Nach Räumung der Terminals am Münchner Flughafen

Flughafen München: Darum wurden am Dienstag 200 Flüge annulliert

+
Terminalbereiche am Münchner Flughafen werden geräumt

Wegen einer Sicherheitspanne mussten am Dienstag Terminals geräumt und über 190 Starts und Landungen abgesagt werden. Alles zu den Hintergründen

+++ Teile der beiden Terminals am Flughafen München mussten geräumt werden +++

+++ Abfertigung läuft in beiden Terminals wieder +++

Update Mittwoch:

Nach Angaben der Flughafen München GmbH läuft der Betrieb am heutigen Mittwoch wieder reibungslos.

Update 17.00 Uhr:

Wie die Flughafen München GmbH nun mitteilt wurden mittlerweile über 190 Flüge annulliert. Darüber hinaus kam es zu erheblichen Verspätungen im Luftverkehr. Auch am Abend müssen Fluggäste noch mit Verzögerungen rechnen. Die Flughafen München GmbH rät Passagieren, sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Update 15.55 Uhr:

Wieder Sommerferien, wieder der Münchner Flughafen, wieder eine unkontrollierte Person: Ein großer Polizeieinsatz legt den zweitgrößten Airport Deutschlands am Dienstag lahm. Das erinnert an einen Vorfall aus dem vergangenen Jahr.

München (dpa) - Indem er beim Umsteigen unkontrolliert in einen Sicherheitsbereich am Münchner Flughafen gelangt ist, hat ein Reisender Chaos am zweitgrößten Airport Deutschlands ausgelöst. Die Polizei räumte am Dienstagmorgen das Terminal 2 und die Bereiche B und C des Terminals 1. Erst fast vier Stunden später konnte die Passagierabfertigung wieder aufgenommen werden. 

Passagiere sollen sich bei ihren Airlines über aktuellen Stand informieren

Für den gesamten Tag mussten aufgrund der Sperrung bislang rund 130 Flüge annulliert werden. Darüber hinaus kam es zu erheblichen Verspätungen im Luftverkehr. 

Die Passagiere wurden laufend über Lautsprecher-Durchsagen informiert. Für die wartenden Fluggäste wurden darüber hinaus Wasserflaschen zur Verfügung gestellt. Passagiere müssen über den ganzen Tag mit Beeinträchtigungen im Luftverkehr rechnen. Die Flughafen München GmbH rät Passagieren, sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Notausgangstür betätigt

Der Spanier ist nach Angaben der Bundespolizei zwischen 20 und 25 Jahre alt, war aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok nach München gekommen und wollte nach Madrid weiterreisen. Vor der Einreisekontrolle sei er über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Daraufhin leitete die Bundespolizei „gefahrenabwehrende Maßnahmen“ gemäß EU-Gesetzesvorgaben ein. Die Beamten machten den Mann ausfindig und befragten ihn. Er habe keine böse Absicht gehegt, sagte eine Sprecherin. Vonseiten der Bundespolizei drohten keine Konsequenzen.

Gegen 11.15 Uhr starteten die Flughafenmitarbeiter wieder mit der Abfertigung von Passagieren. Bis 12.45 Uhr konnten neu eintreffende Fluggäste das Terminal 2 nicht betreten, um zu verhindern, dass das Gebäude überfüllt wird, wie der Flughafen erklärte. Alle Menschen aus den geräumten Terminalbereichen mussten noch einmal kontrolliert werden. Der Flughafen verteilte Wasser und informierte die Passagiere über Lautsprecheransagen sowie via Twitter über die Situation. Ähnliche Vorfälle an Flughäfen gibt es immer mal wieder.

Ein Flughafensprecher sagte, insgesamt seien am Dienstag etwa 1200 Starts und Landungen in München geplant gewesen. Im Schnitt seien an einem solchen Tag dort etwa 120 000 Passagiere unterwegs. Von den annullierten Flügen dürften rund 19 500 Fluggäste betroffen sein.

Erinnerungen an vergangenes Jahr werden wach

Das aktuelle Geschehen erinnert an das Münchner Flughafenchaos zu Beginn der Sommerferien 2018: Damals hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal geräumt, weil eine Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31 000 Passagiere waren das ganze Wochenende über betroffen. Der Schaden ging in die Millionen.

