Neues Onlineportal wird eingeführt

Ende der Schul-Bürokratie

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Digitaler Vorreiter: Das Luisengymnasium ist vom Info- und Elternportal begeistert.

Eine neue Plattform soll die Münchner Gymnasien ab September entlasten

Grünes Licht vom Bildungsausschuss des Stadtrats: Die 40 Münchner Gymnasium bekommen zum neuen Schuljahr ein digitales Schulportal. Eltern können dann ihre Kinder online krankmelden oder Beurlaubungen beantragen, haben direkten Zugang zu Informationen für Klassenfahrten und können ohne Sprechstunde mit Lehrern kommunizieren – oder online einen Termin vereinbaren. 

Für Lehrer wird das Notenmanagement vereinfacht: Noten können eingegeben, Berichte oder Zeugnisse aktuell abgefragt werden. Das Ergebnis: Transparenz zwischen Lehrern und Eltern und eine Entlastung bei der Administration im Schulalltag. Wer als Erziehungsberechtigter nicht am Portal teilnehmen möchte, kann dies bei der Schulleitung vermerken lassen. „Ich bin selbst nicht Technik-affin und habe mich schnell zurechtgefunden“, erklärt Luitgard Vonbrunn, Direktorin des Luisengymnasiums. 

Seit zwölf Jahren testet das Gymnasium, wie Bürokratie abgebaut werden kann – zuerst mit einem Infoportal und seit drei Jahren zusätzlich einem Elternportal. „Wir haben ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen.“ Erst seien die Lehrer skeptisch gewesen, was sich als unbegründet herausstellte. „Eine schnellere Einführung wäre wünschenswert gewesen, war aber aus mehreren Gründen nicht durchführbar“, erklärt Ulrich Lobinger (Foto: Haag) vom Referat für Bildung und Sport. Verzögert wurde die Einführung durch eine schwierige Einigung zwischen den Software-Partnern sowie rechtliche Belange. Für die Realschulen ist ein Noten- und Elternportal in der Planung, das auf einer anderen Software beruht. Bei Grund-, Mittel- und Förderschulen wird über das Thema noch diskutiert.Sabina Kläsener

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