgeräumt. In diesem Jahr hat er mit „Werk ohne Autor“ reelle Chancen.

Gleich drei Mal darf München bei der 91. Oscar-Verleihung am 24. Februar auf eine der begehrten Gold-Statuen hoffen: Für seinen Film „Werk ohne Autor“ ist Florian Henckel von Donnersmarck in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Für den Regisseur und Absolventen der Hochschule für Fernsehen und Film München wäre es nicht der erste Award-Erfolg in Hollywood: Schon 2007 hat er mit „Das Leben der Anderen“ abgeräumt.

Doch nicht nur Münchner Regisseure sorgen in Hollywood für Furore. Auch hinter den Kulissen und hinter der Kamera arbeiten ehemalige HFF-Studenten daran, die goldene Statue für sich zu gewinnen. Tobias N. Siebert hat „Of Fathers and Sons“ des Regisseurs Talal Derki produziert. Der Film ist in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert. Siebert studierte an der HFF Produktion und Medienwirtschaft und ist seit seinem Abschluss mit einer eigenen Filmproduktionsfirma in Berlin tätig.

Oscar-Preisträgerin Caroline Link.

Heuer steht eine weitere Besonderheit für die Münchner Oscar-Schmiede an: Christopher Aoun ist für seine Abschlussarbeit nominiert. Der Kameramann hat „Capernaum“ mit der libanesischen Regisseurin Nadine Labaki gedreht. Im Film geht es um den 12-jährigen Zain, der seine Eltern verklagt, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können.

Studenten-Oscarpreisträger Lennart Ruff.

Die Zeichen stehen auf Erfolg: Schon mehrfach haben sich Münchner Filmemacher bei den Academy Awards durchgesetzt: Caroline Link gewann den Preis 2003 für „Nirgendwo in Afrika“. Der Ingenieur Franz Kraus gewann 2017 den Technik-Oscar für die Entwicklung der ARRI Alexa-Kamera. Der Regisseur Florian Gallenberger schlug mit seinem 30-Minüter „Quiero Ser“ gleich zweimal zu – 2001 in der Kategorie „Bester Kurzfilm“, im Jahr zuvor überzeugte Gallenberger die Jury beim Studenten-Oscar.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergibt den Student Academy Award seit 1973. Seither hat der Preis einigen angehenden Filmemachern zu internationalen Karrieren verholfen: 1994 gewann ihn etwa Katja von Garnier, 2014 gewann ihn Lennart Ruff für „Nocebo“, 2016 sahnte Alex Schaad mit „Invention of Trust“ ab.

Sebastian Obermeir

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