Bundespolizei München

Beamte im Dauereinsatz: Mehrere Gewaltdelikte durch Alkohol am Wochenende

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An diesem Wochenende kam es zu mehreren gewaltsamen Konflikten - alle in alkoholisiertem Zustand.

Jetzt ermittelt die Polizei: Am Wochenende kam es zu vier gewaltsamen Auseinandersetzungen, die alle in Zusammenhang mit Alkohol begangen wurden.

München – Am Wochenende hatte die Bundespolizei in München einiges zu tun. Viermal mussten die Beamten alleine wegen Delikten ausrücken, die im Zusammenhang mit Alkohol begangen wurden. 

Der Alkoholisierte verletzte sich sogar selbst

Ein 44-jähriger Deutscher schlief am Samstagabend, 1. Juni, gegen 20.15 Uhr, in einem Schnellrestaurant am Ostbahnhof und wollte dieses auch nach Aufforderung des Hausrechtsinhabers nicht verlassen.

Auch einem Platzverweis einer hinzugerufenen Streife der Bundespolizei folgte der Mann nicht und begann diese zu beleidigen. Mit zwei Streifen wurde der Münchner zwangsweise aus dem Lokal und zur Dienststelle am Ostbahnhof verbracht, wogegen er sich jedoch zu sperren versuchte.

In der Gewahrsamszelle verletzte sich der mit 3,54 Promille Alkoholisierte selbst am Ellenbogen und Bein, indem er gegen Wand und Liege schlug. Der 44-Jährige wurde durch einen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo eine Platzwunde genäht werden musste. Ermittelt wird wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Hausfriedensbruch.

DB-Mitarbeiter mussten sich mit Pfefferspray wehren

Am Sonntagmorgen, 2. Juni, gegen 06.40 Uhr, übergab sich ein 17-Jähriger, vermutlich alkoholbedingt, am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz/Stachus. Anschließend schlief er auf einer dortigen Sitzgelegenheit ein.

Eine Streife der DB-Sicherheit wurde auf den Mann aufmerksam und sprach diesen an, worauf er jedoch nicht reagierte. Nachdem sie den jungen Mann wachrüttelten begann dieser unvermittelt auf sie einzuschlagen und zu treten. Die DB-Mitarbeiter setzten sich mit Pfefferspray zur Wehr, woraufhin der 17-Jährige aufhörte.

Bundespolizisten brachten den Dachauer auf die Dienststelle am Hauptbahnhof, wo er ein Ausspülen seiner Augen durch einen hinzugerufenen Rettungsdienst ablehnte. Ein Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 1,48 Promille.

Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit wurden durch den Angriff verletzt und mussten ihren Dienst abbrechen. Gegen den jungen Mann wir wegen Körperverletzung ermittelt.

Frau greift plötzlich einen 24-jährigen Mann an

Wenig später kam es ebenfalls am Karlsplatz/Stachus, auf einer Rolltreppe zum unteren Zwischengeschoss, zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen einer 24- jährigen Frau und einem 20-jährigen Mann.

Unten angekommen versetzte die 24-Jährige dem jungen Mann einen Stoß gegen die Schulter, sodass dieser taumelte, obwohl er nüchtern war. Wenig später ging die Frau aus Aubing am Bahnsteig wieder auf den Allacher los, kratze ihn im Halsbereich und packte ihn am Kragen. Ein 20-Jähriger Begleiter des Mannes trennte die Beiden schließlich.

Hinzukommende Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit hielt alle Beteiligten bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizei fest. Die Aubingerin, die einen Atem-Alkoholwert von 2,6 Promille hatte, erhielt eine Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Schlägerei in Regionalbahn - Grund: Bier

Am Sonntagabend, gegen 20.40 Uhr, gerieten in einer Regionalbahn von München nach Ingolstadt zwei Männer (31 und 35 Jahre) und ein 18-Jähriger aneinander. Hintergrund war, dass der 18-Jährige und sein Begleiter im Zug Bier tranken, womit die beiden anderen nicht einverstanden waren.

Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung soll es auch zu Schlägen gekommen sein. Ein 21-Jähriger Mitreisender wählte den Notruf und verließ mit den beiden Bier-Trinkern am nächsten Halt in Dachau den Zug.

Die Drei wurden dort von Landes- und Bundespolizei empfangen. Bei dem 18-Jährigen, in Dachau wohnhaft, wurde eine Atem-Alkoholwert von 1,98 Promille gemessen. Die beiden anderen aus dem Landkreis Miesbach verblieben im Zug und wurden am Bahnhof Ingolstadt von Bundespolizisten angetroffen und strafprozessualen Maßnahmen unterzogen. Einen freiwilligen Atemalkoholtest verweigerten sie. Gegen Sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Bundespolizei München/se

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