Kreativ-Kooperation am Färbergraben?

Hirmer erhält Teilareal des Sattlerplatzes

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Voraussichtlich Ende 2018 soll das Parkhaus am Färbergraben abgerissen werden.

Altstadt: Jetzt steht fest, wie es mit dem Sattlerplatz weitergeht: Die Fläche des Parkplatzes geht an Hirmer - und ein Verein strebt eine Zwischennutzung an.

in schönes Fleckchen ist der so genannte Sattlerplatz, also das Areal am Färbergraben gegenüber der Hofstatt, im Moment zwar nicht. Jedoch hat das Gelände in zentralster Lage ungemein viel Potential. Das Parkhaus am Färbergraben wird nämlich abgerissen. Die Stadt als Eigentümerin kann darüber bestimmen, wer künftig auf der Fläche bauen darf. Nun steht fest: Die Fläche des jetzigen Parkhauses soll an Hirmer gehen. Die Vergabe an das Modegeschäft wurde im Stadtratsausschuss für Arbeit und Wirtschaft beschlossen.

CSU und SPD stehen hinter der Entscheidung, Hirmer sei schließlich ein Münchner Traditionsunternehmen. Kritik gab es von den Stadtrats-Grünen und dem Münchner Forum.

„Wir sind mit der Vergabe eines Teilgrundstücks an Hirmer einverstanden“, sagt die stellvertretende Fraktionschefin Katrin Habenschaden. Die Fraktion kritisiere jedoch, dass die Öffentlichkeit zu wenig in die Diskussion miteinbezogen worden sei und wichtige Fragen noch offen stünden.

Hirmer war der einzige Bewerber

Von Anfang August bis Anfang September hatte die Stadt das infrage kommende Grundstück im Erbbaurecht ausgelobt. Hirmer war der einzige Bewerber um das Areal. Das Münchner Forum kritisiert den Zeitpunkt der Auslobung in der Ferienzeit.

Während sich andere noch über die Umstände der Vergabe streiten, plant der Verein Syntopik bereits den nächsten Schritt. Schon seit dem Frühjahr befasst sich der Verein – damals noch Genossenschaft – mit kreativen Ideen zum Sattlerplatz (Hallo berichtete). „Wenn nun der Sattlerplatz lokal privatisiert werden soll, dann ist das ein ,Gewerbe-Sockel’, auf dem ohne Weiteres noch ein grünes und kommunikatives Stück Zukunftsstadt machbar ist“, schreiben die Gründungsvorstandsmitglieder Hajo Bahner, Michael Munz und Thomas von Wittern in einem Statement an Hallo München.

Zwischennutzung für Vertreter der Kreativwirtschaft

Auf dem von Hirmer erworbenen Grundstück könne eine Zwischennutzung für Vertreter der Kreativwirtschaft, wie aktuell im Ruffinihaus, dauerhaft umgesetzt werden. „Mit der Stadt sind wir bereits im Gespräch und auch zu Hirmer werden wir Kontakt aufnehmen“, sagt Bahner.

Was Hirmer am Sattlerplatz plant, will man beim Modehaus nicht verraten. Es stehe lediglich fest, dass es eine „Erweiterung des eigenen Angebots“ geben wird und, dass eine Tiefgarage geplant ist.
L. Felbinger

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