Neue Ausstellung

Inga Tränker: Vom Topmodel zur top Künstlerin

Künstlerin und Ex-Model Inga Tränker wohnt und malt in der Maxvorstadt.
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Künstlerin und Ex-Model Inga Tränker wohnt und malt in der Maxvorstadt.
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Künstlerin und Ex-Model Inga Tränker wohnt und malt in der Maxvorstadt.
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Künstlerin und Ex-Model Inga Tränker wohnt und malt in der Maxvorstadt.

Maxvorstadt: Früher bereiste Inga Tränker als Topmodel die Welt, heute ist sie erfolgreiche Malerin. Eine neue Ausstellung zeigt Werke und Wirken des Multitalents.

In jungen Jahren war sie ein erfolgreiches Topmodel. Ihr Gesicht strahlte auf vielen Zeitungscovern wie der Deutschen „Vogue“ und dem „Penthouse“. Heute ist sie gefeierte Künstlerin: Inga Tränkers Talente sind vielseitig, ihr Lebensweg aufregend, glamourös, aber auch mal traurig und ratlos. Die neue Ausstellung „Im Wandel der Zeit“ im Hansa-Haus zeigt Werke und Wirken der Maxvorstädterin.

Einst reiste Tränker als Topmodel um die ganze Welt: Paris, Rom, Mailand. Gewiss war es ein aufregender Job, aber das Mode-Business hat auch seine Schattenseiten. „Als Model wird man oft sehr oberflächlich behandelt, wie ein Objekt. Und es lastet ein unheimlicher Druck auf einem, immer toll auszusehen, immer perfekt zu sein“, erzählt die 66-Jährige. 

„Damals hatte ich eine Lebenskrise“

Irgendwann kam dann der große Zusammenbruch: Burnout. „Damals hatte ich eine Lebenskrise“, erzählt Tränker. Ein Jahr dauerte es, bis sie sich von der inneren Leere erholt hatte. Durch die Kunst fand Tränker wieder zu sich selbst. Sie sitzt an einem Tisch in ihrem ‚Wohnatelier‘ in der Maxvorstadt. An den Wänden hängen ihre einzigartigen „Tränkers“. Die Bilder sind eine Mischung aus abstrakter und konkreter Malerei. Eines haben sie alle gemeinsam: Die kräftigen fröhlichen Farben und die Lebensfreude, die sie ausstrahlen.

Tränkers Werke hängen bei Kunstsammlern in der ganzen Welt oder sind in Ausstellungen zu betrachten: In München aktuell auch in einer Dauerausstellung in der Kunstpassage des Bayerischen Hofs. Das Thema Sinnlichkeit und Frausein spielt eine zentrale Rolle in ihren Bildern. Oft zeigen diese die Künstlerin selbst in jungen Jahren wie Gott sie schuf. Trotz der Modelmaße lief es bei der Künstlerin nicht immer gut mit den Männern. „Männer wollen immer starke Frauen, aber die Akzeptanz ist nicht da“, sagt sie. 

Zwar ist kein Mann im Haus, aber dennoch ein Romeo

Zuhause hat sie aber dennoch ihren Romeo. Ganz in sommerlicher, weißer Kleidung sitzt sie neben dem Malteser, der allmählich etwas ungeduldig wird, weil er Gassi gehen will. „Viele Fragen mich, ob ich nicht nach Ibiza gehen will. Ich würde dort gut hinpassen, wegen meines Kleidungstils und weil auch dort viele Künstler leben, ihre Werke ausstellen“, sagt sie. Aber sie käme nicht von München los, „weil man sich hier so geborgen fühlt. Im Vergleich zu anderen ist das eine sehr saubere und sichere Stadt. Und München inspiriert mich immer wieder aufs Neue.“ 

Erinnerung an das wilde Leben im Schwabing der 70er

Seit ihrem 19. Lebensjahr wohnt Tränker in München. „Es gab die Haifisch-Disco im Schwabylon mit einem 65 000 Liter Meerwasseraquarium mit Haien darin. Und die Kultkneipe Klappe für die Punks, die Spießer, Huren und Hausfrauen", erinnert sie sich an das Schwabing der 1970er. Die wilde Zeit ist längst vorbei, nun verwirklicht sie sich in der Kunst. 

Laura Felbinger


Ausstellung: "Im Wandel der Zeit"

Die Vernissage der Ausstellung „Im Wandel der Zeit“ von Inga Tränker im Hansa-Haus, Brienner Straße 39, findet am Mittwoch, 13. September, ab 18 Uhr statt. Olympiasieger Manfred Schnelldorfer hält eine Laudatio auf die Malerin. Inga Tränker liest aus ihrem Liebesroman „Der sündige Mönch“. Die Ausstellung läuft bis Donnerstag, 12. Oktober. Geöffnet ist von Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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