Dreister geht es nicht mehr ...

Betrüger-Duo: Gläubige während des Kirchenbesuchs angebettelt - danach machten sie weiter

+
Betrüger-Duo zieht durch München.

Eine unglaublich dreiste Art der Abzocke leistete sich jetzt ein Betrüger-Duo in München. Sie machten nicht mal vor Kirchenbesuchern halt.

München – Bereits am Montag, 27. Mai, fiel dem Mesner einer Kirche in der Altstadt auf, wie zwei Frauen (beide 23 Jahre, mit österreichischen Staatsangehörigkeiten), dort gezielt ältere Menschen ansprachen und offensichtlich erfundene Notlagen schilderten, um Geld zu erlangen. So schilderte ihm ein Zeuge, dass ihn eine der beiden Frauen um Geld für angebliche Mietschulden bat. Die beiden Frauen verhielten sich dabei äußerst konspirativ und kommunizierten meist nur durch Blickkontakte.

Sie machten einfach in der Innenstadt weiter

Am Freitag, 7. Juni, gegen 16:15 Uhr, fiel einer zivilen Fußstreife der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) an der Ecke Dienerstraße / Landschaftsstraße eine der beiden Frauen auf, wie sie vor einem Lebensmittelgeschäft einen 85-Jährigen ansprach und um Geld bat.

Ihre 23-jährige Begleiterin hielt sich währenddessen in der Nähe auf und beobachtete die Umgebung. Der angesprochene Senior entfernte sich nach einem kurzen Wortwechsel, ohne Geld herauszugeben.

Die Beamten der Polizeiinspektion 11 konnten im weiteren Verlauf beobachten, wie die 23-Jährige in der Perusastraße vor einer Gaststätte einen 81-Jährigen ansprach. Auch hier täuschte sie eine Notlage mit Mietschulden vor.

Sie ging dabei sehr hartnäckig vor und begab sich mit dem 81-Jährigen in mehrere Passagen, um weiter ungestört ihre Forderungen zu stellen. Ihre 23-jährige Mittäterin positionierte sich jeweils so, dass sie die beiden Zugänge im Blickfeld hatte und beobachtete die Umgebung. Da die Frau nicht locker ließ, händigte der 81-Jährige schließlich 100 Euro aus.

Die 23-Jährige verlangte jedoch noch weiterhin 800 Euro von ihm und wollte sogar seine Adresse wissen. Dem Senior wurde es schließlich zu viel und er ging in einen Kiosk um Schutz zu suchen.

Sie hatten sogar noch das erbettelte Geld dabei

Die beiden Frauen wurden daraufhin von den Beamten der Polizeiinspektion 11 festgenommen. Die erhaltenen 100 Euro führten sie noch mit sich. Die beiden 23-Jährigen haben in Deutschland keinen festen Wohnsitz und finanzieren sich ihren Lebensunterhalt durch solche Betrugshandlungen. Beide wurden der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehle.

Polizei München/se

Lesen Sie hier die News aus Münchens Vierteln

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

200 000 Euro Schaden – S-Bahn fährt bei Rangierfahrt auf stehende S-Bahn
200 000 Euro Schaden – S-Bahn fährt bei Rangierfahrt auf stehende S-Bahn
"CSU und SPD sind Listenplätze wichtiger als politische Überzeugungen"
"CSU und SPD sind Listenplätze wichtiger als politische Überzeugungen"
Feuerwerks-Verbot in München  – Wo Raketen nicht erlaubt und Böller komplett verboten sind
Feuerwerks-Verbot in München  – Wo Raketen nicht erlaubt und Böller komplett verboten sind
Nach Messerattacke am Hauptbahnhof: Polizist operiert - Klinge in Körper abgebrochen
Nach Messerattacke am Hauptbahnhof: Polizist operiert - Klinge in Körper abgebrochen

Kommentare