Sylvester ohne Pyrotechnik

Feuerwerks-Verbot in München  – Wo Raketen nicht erlaubt und Böller komplett verboten sind

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Silvester-Feuerwerk in München wir dieses Jahr nicht so opulent wie letztes Jahr werden. In manchen Teilen von München ist es komplett verboten.

In manchen Teilen von München dürfen an Sylvester keine Raketen und andere Pyrotechnik gezündet werden. Die Einschränkungen für Böller sind sogar noch extremer.

  • An Sylvester wird es keine Raketen und weitere Pyrotechnik auf dem Marienplatz geben.
  • Polizei und KVR präsentieren das Feuerwerks-Verbot für die Münchner Altstadt.
  • Für Böller ist die neuen Regelung sogar noch strenger.

München – Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Münchner Polizei und dem KVR wurde der Plan für das Feuerwerks-Verbot für Sylvester vorgestellt. Kreisverwaltungsreferent Dr. Böhle sprach von einem kompletten Verbot für Pyrotechnik in Teilen der Altstadt-Fußgängerzone. Dort wird an Sylvester, von 21 Uhr, bis Neujahr, 02 Uhr, das Mitführen, Abbrennen und Abschießen von Feuerwerk nicht erlaubt sein. 

Das vom Verbot betroffene Gebiet umfasst den Marienplatz, Abschnitte der angrenzenden Straßen, die Kaufinger- und Neuhauser Straße und den Stachus. Anwohner der betroffenen Zone jedoch können Feuerwerk zu ihrer Wohnung transportieren, es dort aufbewahren und es dann an Sylvester zu einem Ort bringen, an dem kein Verbot herrscht. 

Feuerwerks-Verbot: Die Situation am Marienplatz war zu gefährlich

Dr. Böhle: "Die Kombination aus enger Bebauung, dicht gedrängten Menschen, Alkohol und Pyrotechnik führte dazu, dass man sich nicht mehr sicher sein konnte, den Jahreswechsel im Herzen Münchens unbeschadet zu überstehen."

Auch nach Einschätzung von Polizeivizepräsident Radmacher kann die Situation nicht mehr verantwortet werden.

In den vergangenen Jahren, gab es, laut Polizei, eine Steigerung der Menschenmassen am Marienplatz. Während es bei Jahreswechsel vor zwei Jahren noch ca. 6000 Menschen waren, sind es vor einem Jahr bereits knapp 8000 Menschen gewesen. Auch die Dynamik der Masse ist ein Problem. So kommen etwa die Hälter der Personen innerhalb der letzten halben Stunde vor Mitternacht.

Missbrauch von Pyrotechnik, bewusst oder unbewusst

Sowohl KVR und Polizei berichten von Unfällen bei Sylverster Feuerwerk. So kommt es vor, dass die Flaschen, die als Startvorrichtung dienen, umfallen und eine Rakete in die Masse fliegt. Es kam aber auch zu Fällen, bei denen das Feuerwerk gezielt in eine Menschenmenge geschossen wird. Es wurden auch Polizisten beschossen.

Dabei kann es zu Hörstürzen, Hematomen und Verbrennungen kommen. "Man kann von Glück sprechen, dass noch nichts Schlimmeres passiert ist.", meinte der Polizeivizepräsident.

Dieser konkreten Gefahr soll das Feuerwerks-Verbot entgegen wirken. Es werden in dem betroffenen Gebiet etwa 55 Verbotsschilder aufgestellt. Verstöße werden mit einer Geldbuße mit bis zu 1000 Euro geahndet. 

In diesem Bereich ist Feuerwerk an Sylvester nicht erlaubt.

Die Regelungen und Geltungsbereiche wurden vom Kreisverwaltungsreferat nach Stadtratsbeschluss ausgearbeitet und in Allgemeinverfügungen bekanntgegeben. Die Polizei ist für den Vollzug des Feuerwerksverbots zuständig. Der Kommunale Außendienst (KAD) der Landeshauptstadt wird die Polizei bei der Überwachung des Verbots unterstützen.

Böllerverbot in der Umweltzone wegen Lärm, Luftverschmutzung und Müll

Zusätzlich zu dem Feuerwerk-Verbot in der Altstadt wird es noch ein weiteres Verbot geben. Von 31. Dezember bis zum 01. Januar ist Pyrotechnik mit "nur" Knallwirkung, wie Böller und ähnliches, in der kompletten Umweltzone, also innerhalb des Mittleren Rings, komplett verboten. 

Grundlage ist ein Stadtratsbeschluss von Ende Juli – mit dem Ziel, die negativen Begleiterscheinungen von Pyrotechnik, wie Lärm, Luftverschmutzung und Müll, verringern zu können.

Die bundesweite Verordnung zum Sprengstoffgesetz räumt den Kommunen die Möglichkeit eines solchen Verbots in dicht besiedelten Gebieten ein.

 Quelle: Kreisverwaltungsreferat/Polizeipräsidium München/jh

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