Münchens Solidarität in Krisen-Zeiten

Corona-Hilfe in München: Hier wird Notdürftigen geholfen oder Münchner können selbst aktiv werden

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Immer mehr freiwillige greifen zur Nähmaschine und produzieren Stoffmasken für ihre Mitmenschen - hier sind es zwei freiwillige Näherinnen, die damit das Münchner Kinderhaus Atemreich unterstützt haben. 

Masken nähen, Lebensmittel spenden oder Hilfe via Hotline - in München gibt es wegen Corona zwar immer mehr Hilfsbedürftige, jedoch entstehen vermehrt auch Hilfsangebote. 

  • Die Corona-Pandemie stürzt immer mehr Menschen in München in persönliche Nöte und Krisen. 
  • Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch eine große Solidarität in Form von Hilfsangeboten
  • Hier gibt es eine Übersicht, wo geholfen wird und wo man helfen kann. 

München - Während bei vielen Münchnern unter der Corona-Krise derzeit verschiedene Probleme und Nöte entstehen, bilden sich auf der anderen Seite immer mehr Projekte und Zusammenschlüsse, die das Ziel verfolgen, in der aktuellen Situation Hilfezu leisten. Nähen von Stoffmasken, Spendenorganisationen oder Hotlines - die Ideen und Angebote sind dabei vielseitig. Hallo zeigt Ihnen deshalb eine Übersicht, wo Hilfsbedürftige sich derzeit mit unterschiedlichen Anliegen melden können, welche Organisationen spezielle Corona-Hilfen anbieten und wo sich Freiwillige bereits engagieren - oder sogar noch Helfer gesucht werden. 

Alle neusten Entwicklungen zu Corona in München gibt es außerdem im aktuellen Hallo-Ticker

Coronavirus München: Hilfsangebote für Menschen in der Not

Hier sind verschiedene Hilfsangebote für Privatpersonen aufgelistet, die sich derzeit in der Not befinden:

Organisation

Hilfsangebot

Link

Die Heilsarmee München betreibt das Männerheim im William-Booth-Zentrum und bietet volljährigen, wohnungslosen, allein stehenden Männern mit besonderen sozialen Schwierigkeiten ein niederschwelliges Wohnungsangebot. 

Jeweils Dienstags und Donnerstags findet von 18 bis 20 Uhr eine Lebensmittelausgabe im Männerheim im William-Booth-Zentrum, Steinerstraße 20, statt. Ein Verzehr vor Ort ist nicht möglich. Für die Mitnahme der Warmspeisen sollte ein Gefäß mitgebracht werden. 

Auch Lebensmittel und Kleidung gibt es auf Anfrage.

www.heilsarmee.de/muenchenwbz/ueber-uns.html

Beim Krisendienst Psychiatrie können Menschen anrufen, die durch die Coronakrise in seelische Nöte geraten sind oder in seelischen Krisen und psychiatrischen Notfällen jeder Art stecken

Unter der Telefonnummer 0180 655 3000 erreichen Hilfsbedürftige rund um die Uhr einen Mitarbeiter.  

Die Leistungen des Krisendienstes sind für die Anrufer kostenfrei. Es entstehen lediglich Telefongebühren

www.krisendienst-psychiatrie.de

Die Caritas in München erwartet in den kommenden vermehrt Anfragen von Personen, die Kurzarbeit erhalten, ihre Miete oder den Strom nicht mehr bezahlen können oder sogar erstmals in ALG II Leistungen fallen. 

Personen erhalten von der Caritas eine Erstberatung und werden auch zu Zeiten der Corona-Krise entsprechend unterstützt und wo nötig weitervermittelt.

Es wurde außerdem eine neue E-Mail-Adresse für Anfragen rund um das Thema eingerichtet: existenzsicherung-lkm@caritasmuenchen.de.

www.caritas-nah-am-naechsten.de

Das Arbeitslosen-Zentrum München der Diakonie Hasenbergl berät und unterstützt auch in Zeiten der Corona-Krise bei drohender Arbeitslosigkeit.

Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen können sich telefonisch oder per E-Mail Hilfe holen.

Mitarbeiter beraten bei allen Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit und Existenzsicherung und informieren über aktuelle Entscheidungen und jetzt notwendige Anträge.

www.diakonie-hasenbergl.de/ausbildung-qualifizierung-beruf/alo-beratung-fuer-erwachsene.html

Die A nonymen Alkoholiker München sind eine Gemeinschaft, die einander hilft, trocken zu werden und nüchtern zu bleiben. 

Es besteht täglich zwischen 19 und 20 Uhr die Möglichkeit, online unter https://meet.jit.si/aa-muenchen Kontakt aufnehmen. 

www.anonyme-alkoholiker.de

Das JAL (Beratung für Jugendliche  der Diakonie Hasenbergl) berät weiter per Telefon und per E-Mail bei Fragen zu Schulabschlüssen, Ausbildungsplätzen und Bewerbungen.

