Nichts für Kinder

Anwohner klagen über Spielplatz an der Herzog-Wilhelm-Straße

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Auf und in der Nähe des Spielplatzes an der Herzog-Wilhelm-Straße liegen Schnapsflaschen, Scherben und Spritzen.

Altstadt: Es existieren einige Ideen zur Neugestaltung.

Auf und in der Nähe des Spielplatzes an der Herzog-Wilhelm-Straße liegen Schnapsflaschen, Scherben und Spritzen.

Eine leere Schnapsflasche steht auf der Bank, Scherben liegen herum, ins Gebüsch hat jemand eine Spritze geworfen: Der Spielplatz an der Herzog-Wilhelm-Straße ist nichts für Kinder. Doch die Pläne für eine Neugestaltung der Straße schreiten voran. 

Die Klagen von Anwohnern und Geschäftsleuten, welche den Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel erreichen, werden immer lauter. 

„Der Spielplatz ist völlig vergammelt“, schimpft Vize-BA-Chef Wolfgang Püschel. Die Straße im Zentrum der City sei insgesamt eine Schande. Die Grünanlagen seien verwahrlost. Johanna Kunzmann (62, kl. Foto o.), Mitarbeiterin der Evangelischen Familien-Bildungsstätte „Elly Heuss-Knapp“, macht sich große Sorgen. „Bei uns sind Kleinkinder! Den Herzog-Wilhelm-Park und den Spielplatz kann man nicht nutzen. Sie sind verwahrlost, Menschen mit Alkohol- oder Drogenproblemen halten sich dort auf und im Sommer gibt es eine Rattenplage!“, klagt sie. Ähnlich besorgt ist auch Petra Uchtdorf (57, kl. Foto u.), Inhaberin des Hôtels du Train. „Wir raten Gästen mit Kindern davon ab, auf den Spielplatz zu gehen“, betont sie. 

Inzwischen hat die Evangelische Stadtakademie Politiker, Vertreter der Stadtverwaltung und weitere Anlieger zu einem Gespräch über den Zustand des Spielplatzes sowohl als auch der gesamten Straße eingeladen. „Bei der Veranstaltung wurden zunächst verschiedene Ideen gesammelt“, berichtet Püschel. Eine Idee, die schon länger im Raum steht, und von Green City initiiert wurde, ist es, den unter der Straße laufenden Westlichen Stadtgrabenbach auf 300 Metern Länge an die Oberfläche zu holen (Hallo berichtete). „Das Baureferat prüft die Ideen und arbeitet sie gegebenenfalls in eine Beschlussvorlage ein“, sagt Monika Großkopf vom Baureferat. Voraussichtlich im Mai lädt die Evangelische Stadtakademie zum nächsten Treffen. Bis dahin wollen sich die Lokalpolitiker eine Meinung bilden und sich positionieren.
Sophia Oberhuber, Laura Felbinger

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