Die Geschichte des Schaufensters

Das Fenster zur Freude – Ein Zauber aus Plüsch

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Das Steiff-Winterwunderland am Marienplatz ist für viele Kinder und Erwachsene ein Highlight in der Adventszeit.

Weihnachten ist das Fest der Sinne: von schneebedeckten Tannen, über gebrannte Mandeln und trompetespielende Bären – bei den Weihnachtsschaustücken von Steiff gibt es viel zu entdecken

Ein wahr gewordener Weihnachtstraum: Kinder wie Erwachsene freuen sich jeden Advent auf die festlich geschmückten Schaufenster. Eines sticht dabei heraus: Das Steiff-Winterwunderland am Marienplatz. Ab Ende Oktober bis in den Januar hinein kann die liebevoll gestaltete Szenerie bewundert werden. 

Jedes einzelne Steiff-Winterwunderland wird einzigartig arrangiert und zeigt verschiedene Szenen.

In diesem Jahr schmücken sie die Fußgängerzonen etwa in München, Kassel, Bonn, Düsseldorf, Hannover und Köln – jedes einzelne einzigartig arrangiert und verschiedene Szenen zeigend. Hans Rösch arbeitet seit 28 Jahren bei der Firma Steiff. Als gelernter Feinmechaniker kümmerte sich der 60-Jährige um die technischen Belange der Schaufenster. Seit fast 20 Jahren betreut er das Münchner Exemplar und ist seit 2005 auch für die Dekoration zuständig. 

„Für einen weihnachtlichen Touch arbeiten wir mit einer Schneematte und Schneepulver“, erklärt Rösch. „Zudem verwenden wir weihnachtliche Materialien wie Schneeflocken, Tannen und Tannenzweige.“ Einige der präsentierten Stücke haben schon viele Weihnachten und verschiedene Abenteuer erlebt, denn sie sind bereits über 20 Jahre alt. Trotzdem wird die Arbeit nicht zur Routine: „Jeder Aufbau ist für uns etwas Besonderes.“ Daher werden jedes Jahr Bilder archiviert, wie das vom Münchner Fenster Anfang der 90er-Jahre. 

Zwei bis drei Wochen kann es je nach Größe des Schaustücks dauern, bis es fertig ist. „Der Aufbau ist wie ein Puzzle. Stück für Stück wurde vorab geplant, wie es sich am harmonischten zusammenfügt.“ Anschließend werden alle Einzelteile technisch geprüft und überholt, bevor es in den Container Richtung Zielort geht. Dort legen dann die Steiff-Mitarbeiter letzte Hand an und das Weihnachtsmärchen ist perfekt.

Sabina Kläsener

Tradition des Weihnachtszaubers

Kunstvoll dekorierte Schaufenster gehören für viele ebenso zur Weihnachtsszeit wie Plätzchen und Punsch.

Sie gehören für viele zum Advent wie Christkindlmarkt und Plätzchen: weihnachtlich dekorierte Schaufenster. Seine Geburtsstunde feierte das Ladenfenster in Europa im Jahr 1872 im Pariser Kaufhaus „Bon marché“. Nur die Amerikaner waren noch schneller, denn bereits 1840 entdeckten sie diese Disziplin der stimmungsvollen Vermarktung für sich. Bis heute pilgern viele in der Weihnachtszeit zu den kunstvoll dekorierten Fenster beispielsweise zu den großen New Yorker Kaufhäusern wie Saks oder Macy’s.

Auch beim Plüschtier-Hersteller Steiff hat dieser Brauch eine lange Tradition: Seit 1911 gibt es die Schaufenster in den Fußgängerzonen Deutschlands. Sie laden zum kurzen Verweilen im Trubel des vorweihnachtlichen Einkaufsbummels ein.

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