Nicht nach Plan

Defekte Türen und Fahrermangel: So schlimm steht es um die MVV

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Still stehende U-Bahnen oder defekte Türen, die sich nicht mehr schließen lasse: All das zeugt von der hohen Belastung der Züge durch den täglichen Betrieb – zum Teil den Fahrgästen geschuldet.

München - Gerade aktuell müssen Pendler im öffentlichen Nahverkehr einiges aushalten. Hallo hat sich erkundigt, wie es mit dem ÖPNV weitergeht

Albtraum für Pendler: Eine voll besetzte U-Bahn kommt an einem Bahnsteig an, an dem die Menschen in Vierer-Reihen warten. Aber die U-Bahn-Tür ist defekt. Aussteigen wie Einsteigen dauern noch länger als ohnehin schon zu Stoßzeiten. Verspätungen und verpasste Anschlusszüge sind die Folge – und Frust bei den Fahrgästen, denn die Vorfälle häufen sich und sind zum Teil selbst verschuldet. „Das ist ein alltägliches Phänomen, denn Türen gehören zu den meist belasteten Teilen am Zug“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte. Pro Tag gehen aktuell ein bis zwei Türen kaputt. Betroffen sind alte wie neue Züge. Ursachen können technische Defekte, aber auch das gewaltsame Aufhalten der Türen und das Reinzwängen in letzter Sekunde sein. Auch die steigenden Fahrgastzahlen belasten die Fahrzeuge. Geht eine Tür kaputt, muss der Fahrer die betroffene Tür versperren und markieren. Erst dann darf er die Fahrt fortsetzen. Diese Defekte werden dann „mit hoher Priorität schnellstmöglich repariert“. Neben der Material- ist auch die Personalsituation angespannt: Der MVG-Fahrplanwechsel am 9. Dezember läuft nicht nach Plan. Dafür wären mehr Mitarbeiter im Fahrdienst nötig. „Aus diesem Grund können wir nicht alle Verbesserungen auf einen Schlag umsetzen“, erklärt Korte. Beispielsweise beim Busbetrieb hängt der Zeitplan von zusätzlichen Fahrern ab. Nur nach und nach könne auf dem schwierigen Arbeitsmarkt das benötigte Personal eingestellt werden – und das trotz groß angelegter Kampagnen auf Plakaten in und um U-Bahnen und Bahnhöfe.

Baustelle am Sendlinger Tor

Gleiserneuerung verzögert sich: Statt wie geplant am 8. Dezember werden die Arbeiten an den Tramgleisen am Sendlinger Tor bis spätestens 10. Februar andauern. Bei den Tramlinien bleibt weiterhin der Baustellen-Ersatzplan bestehen – den Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Sendlinger Tor übernimmt jetzt die Linie 16 statt der Linie 17. Die Christkindltram ist von der Verzögerung nicht betroffen und fährt wie geplant vom Sendlinger Tor ab.

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