Unterstützung für Jugendlichen unter 25 Jahren bietet die JAL unter Tel. 089 189 179 640 oder  jal@diakonie-hasenbergl.de. an. Auch Eltern können sich an die JAL wenden, wenn Sie Unterstützung und Hilfe für Ihre Kinder beim Übergang von Schule in Ausbildung oder in Arbeit benötigen.

https://www.diakonie-hasenbergl.de/ausbildung-qualifizierung-beruf/jal-beratung-fuer-jugendliche.html

Coronavirus München: Möglichkeiten für freiwilliges Engagement 

Vor allem im Bereich der Herstellung von Masken werden derzeit viele Helfer gesucht - denn diese sind überall Mangelware. Verschiedene soziale Einrichtungen rufen deshalb immer öfter zu Spenden auf - so wie Ende März das Münchner Kinderhaus Atemreich. Durch zahlreiche Helfer kamen dort inzwischen zahlreiche Masken an. 

 Hier sind verschiedene Organisationen aufgelistet, bei denen sich Freiwillige derzeit engagieren können, um Notdürftigen zu helfen:

Organisation

Hilfsangebot

Link

Die Fachstelle Ehrenamt/Volunteering in der Flüchtlingshilfe der Inneren Mission hat kreative Ideen entwickelt, um Flüchtlingskinder trotz der Corona-Krise weiter zu unterstützen.

Um die geflüchteten Kinder aufzumuntern, schicken Ehrenamtliche ihnen ein kleines Spiel oder ein Buch sowie eine Karte mit einem persönlichen Frühlingsgruß per Post. 

Außerdem hat die Fachstelle eine Sorgen-Hotline für die Kinder in den Gemeinschaftsunterkünften und Aufnahmeeinrichtungen eingerichtet. Hier können die Kinder mit den Ehrenamtlichen sprechen. Entsprechende Nummern finden die Kinder in ihrer Frühlingspost. 

www.im-muenchen.de/migration-fluechtlinge/fluechtlinge-und-asylsuchende/ehrenamt.html

Das Projekt "Hofhelfer Moosach" der Evangelischen Kirchengemeinde Heilig-Geist und der Diakonie München- Moosach startet ab dem 15. April eine Lebensmittelabgabe für Menschen in  Not.

Neben Geldspenden können Freiwillige an Montagen, Mittwochen und Freitagen von 10 bis 12 und von 16 bis 17 Uhr Lebensmittelspenden oder Hygieneartikel abgeben. Diese werden an denselben Tagen von 13 bis 15 Uhr im Innenhof der Evangelischen Heilig-Geist-Kirche, Hugo-Troendle-Straße 53, verteilt. 

www.diakonie-moosach.de/willkommen.html?neues-spendenformular-3976/spende

Die Pfarrgemeinde Maria Trost/St. Raphael ruft dazu auf, mit der Nähmaschine gegen die Corona-Pandemie zu kämpfen.

Jeder der selbst eine Nähmaschine besitzt und mitkämpfen will, soll sich einer Aktion des Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) anschließen und Masken anfertigen. 

Informationen über Stoff und Nähleitung gibt es für die Freiwilligen beim Frauenbund St. Raphael. Auch diejenigen, die gerne eine Maske verwenden wollen, können sich dort melden. 

www.st-raphael-maria-trost.de/index.php?id=24

Im Münchner Osten haben NICCON Help e.V. und der Stadtteilladen Trudering eine Nachbarschaftsaktion ins Leben gerufen, bei der es darum geht, Masken für Senioren zu nähen. 

Nähtalente, die für Senioren im Münchner Osten Masken nähen wollen, können sich unter der Telefonnummer 089 452 407 46 (Anrufbeantworter) oder unter der E-Mail-Adresse info@aktive-zentren-trudering.de melden. 

Auch Einrichtungen oder  Privatpersonen, die an den selbstgenähten Masken interessiert sind, sind dort willkommen. 

www.aktive-zentren-trudering.de

Die KinderstiftungDie Arche“ München, versorgt  Familien in Moosach mit Lebensmitteln und bietet ein digitales Betreuungsprogramm für Kinder.

Um die Versorgung zu gewährleisten benötigt die Arche Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Babynahrung etc. in Form von Spenden. Auch technisches Equipment für die digitale Betreuung, wie Webcams oder Headsets werden gesucht. Die Spenden können direkt am Standort der Arche abgegeben werden.

https://www.kinderprojekt-arche.de/standorte/munchen-moosach-freizeiteinrichtung

Auch Gastronomie-Betriebe kommen vermehrt in wirtschaftliche Nöte. Aus diesem Grund haben inzwischen viele Betriebe einen Lieferservice gestartet oder bieten Essen zum Mitnehmen an. Eine Übersicht gibt es auf der Hallo-Karte

Ebenso hoffen derzeit viele Buchläden darauf, dass ihre Kunden sich die Bücher während der Corona-Krise von ihnen an die Haustüre liefern lassen. 

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