Das erste Kinder-Prinzenpaar in der Geschichte des Faschingsvereins

Ja bist’ narrisch!? Narhalla feiert nach 125 Jahren erstmals Prinzen-Premiere

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Juli Maria Olbertz und Marcus Alexander Parzefall aus Germering trainieren gerade wöchentlich für ihre wichtige Repräsentationsrolle.

München – Wenn die Narrhalla am 11. November ihr Prinzenpaar vorstellt, steht diesem zum ersten Mal in der 125-jährigen Geschichte des Faschingsvereins ein Kinder-Prinzenpaar zur Seite. Und das ist nicht die einzige Besonderheit...

Die Narrhalla hat es spannend gemacht: Erst am Montag vor der Proklamation war das offizielle Prinzenpaar der Stadt München gefunden. Wer das ist, bleibt aber bis zum 11. November um 11.11 Uhr geheim. Dann öffnet ausnahmsweise und extra für diesen Anlass der Biergarten am Viktualienmarkt sonntags und es wird Live-Musik gespielt.

Auch Tanzlehrer und Choreograph Peter Simon  steckt inmitten der zahlreichen Vorbereitungen.

Zu Bestaunen sein wird dann auch die andere große Sensation der Narrhalla-Saison 2018: Erstmals in der 125-jährigen Geschichte gibt es ein Kinder-Prinzenpaar. Es sind Juli Maria Olbertz und Marcus Alexander Parzefall aus Germering. Wöchentlich trainieren sie gerade für ihre wichtige Repräsentationsrolle. „Ich weiß schon, dass man gerade stehen und lächeln muss“, erklärt die neunjährige Kinder-Prinzessin, die noch bis Januar auf ihr Prunkkleid warten muss. Den ersten Termin absolvieren die beiden – ebenso wie ihre erwachsenen Prinzenpaar-Kollegen – in Tracht. „Am meisten freuen wir uns darauf, im Mittelpunkt zu stehen“, gesteht der zehnjährige Junior-Prinz. „Aber schon auch aufs Tanzen“, betont Juli. Ob sie wirklich den „Wiener-Wurst-Walzer“ tanzen, wie sie prustend ankündigen? Das wird noch nicht verraten.

Dem Narhalla-Prinzenpaar steht heuer zum ersten Mal in der 125-jährigen Geschichte des Faschingsvereins ein Kinder-Prinzenpaar zur Seite.

„Auszüge aus dem neuen Showprogramm gibt es erstmals am 11. November am Viktualienmarkt und auf der Gala im Bayerischen Hof am 16. November zu sehen, das ganze Programm dann bei der Narrhalla Soirée am 2. Februar“, erklärt Tanzlehrer und Choreograph Peter Simon. Passenderweise steht die Faschingssaison der Narrhalla auch noch unter dem kinderfreundlichen Motto „Märchen“.

Simon selbst kam die Idee mit dem Kinder-Prinzenpaar und einer eigenen Nachwuchsgarde bereits in der Saison 2007/08, als er selbst Prinz bei der Narrhalla war. Nun hat er mit Juli und Marcus, die schon länger beim SV Germering tanzen, aber auch Judo, Gitarre, Klavier sowie Inlinern zu ihren Hobbies zählen, ein perfektes Paar gefunden. „Es macht Spaß, mit Kindern zu arbeiten und gleichzeitig führt man wieder Nachwuchs ans Tanzen heran – und an den Fasching“, betont Simon. „Wir hoffen schon, dass aus den beiden ein großes Prinzenpaar wird.“ Damit es in der Saison 2028/29 vielleicht nicht ganz so spannend wird.

Maren Kowitz

Moosacher Narren wollen überraschen

Der Moosacher Faschingsclub macht die Entscheidung um das Prinzenpaar noch spannend.

Beim Moosacher Faschings­club wird noch nicht verraten, wer das aktuelle Paar Prinz Thomas III. und Prinzessin Michaela I. beerbt. Gelüftet wird das Geheimnis am Sonntag, 11. November, um 11.11 Uhr im Pelkovenschlössel am Moosacher St.-Martins-Platz. Der Eintritt inklusive Fingerfood kostet zehn Euro, Tickets unter Telefon 14 39 00 80. Mehr Infos und alle Termine unter: www.mfc-moosach.eu
lit

Würmesia ohne Prinzen-Suche

In voller Mannschaftsstärke geht die „Würmesia“ heuer in die Saison. Nach zwei Jahren Zitterpartie hat sich diesmal schon Wochen vor Beginn ein Prinzenpaar gefunden. Wer dahintersteckt hält Präsidentin Tanja Wissel streng geheim. Aber: „Sie sind jung und beide aus dem Würmtal.“ Öffentlich vorgestellt wird das Paar am 11.11. um 11.11 Uhr am Münchner Marienplatz sowie um 16.16 Uhr vor der Planegger Kreissparkasse. Neben der Inthronisation am 5. Januar plant die Würmesia auch drei Kinderbälle und eine 80er/90er Faschingsparty.
rea

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