Sein Kampf gegen Gewalt

Dok.Fest München: Boxtrainer hilft Jugendlichen auf die richtige Spur – und landet im Kino

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Boxen als Gewalt-­Prävention: Für Trainer Ali Cukur vom TSV 1860 ist Boxen weit mehr als nur ein Sport.

Ali Cukur verbindet Boxtraining mit Sozialarbeit, um körperlicher Gewalt vorzubeugen. Regisseurin Antje Drinnenberg hat seine Geschichte verfilmt – und präsentiert die Dokumentation auf dem Dok.Fest.

München – Ein Deutsch-Türke steht einem Flüchtling aus Afghanistan gegenüber. Die Handschuhe sitzen, der Mundschutz auch. Ring frei. 

Im Boxstall des TSV 1860 kämpft man aber nicht gegeneinander. Sondern für das Füreinander. Ali Cukur verbindet hier seit 1973 Boxtraining mit Sozialarbeit. Jeder ist im Verein willkommen – 30 Nationen sind vertreten.

Die meisten der Jugendlichen haben viel durchmachen müssen in ihrem Leben: Schlägereien, Straftaten, der Kampf gegen Vorurteile. Ali Cukur hilft ihnen, nicht auf die schiefe Bahn zu geraten. Im Ring bringt er ihnen bei, ihre Wut zu kontrollieren. 

„Beim Boxen lernt man: Ich kann nicht wild rumschlagen, das ist keine wilde Schlägerei.“ Für Cukur ist der Sport als Training für das echte Leben.

Antje Drinnenberg erzählt im Dokumentarfilm „Lionhearted“ von der Arbeit, die Ali Cukur tagtäglich leistet.

Bis auf die Leinwand hat das Training Cukur und seine Schützlinge gebracht: Regisseurin Antje Drinnenberg erzählt im Dokumentarfilm „Lionhearted“, der jetzt beim Dok.Fest gezeigt wird, die Geschichte der Boxer, die sie bis nach Ghana führte. 

„Wir haben ein paar Jammerlappen hier“, erklärt Cukur und lacht. „‚Die Duschen gehen nicht, ich hab’s nicht zum Training geschafft, weil ich zu müde war.‘ Also fuhren wir für unser Trainingslager wohin, wo die Menschen es wirklich schwierig haben.“ 

Zurück kamen die Boxer des TSV 1860 verändert – dankbarer, mutiger, mit einem noch größeren Löwenherz. 

„Der Film ist eine Hommage an die Leute, die sich einsetzen, damit unsere Gesellschaft positiver wird“, sagt Drinnenberg. „Ali ist einer davon.“

Gewinnen Sie Karten fürs Dok.Fest

159 Filme aus 51 Ländern – von Mittwoch, 8. Mai, bis Sonntag, 19. Mai, verwandelt das Dok.Fest München zur Dokumentarfilm-Hauptstadt! Das Festival findet an 20 Spielorten in ganz München statt, neben den Kinos auch in Kulturinstitutionen. 

Die Filme begleiten Walforscher an die Westküste Kanadas, beleuchten die Proteste im Hambacher Forst oder zeigen einen neuen Blick auf das legendäre Woodstock-Festival. Ein vielfältiges Programm, das sich mit einem Wort beschreiben lässt: sehenswert! 

Dok.Fest München

Tickets für die Filmvorstellungen gibt es unter: www.dokfest.muenchenticket.net 

Verlosung

Ante Drinnenbergs Film ist eine „eine Hommage an die Leute, die sich einsetzen, damit unsere Gesellschaft positiver wird“. Gemeint ist damit unter anderem Ali Cukur.

Mit etwas Glück gibt es Eintrittskarten auch hier: Wir verlosen 5x2 Tickets für die Premiere von ­„Lionhearted“, am Samstag, 11. Mai, 18.30 Uhr im Rio 1, Rosenheimer Straße 46. 
Teilnahmeschluss ist am 09. Mai.

Das Gewinnspiel ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.

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