2. Stammstrecke: So steht es um das größte Bauprojekt der Stadt

2. Stammstrecke: So steht es um das größte Bauprojekt der Stadt

2. Stammstrecke: So steht es um das größte Bauprojekt der Stadt

Stammstrecke gesperrt, U-Bahn eingeschränkt: So kommen Sie durch die Stadt

Stammstrecke gesperrt, U-Bahn eingeschränkt: So kommen Sie durch die Stadt

Stammstrecke gesperrt, U-Bahn eingeschränkt: So kommen Sie durch die Stadt

Kein Platz auf dem Trottoir

Fußgänger schlagen Alarm: Münchner Gehwege werden immer enger

+
Für Fußgänger bleibt auf den Fußwegen wenig Platz.

Sind sie bald vergessene Verkehrsteilnehmer? Weil die Bürgersteige in der Stadt immer häufiger enger und außerdem ständig zugeparkt werden, schlagen Fußgänger jetzt Alarm.

München – Mehr Autos, mehr Radwege und demnächst auch noch E-Scooter: Die Prognose für Münchens Fußgänger sieht schlecht aus. Oftmals ist auf dem Gehweg nicht mal mehr Platz für einen Rollator oder Kinderwagen – entgegenkommen darf ohnehin keiner. Nicht nur an Engpässen wie dem, den Herbert Gerhard Schön Eingangs der Pettenkoferstraße aufzeigt, häufen sich diese Situationen. Ein Vortrag beschäftigt sich nun mit der Förderung des Zufußgehens und zeigt Lösungen auf.

Wem gehört der Gehweg, fragt sich Schön. Denn ein Problem häufe sich: Autos, die teilweise oder komplett auf dem Gehweg stehen – obwohl mehrere Parkplätze in direkter Nähe frei sind. Schön, der sich beim Verein FUSS für Fußgänger einsetzt, spricht den Autofahrer darauf an. Die Reaktion: wütendes Unverständnis.

Ob auf vier oder zwei Rädern: Gehwege werden zugeparkt.

„Ob abgestellte Fahrräder, Motorräder oder Baustellen-Equipment: Es geht immer zu Lasten der Fußgänger“, erklärt Schön. Der 57-Jährige kritisiert die bisher gängige Praxis, dass die Flächen für neueingerichtete Radwege den Fußgängern weggenommen werden, wie in der Lindwurm- oder in der Zweibrückenstraße.

Um dies in Zukunft zu verhindern, möchte das Kreisverwaltungsreferat (KVR) mit Planungs- und Baureferat zusammenarbeiten. „Fußgänger profitieren, wenn Konzepte integriert geplant und umgesetzt werden“, erklärt Johannes Mayer vom KVR.

Langfristig sollten Begegnungszonen entstehen, bei denen Autos erlaubt, aber Radfahrer und Fußgänger im Vordergrund stehen, erklärt Dieter Schwab, Obmann vom österreichischen Verein für Fußgänger „Walk-space.at“. „Wenn man etwas für die Fußgänger machen will, muss man den ÖPNV stärken.“ Dabei brauche es klare Entscheidungen: „Weg von einzelnen Pilotprojekten und hin zur massiven Umgestaltung.“ Nachdem der Stadtrat vergangenes Jahr die „Vision Zero“ – keine Verkehrstoten mehr – beschlossen hat, werden 2020 erste Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen Querungshilfen, längere Grünzeiten an Ampelanlagen und reduzierte Geschwindigkeit nicht nur an Kindergärten und Schulen, sondern auch an Seniorenheimen. Schön fordert intelligente Ampelanlagen, die die Schaltung an das Tempo der jeweilige Fußgänger anpasst. „Die Technik ist da, nur der Wille fehlt noch.“

Sabina Kläsener

Die Verkehrswende: Eine Stadt lädt zum Verweilen ein

Bilder, wie hier an der Pettenkoferstraße sind in München keine Seltenheit mehr. Slalomfahren und -laufen steht auf der Tagesordnung.

Ein Fußgänger-Check oder temporär autofreie Straßen ist laut Dieter Schwab, Staatsplaner und Obmann vom österreichischen Verein für Fußgänger „Walk-space.at“, eine kurzfristige Maßnahme, um das Zufußgehen zu fördern. 

Wie die Verweildauer erhöht werden kann, erklärt er am Donnerstag, 9. Mai, ab 18.30 Uhr im Verkehrszentrum des Deutschen Museum, Am Bavariapark 5. Im Anschluss kann über die Rolle der Fußgänger in der Verkehrswende diskutiert werden. Der Eintritt ist frei.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

2. Stammstrecke: So steht es um das größte Bauprojekt der Stadt
2. Stammstrecke: So steht es um das größte Bauprojekt der Stadt
Stammstrecke gesperrt, U-Bahn eingeschränkt: So kommen Sie durch die Stadt
Stammstrecke gesperrt, U-Bahn eingeschränkt: So kommen Sie durch die Stadt
Türkenstraße: Bürger fordern Änderung der Schließzeiten bei Freischankflächen
Türkenstraße: Bürger fordern Änderung der Schließzeiten bei Freischankflächen
MVG: Darum kommt es nicht zu einer zeitnahen Taktverdichtung
MVG: Darum kommt es nicht zu einer zeitnahen Taktverdichtung

Kommentare