Lässt ein fataler Trainingssturz seinen Lebenstraum zerplatzen?

Ironman: Er ist der größte Kämpfer

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Er hat alles gegeben: Ralf Drewitz qualifizierte sich beim Ironman in Frankfurt für Hawaii.

München – „Wie weit kannst du deinen Körper an seine Grenzen bringen?“ – Ralf Drewitz wollte beim Ironman auf Hawaii zu starten – doch ein fataler Trainingssturz steht seinem Lebenstraum im Weg

Es war der Moment, in dem nicht nur ein Schlüsselbein zerbrach – sondern soviel, auf das Ralf Drewitz jahrelang hingearbeitet hatte. Für seinen Lebens­traum hatte er alles gegeben, in seinen Mittagspausen trainiert, Zeit mit seiner Freundin und seiner dreijährigen Tochter hinten angestellt. Fast jedes Wochenende hatte er 30-Kilometer-Läufe absolviert und war sechs Stunden geradelt. So schaffte er die Qualifikation für den härtesten Triathlon der Welt. Am 13. Oktober hat Drewitz ein Startplatz für den Ironman auf Hawaii – als einer von nur 200 Deutschen.

„Davon habe ich geträumt seit ich mit 16 Jahren im Fernsehen den Schwimmstart bei Kailua-Kona gesehen habe – ich dachte mir ,Sind die wahnsinnig?‘ und im nächsten Augenblick: ,Das möchte ich auch!“, erinnert sich der 46-Jährige, der bei Hallo München im Verkauf arbeitet.

Während der Qualifikationsphase stürzte Drewitz beim Radtraining und musste im Krankenhaus wegen eines Schlüsselbeinbruchs behandelt werden.

Doch nun ist sein Lebenstraum in Gefahr: Beim Training auf Hawaii – eine Woche vor dem Wettkampf – stürzte er mit dem Rad schwer und brach sich das Schlüsselbein. Für Drewitz unfassbar: Er war mit dem Traum nach Hawaii gekommen, das 3,8-Kilometer-Schwimmen, 180-Kilometer-Radfahren und einen Marathon unter zehn Stunden zu absolvieren. Nun zittert er um die Chance, überhaupt starten zu können. Gemeinsam mit den Ärzten arbeitet er an einer Lösung, überlegt die Schwimm-Distanz einarmig zu kraulen. „Momentan sind die Schmerzen so groß, dass es nicht möglich wäre, aber ich habe bis Samstag Zeit und ich gebe nicht auf.“ So nah am Ziel will er seinen Lebenstraum in Erfüllung gehen lassen.

Denn der Kampf mit sich selbst ist laut Drewitz sowieso die Herausforderung beim Ironman: „Wie weit kannst du deinen Körper an seine Grenzen bringen und wie bereit bist du, darüber hinauszugehen?“

mak

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