Jeans Kaltenbach hat Insolvenz angemeldet

München: Diese Hilfe braucht die Innenstadt - "weitere Unternehmen werden Insolvenz anmelden müssen“

Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit viele Branchen in München in der Not - manche müssen sogar Insolvenz anmelden. 
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Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit viele Branchen in München in der Not - manche müssen sogar Insolvenz anmelden. 

Münchner Innenstadt: Wolfgang Fischer, Geschäftsführer von „CityPartner“, über Corona- Folgen und mögliche Hilfsmaßnahmen. 

  • Die Innenstadt in München leidet unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. 
  • Geschäfte müssen kämpfen oder sogar Insolvenz anmelden. 
  • Wolfgang Fischer von "CityPartner" über Corona-Folgen und Hilfsmaßnahmen. 

Altstadt - Für immer mehr Geschäfte in der Münchner Innenstadt wird die Corona-Krise zu viel. Auch das Traditionsunternehmen Jeans Kaltenbach hat jetzt Insolvenz angemeldet. „Da derzeit oft Kosten wie die Miete gestundet sind, befürchten wir, dass in Handel, Gastronomie und den anderen Branchen – sollten sich nach Ende solcher Regelungen die Umsätze nicht bessern – weitere Unternehmen Insolvenz anmelden müssen“, sagt Wolfgang Fischer, Geschäftsführer von „CityPartner München“ .

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München: Innenstadt leidet unter Corona-Folgen - Hilfsmaßnahmen sind gefragt 

Zwar bleibt er für die Zukunft optimistisch, doch brauche es derzeit weiterhin Hilfen für die betroffenen Branchen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Wirtschaft hat die CSU ein spezielles Marketingbudget für das Referat für Arbeit und Wirtschaft gefordert. Solche Maßnahmen begrüßt auch Fischer: „Gerade die Werbung ist sehr wichtig, da der internationale Tourismus nahezu komplett weggebrochen ist. Allein dadurch fehlen in der Innenstadt täglich circa 25 000 bis 30 000 Besucher.“ Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner will außerdem einen Quartiersmanager für die Vermittlung der innerstädtischen Ladenflächen einsetzen, wie er dem Merkur sagte. Auch darin sieht Fischer Potenzial: „Einen einheitlichen Ansprechpartner begrüßen wir, da bisher die Zuständigkeiten auf so viele städtische Referate verteilt sind.“ 

Wolfgang Fischer ist Geschäftsführer von "CityPartner München", einer Unternehmensinitiative der Münchner Innenstadt. 

Wolfgang Fischer von "CityPartner München" fordert offene Sonntage 

Fischer fordert auch, dass für den Handel und die Gastronomie offene Sonntage ohne die sonst zwingend notwendigen Großveranstaltungen wie Messen und Märkte zugelassen werden. Man müsse sich dabei auch Gedanken zur Weihnachtszeit machen. „Es ist derzeit nicht absehbar, ob es heuer überhaupt Weihnachtsmärkte geben kann“, so Fischer. Zudem hofft er auf eine Besserung der derzeit erschwerten Erreichbarkeit der Innenstadt: „Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln sorgen uns beispielsweise die Unterbrechung von U3 und U6 für zehn Wochen oder die Sperrungen der S-Bahn-Stammstrecke.“ 

Wegen der Corona-Pandemie hat auch der Tierpark Hellabrunn wirtschaftliche Probleme. Die Stadt München soll einspringen und Hellabrunn vor der Insolvenz retten, fordert jetzt ein Bundestagsabgeordneter. 

Kassandra Fischer

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