Der Flughafen verteilte anschließend freiwillig knapp 6000 50-Euro-Gutscheine. Das Amtsgericht Erding entschied allerdings, dass Fluggesellschaften nicht zu einer Ausgleichszahlung verpflichtet sind, wenn Passagiere aufgrund einer Anti-Terror-Maßnahme nicht fliegen können (Az.: 4 C 3819/18). Das Urteil ist rechtskräftig.

Update 13.30 Uhr:

München - Nachdem ein Passagier heute Morgen nach seiner Ankunft am Münchner Flughafen eine Notausgangstür im Terminal 2 geöffnet hat, musste die Abfertigung auf Anweisung der Bundespolizei im Terminal 2 und in den Bereichen B und C im Terminal 1 für fast vier Stunden eingestellt werden. 

Die Bundespolizei griff die betreffende Person im Terminal 1 auf. Deswegen mussten neben dem Terminal 2 auch die betreffenden Bereiche im Terminal 1 durchsucht werden. Ab 11.13 Uhr konnte die Passagierabfertigung wieder aufgenommen werden. Bis 12.45 Uhr konnten neu eintreffende Fluggäste das Terminal 2 nicht betreten, um eine Überfüllungssituation im Gebäude zu verhindern. 

Passagiere sollen sich bei ihren Airlines über aktuellen Stand informieren

Für den gesamten Tag mussten aufgrund der Sperrung bislang rund 130 Flüge annulliert werden. Darüber hinaus kam es zu erheblichen Verspätungen im Luftverkehr. 

Die Passagiere wurden laufend über Lautsprecher-Durchsagen informiert. Für die wartenden Fluggäste wurden darüber hinaus Wasserflaschen zur Verfügung gestellt. Passagiere müssen über den ganzen Tag mit Beeinträchtigungen im Luftverkehr rechnen. Die Flughafen München GmbH rät Passagieren, sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Update 11.30 Uhr:

München - Die Abfertigung von Passagieren am Münchner Flughafen ist nach einer Räumung wieder komplett angelaufen. Nachdem Fluggäste zunächst nur wieder ins Terminal 1 konnten, sei nun auch das Terminal 2 freigegeben, sagte ein Sprecher von Deutschlands zweitgrößtem Airport.

Wegen der Räumung am Münchner Flughafen sind mehr als 50 Starts und Landungen abgesagt worden. Hingegen halte sich die Zahl der verspäteten Maschinen in Grenzen, sagte ein Airport-Sprecher. 

Insgesamt waren dort am Dienstag etwa 1200 Starts und Landungen geplant. Im Schnitt seien an einem solchen Tag 120 000 Passagiere am zweitgrößten Flughafen in Deutschland unterwegs. Von den annullierten Flügen dürften rund 7500 Fluggäste betroffen sein.

Update 11.00 Uhr:

München - Nach der Räumung am Münchner Flughafen wegen einer gesuchten Person ist die Abfertigung am Terminal 1 wieder angelaufen. Im Terminal 2 dauere es aber noch, sagte ein Sprecher von Deutschlands zweitgrößtem Airport. Hier sei die Bundespolizei noch im Einsatz. Ein Fluggast war am Dienstagmorgen ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Flughafen angekommen und vor einer Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Daraufhin wurden die Abfertigung im Terminal 2 sowie den Bereichen B und C im Terminal 1 gestoppt und diese Gebäudeteile geräumt.

Update 10.52 Uhr:

München - Weil ein unkontrollierter Fluggast in einen Sicherheitsbereich am Münchner Flughafen gelangt ist, hat die Polizei am Dienstagmorgen mehrere Terminalbereiche geräumt. Betroffen waren das Terminal 2 und die Bereiche B und C des Terminals 1. Nach etwa zweieinhalb Stunden teilte ein Flughafensprecher mit, dass die gesuchte Person nach Angaben der Bundespolizei gefasst sei.

Nun müsse geprüft werden, wo sich der Passagier zwischenzeitlich aufgehalten habe, sagte der Sprecher. Davon sei abhängig, wie schnell die Abfertigung wieder aufgenommen und die Menschen erneut kontrolliert werden können. Wie viele Starts und Landungen dadurch verschoben werden oder gar ausfallen, war zunächst unklar. Das hänge von der Dauer des Polizeieinsatzes ab, sagte der Flughafensprecher.

Der Fluggast war ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Terminal 2 von Deutschlands zweitgrößtem Airport angekommen, wie der Sprecher sagte. Vor der Einreisekontrolle sei er über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen, erklärte der Flughafensprecher. Daraufhin leitete die Bundespolizei nach eigenen Angaben „gefahrenabwehrende Maßnahmen“ gemäß EU-Gesetzesvorgaben ein.

