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Die Isar-Flitzer kommen

Elektrisierend: So erobern E-Scooter die Stadt

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Flitzt vielleicht bald auf dem elektrischen Roller durch die Stadt: Hallo-Redakteur ­Sebastian Obermeir.

München – Ab Mai sollen elektrische Roller öffentlich zugelassen werden. An der Isar bringen sich die ersten Leih-Anbieter in Stellung. Hallo hat den Selbstversuch gewagt und die Flitzer vorab getestet

Bis jetzt stand ich noch nie auf einem Roller. Eigentlich fand ich sie immer uncool – sogar als Kind. Und für die Premiere soll es nun ein elektrischer werden! Doch bereits Sekunden nachdem ich den Gas-Knopf hinunter drücke, bin ich begeistert. Einmal muss man den E-Scooter mit den Füßen kurz in Bewegung setzen, dann übernimmt der Elektro-Motor. 

Ich fühle ich mich locker, hip und schnell ziemlich sicher. Apropos schnell: Mit bis zu 20 Stundenkilometern kurve ich mit dem giftgrünen Gefährt über den Platz. Kurven sind Anfangs noch spannend, doch die Bremsen – eine am Lenker, eine andere zum Treten – benutze ich nur selten. 

Achtung, hier komme ich angeschossen, könnte mein Grinsen sagen. Die Klingel benutze ich aber nicht. Die Passanten um mich am Schwabinger Tor starren sowieso schon ein bisschen. 

Noch sind die E-Scooter exotisch – bald könnten sie aber schon das Stadtbild prägen: Im öffentlichen Bereich darf noch nicht gefahren werden. Die Freigabe durch die Bundesregierung wird für 17. Mai erwartet. Danach könnten Leihsysteme – wie bei Rädern oder Autos – eingerichtet werden. Mit einer App lokalisiert man seinen Scooter, dann kostet es einen Euro, um das Gefährt zu entsperren. Jede weitere Minute kostet 15 Cent. 

Hive-Geschäftsführer Tristan Torres (rechts), beim E-Scooter-Testlauf am Schwabinger Tor.

„Sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt sind, versuchen wir so schnell wie möglich nach München zu kommen“, sagt Hive-Geschäftsführer Tristan Torres, beim Testlauf am Schwabinger Tor. Auch die Mitbewerber, Tier, Bird, GoFlash und Lime zeigen Interesse, nach München zu kommen.

Droht also die Scooter-Flut? „Ende März gab es einen ersten Austausch mit einigen Anbietern“, sagt KVR-Sprecher Johannes Mayer. So will die Stadt etwa Abstellorte, erforderliche Wartung der Scooter und Flottengröße regeln. Das alles ist im Sinne von Hive: „Sicherheit ist unsere oberste Prioriät. Und uns ist es wichtig, dass die Scooter den Leuten nicht auf die Nerven gehen“, sagt Torres. Ein Team der Firma soll deshalb die Gefährte warten, einsammeln und in Schuss halten, damit es nicht zu einem Desaster wie mit den gelben Obikes kommt.

Die MVG will vorerst kein eigenes Leihsystem einrichten. „Wir haben vor, ausleihbare E-Roller in unsere App zu integrieren“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. Klappbare Scooter dürfe man in den Verkehrsmitteln transportieren. Somit verbinden sich öffentlicher Nahverkehr und E-Scooter. Besonders eignen sich die E-Scooter nämlich im Bereich „Micromobility“ – „der Weg von zuhause zum Bus oder zum Zug, Wege unter fünf Kilometer“, erklärt mir Torres, kurz bevor ich den Roller zurückgebe. 

Den Fußweg zur U-Bahn wäre ich tatsächlich gerne auf dem Roller gefahren. Cool genug fühlte ich mich ja.

Sebastian Obermeir

Mit welchem Roller Sie wo fahren dürfen

„Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung“ nennt sich das Gesetz, das den Gebrauch von E-Scootern regeln soll. Am 17. Mai wird der Beschluss durch die Bundesregierung erwartet. Unter die Regelung fallen Roller, die zwischen sechs und 20 Kilometer pro Stunde fahren können und eine Lenk- oder Haltestange haben. 

Eingeteilt werden die Scooter in zwei Arten – abhängig von ihrer Maximalgeschwindigkeit. Scooter, die zwischen zwölf und 20 Kilometer pro Stunde fahren können, sollen auf Radwegen oder Radfahrstreifen unterwegs sein. Sind keine vorhanden, müssen sie auf die Fahrbahn. Diese sind ab dem vollendeten 14. Lebensjahr erlaubt. Langsamere Roller, bis 12 Stundenkilometer, hingegen müssen auf Gehwegen fahren. Erlaubt sind sie ab dem vollendeten 12. Lebensjahr. 

Führerschein und Helmpflicht sind für E-Scooter nicht vorgeschrieben. Versicherungsaufkleber sollen über die bestehende Haftpflichtversicherung informieren.

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