Der Ausbau der Kita-Plätze hinkt dem Einwohnerwachstum hinterher

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Die Kindertagesstätten sehen sich mit wachsenden Einwohnerzahlen in München konfrontiert.

München – Akuter Personalmangel und völlige Überlastung – Der Ausbau der Kita-Plätze deckt kaum die steigenden Einwohnerzahlen ab – Hallo hat die Situation zusammengefasst

Das Kita-Jahr hat begonnen, das Problem um fehlende Plätze kriegt die Stadt jedoch nicht in den Griff. Mehr als jede andere bayerische Kommune gibt München für den Betrieb und Ausbau von Kitas pro Kopf aus – das ist aber wohl noch zu wenig. Durch die steigenden Einwohnerzahlen gelinge es kaum, die Bedarfsdeckung zu erhöhen, erklärt Bürgermeisterin Christine Strobl jetzt zum Start des neuen Kita-Jahrs.

Die Anzahl der Krippen-Plätze hat sich seit 2010 fast verdoppelt. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Kinder und mehr Eltern möchten ihre Kinder betreuen lassen. Alleine in den letzten zwei Jahren waren 4000 Plätze mehr für die Kinder im Alter von Null bis 5 Jahren nötig. Heute stehen für 64 Prozent der Ein- bis Dreijährigen Kita-Plätze zur Verfügung. „Das ist zu 2016 nur eine Verbesserung um einen Prozent“, gesteht Strobl ein. 

Neben dem Personalmangel – 200 Stellen sind unbesetzt – gestaltet sich auch der Grunstückerwerb als schwierig; in dicht bebauten Vierteln stehe kaum Platz zur Verfügung. So unterscheidet sich auch das Angebot an Kita-Plätzen stark je Viertel. Während es in Obergiesing nur für 37 Prozent der Ein- bis Dreijährigen Plätze gibt, sind es in Freimann 69 Prozent. Der Bedarf wird auf 65 bis 70 Prozent geschätzt. Stadtschulrätin Beatrix Zurek geht „im Zuge der Solidarität“ von einer „Akzeptanz der Eltern aus, dass man etwas weiter fahren muss“. Viele Eltern beklagen jedoch, nur einen zu weit entfernten Kita-Platz erhalten zu haben.

Franziska Boll

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