Alle Menschen aus den betroffenen Terminalteilen müssten noch einmal kontrolliert werden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Das Terminal 1 wurde ebenfalls teilweise geräumt, weil man dorthin mit einem Bus gelangen kann. Der Flughafen verteilte Wasser in den betroffenen Gebäudeteilen und informierte die Passagiere über Lautsprecheransagen und via Twitter über die Situation. Ähnliche Vorfälle an Flughäfen gibt es immer mal wieder.

Schaden 2018 ging in die Millionen

Das aktuelle Geschehen erinnert an das Münchner Flughafenchaos zu Beginn der Sommerferien 2018: Damals hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal geräumt, weil eine Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31 000 Passagiere waren das ganze Wochenende über betroffen. Der Schaden ging in die Millionen.

Der Flughafen verteilte anschließend freiwillig knapp 6000 50-Euro-Gutscheine. Das Amtsgericht Erding entschied allerdings, dass Fluggesellschaften nicht zu einer Ausgleichszahlung verpflichtet sind, wenn Passagiere aufgrund einer Anti-Terror-Maßnahme nicht fliegen können (Az.: 4 C 3819/18). 

Vier Kläger aus München hatten eine Entschädigung von je 400 Euro wegen Flugbeförderungsverweigerung gefordert. Die beklagte Fluggesellschaft war hingegen der Ansicht, dass sie die Beförderung nicht verweigert habe, weil die Kläger nicht rechtzeitig am Abfluggate erschienen seien und sie für die Anti-Terror-Maßnahme der Bundespolizei nicht verantwortlich sei. Das sah auch das Amtsgericht so. Das Urteil ist rechtskräftig.

Update 10.25 Uhr:

München - Die gesuchte Person am Münchner Flughafen ist nach Angaben der Bundespolizei gefasst. Das sagte ein Sprecher des Airports. Nun müsse geprüft werden, wo sich der Passagier zwischenzeitlich aufgehalten habe. Davon sei abhängig, wie schnell die Abfertigung im Terminal 2 sowie in den Bereichen B und C des Terminals 1 wieder aufgenommen werden kann.

Der Fluggast war ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Airport angekommen und vor einer Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Daraufhin wurden die Abfertigung gestoppt und die entsprechenden Gebäudeteile geräumt.

Erstmeldung

München - Teile der beiden Terminals am Münchner Flughafen müssen geräumt werden, weil eine vermutlich nicht ausreichend kontrollierte Person darin unterwegs ist. Diese war nach ersten Erkenntnissen aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Airport angekommen und vor einer Einreisekontrolle über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen, wie ein Flughafensprecher sagte.

Alle Menschen aus dem entsprechenden Teil im Terminal 2 müssten noch einmal kontrolliert werden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Denkbar ist, dass die gesuchte Person mit einem Bus zum Terminal 1 gelangte. Daher wurde auch dort in den Bereichen B und C die Abfertigung ebenfalls eingestellt, wie der Flughafensprecher sagte. Wie viele Starts und Landungen dadurch verschoben werden oder gar ausfallen, war zunächst unklar. Das hänge von der Dauer des Polizeieinsatzes ab, sagte der Flughafensprecher.

Zu Beginn der Sommerferien 2018 hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal an Deutschlands zweitgrößtem Airport geräumt, weil eine 40 Jahre alte Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31 000 Passagiere waren das ganze Wochenende über betroffen. Der Schaden geht in die Millionen. Ähnliche Vorfälle an Flughäfen gibt es immer mal wieder.

Quelle: dpa/lby/Bundespolizei/lit

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Meistgelesen

2. Stammstrecke: Nächster Bauabschnitt mit Vollsperrung am Laimer Bahnhof
2. Stammstrecke: Nächster Bauabschnitt mit Vollsperrung am Laimer Bahnhof
Paukenschlag: Münchner Grünen-Chefin tritt zurück
Paukenschlag: Münchner Grünen-Chefin tritt zurück
Ehrenamt: Diese Münchner Initiativen sind für den Deutschen Engagementpreis nominiert
Ehrenamt: Diese Münchner Initiativen sind für den Deutschen Engagementpreis nominiert
Nach dem Fahrplanwechsel: Wie teuer wird die Fahrt mit der MVG?
Nach dem Fahrplanwechsel: Wie teuer wird die Fahrt mit der MVG?

Kommentare