150 Jahre Deutscher Alpenverein – von München in die Alpen

Der Ruf der Berge: Warum die Alpen seit 150 Jahren echte Münchner sind

Der in München gegründete Deutsche Alpenverein blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück.
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Der in München gegründete Deutsche Alpenverein blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück.
Wie geht man richtig mit der Kletterausrüstung um? Wie seilt man sich korrekt ab? 
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Wie geht man richtig mit der Kletterausrüstung um? Wie seilt man sich korrekt ab? 
Dieses Foto zeigt eine Reisegesellschaft in Sankt Anton.
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Dieses Foto zeigt eine Reisegesellschaft in Sankt Anton.
Die Fotografie zeigt eine Gruppe Wanderer am Gipfel des Zwiesels.
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Die Fotografie zeigt eine Gruppe Wanderer am Gipfel des Zwiesels.
Dieser Bergsteiger wärmt sich am Ofen des Madlener Hauses auf.
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Dieser Bergsteiger wärmt sich am Ofen des Madlener Hauses auf.
Hier sieht man zwei Vereinsmitglieder beim Arbeitsdienst.
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Hier sieht man zwei Vereinsmitglieder beim Arbeitsdienst.
Stolze Wander auf dem Gipfel.
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Stolze Wander auf dem Gipfel.
Diese Gruppe von Wanderern zeigt sich stolz auf dem Gipfel des Mont Blanc.
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Diese Gruppe von Wanderern zeigt sich stolz auf dem Gipfel des Mont Blanc.

München – In der Dienerstraße 11 sind Gegenwart und Zukunft vereint: Vor 150 Jahren wurde dort der Deutsche Alpenverein gegründet – Jetzt blicken die Mitglieder auf seine lange Geschichte zurück

Bis in die Münchner Altstadt ist er deutlich zu hören: der Ruf der Berge. Denn in der Dienerstraße 11, im damaligen Gasthof Blaue Traube, wurde 1869 der Deutsche Alpenverein (DAV) gegründet. 36 Männer kamen zur Gründungsversammlung, als treibende Kraft darunter auch der Münchner Student Karl Hofmann. 150 Jahre später gehört der DAV mit 1,2 Millionen Mitgliedern und 256 Sektionen zu den größten Alpin-Verbänden der Welt.

Thomas Bucher ist Pressesprecher des Deutschen Alpenvereins.

„Circa jeder siebte Münchner ist DAV-Mitglied“, erzählt Pressesprecher Thomas Bucher. „Münchens Herz schlägt für die Berge. Ob beim Skifahren, beim Klettern oder beim Wandern.“ Einen Lieblingsberg haben die Bürger aber nicht. Sondern gleich mehrere. „Die Kampenwand, die Zugspitze, die Herzogspitze. Jeder hat da seinen Liebling“, sagt Bucher. Einer ist jedoch recht unbekannt – obwohl er für die Stadt eigentlich ganz besonders ist: der Rechelkopf im Isarwinkel. „Vom Marienplatz aus ist das der nächste Berg zur Stadt“.

Die Ziele und Tätigkeiten des DAV sind vielfältig. Zunächst bietet er jährlich 165 000 Freizeitsportangebote – von einfachen Wanderungen über schwierige Klettertouren, Ski-Wochenenden, Mountain-Biking- oder Trekking-Touren. Daneben betreibt und erhält der Bergsport- und Naturschutzverband 323 öffentliche Hütten und 30 000 Kilometer Wanderwege in den Alpen.

Außerdem setzt sich der DAV für Vielfalt, Toleranz und Offenheit ein. Nicht zuletzt wegen seiner eigenen Geschichte: Ab 1933 kooperierte der DAV eng mit dem NS-Regime. Sektionen nahmen keine Juden mehr auf, in einigen mussten „Ariernachweise“ erbracht werden. Der DAV hat sich seit den 90ern mit dieser Geschichte von 1918 bis 45 auseinandergesetzt.

Ein weiterer gesellschaftspolitischer Aspekt, den der DAV verfolgt, ist der Naturschutz. Als „Anwalt der Alpen“ setzt sich der DAV dafür ein, die Berge zu erhalten, damit auch spätere Generationen dieselbe Leidenschaft für die Alpen leben können. Denn ihr Ruf soll noch lange zu hören bleiben.

Sebastian Obermeir

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